S3-Leitlinie Unipolare Depression

Nationale Versorgungsleitlinie neu aufgelegt

Depressionen zählen weltweit zu den wichtigsten Volkskrankheiten. Laut Selbstauskunft leidet in Deutschland durchschnittlich jeder achte Erwachsene im Laufe des Lebens an einer depressiven Störung. Bundesweit sind innerhalb eines Jahres rund 6,2 Millionen Menschen betroffen. Die Krankheit ist für die Betroffenen mit großem Leidensdruck verbunden, da sie sich zentral auf Wohlbefinden, Selbstwertgefühl und Lebensqualität auswirkt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass unipolare Depressionen bis 2030 vor allen anderen Krankheiten stehen, was Lebensbeeinträchtigung und vorzeitigen Tod angeht.

Die Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit Depressionen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Doch sind die haus- und fachärztlichen, die psychotherapeutischen und stationären Maßnahmen längst noch nicht optimal abgestimmt. Darüber hinaus stoßen evidenzbasierte Therapieverfahren bei manchen Behandlern und Patienten auf Vorbehalte.

Um die Versorgungssituation der Betroffenen zu optimieren, wurde die kombinierte S3-Leitlinie/Nationale Versorgungleitlinie erstmals vor fünf Jahren von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), weiteren 30 wissenschaftlichen Fachgesellschaften, der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und dem Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin 2009 vorgelegt. Der BDP war von Beginn an in diesen Prozess involviert und beauftragte Inge Neiser (Diplom-Psychologin/Psychologische Psychtherapeutin), bei der Erarbeitung und im Konsensprozess der Leitlinie mitzuarbeiten.

In einem 26-monatigen Revisionsprozess wurden in diesem Jahr die Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie einer intensiven Prüfung und Aktualisierung unterzogen.

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Inge Neiser

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