Psychologieunterricht ohne Psychologen

Ein Plädoyer für mehr Fachlichkeit in der Erzieherausbildung

Zusammenfassung

Eine Analyse der Erzieherausbildung an sozialpädagogischen Fachschulen in Bezug auf psychologische Ausbildungsinhalte machte deutlich, dass kaum Psychologen berufsbildend berufstätig sind. Psychologische Unterrichtsinhalte an sozialpädagogischen Fachschulen werden fachfremd von Pädagogen vermittelt. Zur fehlenden Präsenz in der Ausbildung konnte eine fehlende Autorenschaft von Psychologen im aktuellen Unterrichtsmaterial festgestellt werden. Aus der langjährigen eigenen Ausbildungserfahrung wurden die negativen Effekte eines fachfremden Unterrichts in der Erzieherausbildung zusammengestellt. Zur Erhöhung der Ausbildungsqualität wird eine Vielfalt (auch) auf Seiten der Lehrkräfte an Fachschulen eingefordert.

Einleitung

Bundesweit werden gegenwärtig fast 65000 angehende Erzieherinnen und Erzieher an ca. 450 Fachschulen oder Fachakademien für Sozialpädagogik für Aufgaben in der professionellen Betreuung, Begleitung, Erziehung und Bildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Unterstützungsbedarf ausgebildet (Statistisches Bundesamt, 2016; Janssen, 2011). Die Breitbandausbildung dauert als Vollzeitqualifikation laut Fachschulverordnung (KMK, 2016) drei Jahre und erfolgt in Lernortkooperation von Fachschule (im Umfang von 2400 Stunden) und Fachpraxis (im Umfang von 1200 Stunden). Im vorliegenden Beitrag geht es um eine kritische Bestandsaufnahme zur Unterrichtssituation in der Erzieherausbildung in Bezug auf die psychologischen Ausbildungsinhalte.

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