US-Behörde empfiehlt Massenscreening

Erwachsene und Kinder sollen auf Depressionen getestet werden

Die oberste amerikanische Behörde für Präventionsfragen will bei allen Erwachsenen und älteren Kindern das Vorhandensein einer Depression abklären lassen. Die Empfehlung gilt nicht nur für alle Erwachsenen, sondern auch für alle Kinder ab zwölf Jahren. Bei einem auffälligen Screening-Befund soll die Diagnose in weiterführenden Abklärungen bestätigt werden und die Patienten sollen mit Antidepressiva und Psychotherapie behandelt werden.Wäre auf diese Idee ein Lobby-Verband gekommen, würde sich auch hierzulande niemand wundern, bei der aus 16 Experten bestehenden nationalen Preventive Service Task Force allerdings schon. Dieses Gremium ist eine gewichtige Stimme in der Medizin. Die Wirkung seiner Empfehlungen darf daher nicht unterschätzt werden. So leiten viele medizinische Fachgesellschaften ihre Behandlungsrichtlinien davon ab. Deren Einhaltung wird dann zum Maß einer guten und überprüfbaren medizinischen Qualität in Spitälern und Praxen. Hinzu kommt, dass in den USA die von der Task Force empfohlenen Interventionen automatisch von den Krankenkassen rückvergütet werden müssen.

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