Stärkenbasierte Interventionen in der Positiven Psychologie

Zusammenfassung
Charakterstärkenbasierte Interventionen stellen eine separate Gruppe der positiv-psychologischen Interventionen dar und erzielen positive Effekte auf das Wohlbefinden und eine Reihe von weiteren positiven Variablen. Trotz der empirischen Evidenz zu positiven Effekten sind die Wirkmechanismen, die stärkenbasierten Interventionen unterliegen, noch weitgehend unbekannt. Die Anwendung stärkenbasierter Interventionen ist in verschiedenen Bereichen möglich, wie in Schulen, am
Arbeitsplatz sowie in der Therapie und im Coaching. Abgesehen von einigen wenigen Befunden mangelt es jedoch an empirischen Studien, welche die Effekte stärkenbasierter Interventionen in einzelnen Anwendungsbereichen systematisch untersuchen. Für Stärkenforschung und -praxis ist es weiterhin essenziell, eine gemeinsame Sprache zu erarbeiten. Außerdem sollen bei der Konzeption stärkenbasierter Interventionen und dem Design der Interventionsstudien die Passung zwischen
Person und Intervention sowie weitere Einflussfaktoren der Effekte einer stärkenbasierten  Intervention berücksichtigt werden.

Einleitung
Positive Psychologie ist ein relativ junger Zweig der Psychologie, der als Ergänzung zum  »traditionellen« psychologischen Ansatz entstanden ist. Diese neue Disziplin war gemäß Seligman und Csikszentmihalyi (2000) die Antwort auf die Notwendigkeit, sich im Rahmen der Psychologie vermehrt mit menschlichen Stärken sowie dem »guten Leben« zu beschäftigen. Zentrale Forschungsgegenstände der Positiven Psychologie sind das Wohlbefi nden sowie Faktoren, die zum
Wohlbefi nden beitragen (Seligman, 2011). Die positiv-psychologische Forschung umfasst drei Ebenen: die subjektive Ebene, die positive Emotionen und Erlebnisse beinhaltet (z.B. Flow-Erlebnisse), die individuelle Ebene, wozu positive Traits wie Charakterstärken gehören, und die Gruppenebene mit Fokus auf positive Institutionen und gesellschaftliche Rituale, die den »guten Charakter« kultivieren (Seligman & Csikszentmihalyi, 2000).

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