Doping im Job nimmt zu

DAK-Gesundheitsreport 2015

Meditation und Gehirnjogging, Kaffee, Tee und Nikotin, aber eben auch der Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente sowie die Einnahme illegaler Drogen werden zu den Methoden des Neuroenhancements gezählt, also zu Strategien zur Verbesserung der eigenen kognitiven Leistungsfähigkeit oder des psychischen Wohlbefindens. Die DAK-Gesundheit stellte das sogenannte pharmakologische Neuroenhancement in den Mittelpunkt ihres aktuellen Gesundheitsberichts 2015: den Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente zur kognitiven Leistungssteigerung, zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens und zum Abbau von Ängsten und Nervosität.

Anstieg seit dem Jahr 2008

Für die repräsentative Studie wurde untersucht, ob und wie Erwerbstätige ohne medizinische Notwendigkeit zu verschreibungspflichtigen Medikamenten greifen. Hierfür wurden die Arzneimitteldaten von 2,6 Millionen erwerbstätigen Versicherten analysiert und zusätzlich mehr als 5000 Berufstätige im Alter von 20 bis 50 Jahren befragt. Es zeigte sich, dass die Anzahl der Arbeitnehmer, die entsprechende Substanzen mindestens einmal zum Doping missbraucht haben, seit der letzten vergleichbaren Erhebung im Jahr 2008 von 4,7 auf 6,7 Prozent  der Berufstätigen und damit auf knapp drei Millionen Menschen angestiegen ist. Zudem sei den Autoren zufolge von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Jeder Zehnte der übrigen befragten Erwerbstätigen war darüber hinaus prinzipiell aufgeschlossen, Neuroenhancement zu probieren.

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