Depressionen nicht angemessen versorgt

Drei von vier schwer depressiv Erkrankten werden nicht angemessen versorgt. Der kürzlich veröffentlichte »Faktencheck Gesundheit« der Bertelsmann-Stiftung zeigt zudem große regionale Unterschiede in der Versorgung der Patienten.

Unterschätzte Erkrankung
Depressionen gehören zu den häufigsten und in ihrer Schwere und ihren Folgen am meisten unterschätzten Erkrankungen. Im Laufe seines Lebens erkrankt jeder fünfte Mensch an dieser Störung. Derzeit leiden in Deutschland etwa neun Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Mindestens 15 Prozent von ihnen sind schwer krank. Nicht umsonst werden Depressionen daher zu den großen Volkskrankheiten gezählt. Neben dem hohen akuten Leidensdruck besteht für die Betroffenen auch die Gefahr einer Chronifizierung sowie die eines Suizids. Durchschnittlich nimmt sich jeder siebte schwer Depressive das Leben.

Behandlung nach aktuellem Wissensstand
Eine angemessene Behandlung von schweren Depressionen besteht nach aktuellem Wissensstand aus einer Kombination von Psychotherapie und der Einnahme von Antidepressiva. In der für Deutschland repräsentativen Studie wurden nun die anonymisierten Daten von rund sechs Millionen Versicherten der Betriebs- und Innungskrankenkassen der Jahre 2010 bis 2012 ausgewertet, um zu ergründen, inwiefern Patienten eine solche Therapie erhalten.

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