Organisation oder Ordnung – warum soll das das halbe Leben sein?

Zusammenfassung

Gewissenhaftigkeit gilt als valider Prädiktor für Berufserfolg.In der folgenden Studie konnte theoriegeleitet gezeigt werden, dass »Fleiß« (Eigeninitiative, Zielorientierung) und »Ordnung« (Organisation, Sorgfalt) im beruflichen Kontext hinreichend unabhängige und gut abgrenzbare Aspekte der Gewissenhaftigkeit sind. An insgesamt 5.729 Bewerberinnen und Bewerbern in realen Verfahren zur Personalauswahl und Potenzialerkennung wurde gezeigt, dass »Ordnung« in einzelnen Arbeitsbereichen zum Berufserfolg beiträgt, während in anderen Feldern ein neutraler oder sogar inhibitorischer Zusammenhang besteht. Schlussfolgerungen und weitere Forschungsansätze werden diskutiert.

Einleitung
Das Thema »Organisation« lässt sich auf verschiedenen Ebenen betrachten. Global kann die Organisation ein Gebilde sein, zum Beispiel ein Unternehmen oder eine Behörde. Individuell geht es zumeist um den Ausprägungsgrad, wie organisiert ein Mensch ist. Die Wurzeln dieses Ausprägungsgrades können kognitive Fähigkeiten und Persönlichkeitseigenschaften sein. Auf kognitiver Ebene ist dies etwa damit verbunden, wie gut jemand in der Lage ist, technische Hilfsmittel zu nutzen, um sich und seinen Alltag zu organisieren. Ein Beispiel hierfür ist das individuelle Durchdringen und Anwenden von »MS Outlook« oder des »Lotus Organizers«, um an dieser Stelle zwei weitverbreitete technische Unterstützungsinstrumente zu nennen. Betrachtet man die Ebene der Persönlichkeitseigenschaften, so lassen sich Organisation und Ordnung im weithin anerkannten, stabilen Persönlichkeitsmerkmal »Gewissenhaftigkeit« verorten.

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