Schweigepflicht und Computerprobleme

Gespeicherte „Geheimnisse“ und Datenschutz

Die meisten Psychologen und Psychotherapeuten benutzen bei ihrer Arbeit Computer und elektronische Netzwerke. Dabei werden Daten verarbeitet, die nicht nur dem Datenschutz unterliegen, sondern auch unter ihre strafbewehrte berufsbezogene Schweigepflicht gemäß § 203 Strafgesetzbuch fallen. Wie kann die Schweigepflicht gewahrt bleiben, wenn bei Computer- oder Netzwerkproblemen die externe Hilfe von Computerexperten benötigt wird?

Vermutlich speichert die große Mehrheit der Psychologen und Psychotherapeuten die »Geheimnisse« ihrer Klienten, Kunden und Patienten noch unverschlüsselt auf ihrem Speichermedium. Schon an dieser Stelle des Abspeicherns lässt sich prinzipiell diskutieren, ob die eventuelle spätere Kenntnisnahme durch unbefugte Dritte billigend und damit strafbar in Kauf genommen wird. Das wird man in den meisten Fällen verneinen können, weil man beim Abspeichern wohl typischerweise – mehr oder weniger bewusst – davon ausgeht und auch ausgehen darf, dass bis zur Datenlöschung keine Unbefugten Zugriff erhalten werden (es sei denn, man weiß, dass man trotz Internet- oder Netzwerkanschluss technische Sicherungsmaßnahmen wie Firewall, Virenscanner und Programmaktualisierungen unterlassen hat und damit Unbefugten Tür und Tor öffnet).

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BDP-Justiziar Rechtsanwalt Jan Frederichs ist mit den typischen Rechtsproblemen von Psychologen und Psychothe rapeuten in der Berufsausübung vertraut. Er berät BDP-Mitglieder am Telefon persönlich, wenn im Berufsalltag aktuelle Fragen und Probleme auftauchen, zum Beispiel, wenn es ums Geld für psychologische Arbeit geht (Arbeits- und Tarifrecht), oder in Fragen der gesetzlichen Schweigepflicht, des Zeugnisverweigerungsrechts und in vielen anderen Fällen.

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