Schulbasierte Suizidpräventionsprogramme auf dem Prüfstand

Schulbasierte Suizidpräventionsprogramme sind in angloamerikanischen Ländern weit verbreiteter als in deutschsprachigen. Der Forschungsstand zu ihrer Effektivität ist uneinheitlich. Einerseits wird darauf hingewiesen, wie wichtig und nützlich die empirische Absicherung solcher Programme ist, andererseits aber immer wieder festgestellt, dass Wirksamkeitsstudien fehlen. Viele der Programme sind mit Unwägbarkeiten verbunden. Dies gilt auch für die wenigen älteren deutschsprachigen Suizidpräventionsprogramme. Die neueren dagegen sind evaluiert worden, aber abschließende Ergebnisse liegen noch nicht bei allen vor. Die Schlussfolgerung für die Entwicklung zukünftiger deutschsprachiger Programme lautet: Weg von einseitigen Programmen, die die Themen Suizid und Suizidgefährdung in den Mittelpunkt stellen, und hin zu Programmen,
die die Gesundheitsförderung und Gesunderhaltung der Schüler in den Blick nehmen. Wirksamkeitsstudien sind dringend geboten. Richtungsweisend sind heute Lebenskompetenzprogramme, deren Ziel es ist, die Persönlichkeit von Schülern zu stärken und ihre psychischen Ressourcen zu aktivieren.

Heidrun Bründel

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