Älter werden - gesund bleiben

Interview mit Julia Scharnhorst

Wie gelingt Gesundheit im Alter? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Fachbereichsleiterin Gesundheitspsychologie im BDP, Julia Scharnhorst, bereits lange. Sie hat nun den BDP-Bericht 2016 »Älter werden – gesund bleiben« inhaltlich konzipiert und auch das Programm für den Tag der Psychologie 2015 zusammengestellt. In diesem Bericht finden interessierte Leser vorwiegend Beiträge aus der Psychologie, die sich mit dem Schwerpunkt Gesundheit beschäftigen. Er wird Mitte Oktober erscheinen und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Mit »report psychologie« sprach Julia Scharnhorst darüber, dass Psychologie nicht nur dazu beitragen kann, die psychische Gesundheit und die geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu trainieren. Psychologie bietet auch viele Erkenntnisse darüber, welcher Lebensstil und welches Gesundheitsverhalten hilfreich sind, um auch mit zunehmendem Alter körperlich fit zu sein.

Was erwartet den Leser des BDP-Berichts 2016?
Wen haben Sie als Autoren gewinnen können?

Wir haben einige der Referenten des Tags der Psychologie des vergangenen Jahres gewinnen können, wie zum Beispiel Gudrun Halbrock zum Thema »Ehrenamt im Alter«, die ihren Geburtstag im Juni in Hamburg mit 90 Kindern gefeiert hat, um auf ihre ehrenamtliche Arbeit im Bereich von Elterntrainings hinzuweisen. Sie ist ein gutes Beispiel für ein positives Altersbild, wie auch die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen Prof. Ursula Lehr, die in ihrem Beitrag dazu anregt, darüber nachzudenken, wie man alt ist. Sie enttarnt psychologische Mythen und Irrtümer über das Älterwerden. Auch Prof. Michael Falkenstein, der sich als Psychologe, Mediziner und Ingenieur damit beschäftigt, wie man trotz des Alterungsprozesses auch im Arbeitsleben aktiv und leistungsfähig bleiben kann.

Was kritisieren Sie am vorherrschenden Altersbild?

Beim Thema »Älterwerden« denken viele Menschen als Erstes an all das, was im Alter nachlässt und verloren geht: körperliche Beweglichkeit, die Sinneswahrnehmung, geistige Fähigkeiten und vieles mehr. Wir verbinden das Alter also oft mit Krankheit und Defiziten. Das führt dazu, dass viele Menschen sich mit dem Älterwerden selbst immer weniger zutrauen und gesellschaftlich oft an den Rand gedrängt werden, zum Beispiel in der Arbeitswelt. Menschen über 50 gelten hier als kaum noch vermittelbar, Fortbildung oder auch eine Rehabilitation wird für sie nicht mehr als notwendig erachtet.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in unserer aktuellen Ausgabe

Report Psychologie Oktober 2016 bestellen

Zurück