Die Zukunft der Leitlinienentwicklung

Im Dezember 2013 lud die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) in ihre Geschäftsstelle in Berlin zu einem ersten Workshop »Die Zukunft der Leitlinienentwicklung« ein. Insgesamt diskutierten über 20 Vertreter verschiedener Berufsverbände über die Frage, welche Rolle Psychotherapeuten künftig bei der Entwicklung, Verbreitung und Implementierung von Leitlinien spielen sollten. Es war ein offener Austausch, bei dem sowohl Vor- als auch Nachteile kritisch benannt wurden und die BPtK auf ihre besondere Verantwortung in diesem Zusammenhang hinwies. In einem ersten Impulsvortrag stellte Prof. Dr. Bernhard Strauß von der Universität Jena die Geschichte der Leitlinienentwicklung dar: 1995 wurde die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) vom Sachverständigenrat für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen gebeten, Handlungshilfen für medizinisches
Fachpersonal und Patienten zu entwickeln. Diese Leitlinien sind bis heute nicht rechtlich bindend; vielmehr stellen sie ein Instrument zur Qualitätssicherung dar. Mittlerweile gibt es über 700 Leitlinien zu somatischen, psychosomatischen und psychiatrischen Erkrankungen.
Im anschließenden Vortrag vom Vorsitzenden der BPtK, Prof. Dr. Rainer Richter, wurden erste konkrete Veränderungsvorschläge für den Prozess der Entwicklung, Verbreitung und Implementierung gemacht. Diese reichten von der Erstellung und Veröffentlichung einer relevanten Datendank über die Benennung eines wissenschaftlichen Referenten für Leitlinienfragen bis hin zur Durchführung von Evidenzrecherchen.

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