App auf Rezept oder Online-Coaching als Kassenleistung?

Der Deutsche Bundestag hat sich am 3. Juli 2015 in erster Lesung mit dem Entwurf eines »Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen « (E-Health-Gesetz) befasst. Es wird erwartet, dass durch einen breiteren Einsatz innovativer E-Health-Anwendungen die medizinische Versorgung in Deutschland erheblich verbessert wird und die Voraussetzungen für eine schnelle Kommunikation geschaffen werden. E-Health findet als Sammelbegriff in unterschiedlichen Aspekten an der Schnittstelle zwischen Internet und Medizin Verwendung. Die Europäische Union definiert dabei E-Health wie folgt:

»eHealth refers to the use of modern information and communication technologies to meet needs of citizen, patients, healthcare professionals, healthcare providers as well as policy makers.«

Die WHO versteht unter Mobile Health (»M-Health«): »medizinische Verfahren und Praktiken der öffentlichen Gesundheitsfürsorge, die durch Mobilgeräte wie Mobiltelefone, Patientenüberwachungsgeräte, persönliche digitale Assistenten (PDA) und andere drahtlos angebundene Geräte unterstützt werden«.

E-Mental-Health grenzt das Feld auf psychosoziale Versorgung ein und fokussiert die Zusammenhänge von digitalen Medien und psychischer Gesundheit. Darunter summieren sich Selbsthilfeforen, psychologische Selbsttests, Online-Beratungsangebote über Chat und E-Mail und Interventionsprogramme zu verschiedenen Störungs- und Problembereichen mit oder ohne Online-Kontakte zu einem Therapeuten. In den vergangenen Jahren war zu beobachten, dass die Evidenz für den Nutzen von spezifischen Apps (kurz für: Mobile Applications) für die Gesundheitsversorgung wächst.

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Alina Brunetta & Elke Stammer

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