Großer Erfolg, große Herausforderung

Aktuelle Gedanken zum Psychotherapeutengesetz

Die Verabschiedung des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) markiert einen Meilenstein in der Geschichte des BDP: Mit der Schaffung der Heilberufe des Psychologischen Psychotherapeuten sowie des Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wurde das wichtigste Anwendungsfeld der Psychologie dauerhaft im deutschen Gesundheitssystem verankert. Zugleich konnten im Dienste der Qualitätssicherung alternative Zugänge zur psychotherapeutischen Versorgung geschlossen werden. So haben Patienten seit Inkrafttreten des PsychThG die Gewissheit, dass alle Psychologischen Psychotherapeuten ihre Heilkunde auf der Basis einer psychologischen Grundausbildung ausüben.

Strukturelle Fehler im PsychThG

Jenseits dieser nachhaltigen Erfolge wies das PsychThG leider von Anfang an einige strukturelle Fehler – vor allem zulasten des psychotherapeutischen Nachwuchses – auf, die spätestens seit der Veröffentlichung des Forschungsgutachtens des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) im Jahr 2009 allgemein bekannt sind.

Flickenteppich und Flaschenhals

Zum einen stellt das PsychThG hinsichtlich der Zulassungsvoraussetzungen allein auf die früheren Diplomabschlüsse ab, obwohl zum Zeitpunkt der Verabschiedung die bevorstehende Umsetzung des Bologna- Prozesses an deutschen Hochschulen längst in Vorbereitung war. Dies hatte zur Folge, dass sich mit der Einführung der Bachelor- und Masterabschlüsse ein föderaler Flickenteppich hinsichtlich der Zugangsvoraussetzungen zur Psychotherapieausbildung entwickelt hat, der zulasten der Planungssicherheit der Studierenden geht.

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Dr. Peter Freytag

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