Einfluss von Persönlichkeit auf Burnout und Work Engagement bei Assistenzärzten in Deutschland

Zusammenfassung

In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss von Persönlichkeit auf das Arbeitserleben von Assistenzärztinnen und -ärzten in Deutschland untersucht und erfasst, welches Persönlichkeitsmerkmal den stärksten Prädiktor zur Vorhersage von Burnout und Work Engagement darstellt.

Insgesamt haben 469 Studienteilnehmer das NEOFünf- Faktoren-Inventar (NEO-FFI), das Maslach Burnout Inventory (MBI-D) sowie die Utrecht Work Engagement Scale-9 (UWES-9) ausgefüllt. Die Ergebnisse über den Einfluss der Persönlichkeit auf Burnout und Work Engagement bestätigten die Erkenntnisse der bisherigen Forschung weitgehend. Besonders hervorzuheben ist hier der Einfluss von Neurotizismus auf emotionale Erschöpfung.

Einleitung

Das Arbeitsleben nimmt in unserer heutigen Gesellschaft einen großen Teil unserer Zeit ein. Umso wichtiger ist es, einen Beruf zu finden, der nicht zur Belastung im Sinne eines Burnouts wird, sondern eher als erfüllend im Sinne von Work Engagement erlebt werden kann. Die Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Entstehung dieser beiden Konstrukte scheint daher von besonderer Relevanz. Bislang haben nur wenige Studien den Einfluss von Persönlichkeit auf Burnout und auf Work Engagement untersucht. Die vorliegende Studie soll daher die Bedeutung der Big-Five-Persönlichkeitseigenschaften auf die Entstehung von Burnout, aber auch auf die Förderung von Work Engagement verdeutlichen, um in Zukunft frühzeitig Präventionsmaßnahmen einleiten zu können. Besonders hierbei ist die gleichzeitige Betrachtung beider Konstrukte.

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Madiha Rana, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Helmut-Schmidt-Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg.

Franziska Czens, wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur für Differentielle Psychologie und Psychologische Diagnostik an der Helmut-Schmidt- Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Majeed Rana, Oberarzt in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Medizinische Hochschule Hannover.

Swetlana Wildfang, Professorin für Wirtschaftspsychologie an der Europäischen Fernhochschule Hamburg.

Philipp Y. Herzberg, Professur für Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik an der Helmut-Schmidt- Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.


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