Hugo Münsterberg

Psychologie im Dienst der Wissenschaft

Hugo Münsterberg war der unbestrittene Begründer gleich mehrerer Richtungen der angewandten Psychologie. Grund genug für den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen, verdiente Persönlichkeiten des Fachs mit der Hugo-Münsterberg-Medaille auszuzeichnen. Hugo Münsterbergs Tod vor 100 Jahren ist Anlass, an sein Leben und seine angewandte Psychologie zu erinnern und einige Seiten seines Schaffens und der Wirkungsgeschichte zu zeigen. Dazu werden u.a. bislang unveröffentlichte Dokumente genutzt.


Es war ein strahlend blauer Wintermorgen, als Professor Münsterberg am 16. Dezember 1916 sein Haus verließ, um für Radcliffe-Studentinnen die Samstagsvorlesung zu den Grundzügen der Psychologie zu halten. Nach etwa der Hälfte der Vorlesung überkam ihn ein Schwächegefühl, das nicht zu übersehen war. Er wollte noch sein Auditorium beruhigen, da stürzte er zu Boden.
Unter den ca. 60 Studentinnen brach Panik aus. Einige holten den College-Arzt Dr. Jewett. Wenige Minuten später starb der bekannte Harvard-Professor an Herzversagen. Hugo Münsterberg wurde nur 53 Jahre alt. Die Zeitungen berichteten, er habe Tag und Nacht gearbeitet und sei der führende Verfechter der deutschen Interessen in den USA gewesen. Tatsächlich war Münsterberg deutscher Staatsbürger geblieben, obwohl er schon 20 Jahre an der Harvard- Universität lehrte, beachtliches Ansehen erworben hatte und mit hochgestellten Persönlichkeiten der amerikanischen
Kultur und Politik verkehrte. Die heute noch übliche Bezeichnung »Deutschamerikaner« lehnte Münsterberg für sich ab. Er trat in den USA kämpferisch für das Deutsche Reich ein, wo er konnte. Dies trug ihm nach Beginn des Ersten Weltkriegs in den USA Antipathie und Feindschaft ein.

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