Das Kommunikationstraining "Ein Partnerschaftliches Lernprogramm"

Vor dem Hintergrund hoher Scheidungsraten, einer mit zunehmender Partnerschaftsdauer sinkenden Beziehungszufriedenheit und den zahlreichen damit einhergehenden negativen Folgen für die Betroffenen und deren Kinder gewinnt die Prävention von Partnerschaftsstörungen an immer größerer Bedeutung. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick hinsichtlich des aktuellen Praxis- und Forschungsstandes des Kommunikationstrainings »Ein Partnerschaftliches Lernprogramm (EPL)« für Paare. Es ist das am weitesten verbreitete und wissenschaftlich am besten untersuchte Präventionstraining für Paare im deutschen Sprachraum. Aufgrund seiner guten Evidenzbasierung wurde das EPL mehrfach weiterentwickelt und an die Bedürfnisse spezifischer Paargruppen, wie denen von Paaren mit längerer Beziehungsdauer und von Paaren in der Eheberatung, adaptiert. Insgesamt zeigen Effektivitätsstudien, dass unter
anderem das Scheidungsrisiko von Paaren durch das EPL deutlich verringert werden kann. Um jedoch den umfassenden Folgen von Partnerschaftsunzufriedenheit sowie konfliktreichen Trennungen und Scheidungen langfristig erfolgreich entgegenwirken zu können, bedarf es darüber hinaus weiterer Angebote und Interventionen für Paare. Aus diesem Grund wird von den Autoren ein Mehr-Ebenen-Modell diskutiert, das heißt die Bereitstellung einer großen Bandbreite an Interventionen, sodass jedes Paar genau so viel Hilfe in Anspruch nehmen kann, wie es benötigt.

Ann-Katrin Job, Joachim Engl, Franz Thurmaier, Kurt Hahlweg

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