Weit weg von Honorar-Gerechtigkeit

Chance zur besseren Versorgung psychisch Kranker vertan

Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz (2015) erteilte der Gesetzgeber den Auftrag, die Richtlinie für Psychotherapie zu überarbeiten, die Befugnisse von PP und KJP zu erweitern und Termin- Servicestellen einzurichten, alles mit dem Ziel einer verbesserten Patientenversorgung. Ein langwieriger Prozess – bis heute nicht abgeschlossen – wurde im G-BA von den KVen und Partnern des Bundesmantelvertrages in Gang gesetzt und anfangs allmählich und mit zunehmendem Näherrücken der Deadline überstürzt umgesetzt. An dieser Stelle können wir leider nur stichpunktartig eine erste Bilanz ziehen. Weitere Informationen folgen wie immer über die Medien des VPP (VPP aktuell, Homepage und Mailing-Liste).

Inwiefern ist es gelungen, die Vorgaben des VSG umzusetzen?
Die Möglichkeit für Patienten, schnell durch Psychotherapeuten gesehen und diagnostiziert zu werden, das aufrechterhaltene Erstzugangsrecht sowie die Flexibilisierung der Leistungen, insbesondere der Gruppentherapie, bewerten wir grundsätzlich positiv. Die Teilung und Reduktion der Kurzzeittherapie, die »Mogelpackung« der sogenannten Rezidivprophylaxe sowie die teilweise starren Auslegungen einiger KVen bei der Vermittlung von Akuttherapien bei fehlender Anpassung der Bedarfsplanung sowie die schlechte Vergütung der neuen Leistungen und die daraus resultierenden fehlenden Anreize bei Durchführung und Abrechnung kritisieren wir scharf. Trotz einiger Verbesserungen lässt sich deutlich sagen, dass hier eine Chance verpasst wurde, die Versorgung psychisch Kranker maßgeblich zu verbessern.

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