Digitalisierung in der Eignungsdiagnostik

Zusammenfassung
Die Digitalisierung in der Eignungsdiagnostik weist zahlreiche Spielarten auf. Sie reichen von der Anwendung von Online-Bewerbungsformularen und Online-Tests über die Analyse von Spuren im Internet bis zur computergestützten Deutung der Sprache, Mimik, Gestik und Physiognomie. Mit Ausnahme von Online-Bewerbungsformularen und Online-Tests bietet keine der neuen Technologien derzeit eine Basis für eine valide und ethisch vertretbare Eignungsdiagnostik.

Einleitung

Die Eignungsdiagnostik zählt neben der Personal- und Organisationsentwicklung zu den wichtigsten Aufgaben von Psychologinnen und Psychologen in der Personalarbeit. Mehr als 70 Prozent der Kolleginnen und Kollegen beschäftigen sich mit Fragen der Personalauswahl, der richtigen Platzierung von Beschäftigten im Unternehmen, der Beurteilung ihrer Leistung oder der Durchführung von Potenzialanalysen (Kanning, Horenburg & Schilling, in Druck). Seit Jahrzehnten kommen hierbei
auch Computer zum Einsatz, vor allem wenn es um die Durchführung von Testverfahren geht. Unter Schlagworten wie »Digitalisierung« oder »Big Data« rückt seit wenigen Jahren die computergestützte Eignungsdiagnostik mehr und mehr in den Fokus einer Diskussion, die innerhalb der Psychologie, im Personalwesen und nicht zuletzt auch in einer breiteren Öffentlichkeit geführt wird. Die Psychologie ist dabei keineswegs der Antriebsmotor. Die treibenden Kräfte sind vielmehr Unternehmen, die mit immer neuen Software-Lösungen auf einen Markt drängen, der leider von einer nur geringen eignungsdiagnostischen Fachkompetenz geprägt ist (Kanning, 2015). Es ist somit höchste Zeit, dass
die Psychologie sich aktiv einbringt und Chancen sowie Risiken der Entwicklungen aufzeigt. Der  vorliegende Artikel soll hierzu einen Beitrag leisten und dazu einladen, sich einzumischen.

Lesen Sie den gesamten Fachartikel in unserer Oktober-Ausgabe.

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