Qualitätsaspekte für die Nutzung von Forschungsergebnissen in der Praxis

Zusammenfassung

Empirische Forschung ist nicht nur für die wissenschaftliche, sondern auch für die praktische Arbeit von Psychologen relevant. Dieser Beitrag möchte Praktiker für Qualitätskriterien empirischer Erhebungen sensibilisieren. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Längsschnittstudien mit großen Personenstichproben, die insbesondere für den derzeit expandierenden Bildungssektor wichtige Informationsquellen darstellen. Solche Studien erfordern spezifische Maßnahmen der Qualitätssicherung und -kontrolle, die näher beleuchtet werden. Dabei beschäftigt sich der Beitrag mit verschiedenen Facetten der Qualität von Erhebungen. Im Blickpunkt stehen zunächst relevante Kriterien für die Rekrutierung und Auswahl des Erhebungspersonals sowie zentrale Aspekte von dessen Ausbildung. Anschließend werden verschiedene Methoden zur Qualitätskontrolle der Feldarbeit aufgezeigt. Die Darstellung soll eine Orientierungshilfe bei der kritischen Reflexion forschungsbasierter Fachliteratur bieten.

Einleitung

Empirische Forschung ist nicht nur für die wissenschaftliche, sondern auch für die praktische Arbeit von Psychologen von elementarer Bedeutung. Um beurteilen zu können, ob eine Studie und die daraus gewonnenen Ergebnisse sozialwissenschaftlichen respektive psychologischen Standards genügen, ist es wichtig, den gesamten Prozess der Erhebung nachzuvollziehen. Dieser Beitrag soll praktisch tätige Psychologen – insbesondere im Bildungssektor – für verschiedene Facetten sensibilisieren, die bei der Rezeption von Forschungsergebnissen zu beachten sind. Im Fokus stehen dabei insbesondere Längsschnittstudien mit großen Personenstichproben, die zunehmend auch für die psychologische Forschung relevant werden. Häufig wird auf Datensätze zurückgegriffen, die durch sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtungen erhoben und für die wissenschaftliche Nutzung bereitgestellt werden (sogenannte »Scientific-Use-Files«). Solche Erhebungen bringen Anforderungen an die Qualitätssicherung und -kontrolle mit sich, die über die Konzeption eines tragfähigen Untersuchungsdesigns und das Ermitteln statistischer Kennwerte hinausgehen. Vielmehr steht der komplexe Erhebungsprozess im Mittelpunkt der Betrachtung. Was dabei im Hinblick auf die Qualitätssicherung und -kontrolle der Datenerhebungen zu beachten ist, wird in diesem Beitrag betrachtet.

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