Steiniger Weg ins Management

Geschlechtsspezifische Barrieren beim Aufstieg


Zusammenfassung

Trotz guter Bildungsabschlüsse erreichen weiterhin nur wenige Frauen Managementpositionen. Zahlreiche Aufstiegsbarrieren sind zu konstatieren: zunächst aufseiten der Frauen selbst, die zu wenig Karrieremotivation besitzen/zeigen oder für ihren Partner und die Familie zurückstecken. Doch vielen leistungs- und aufstiegsbereiten Frauen präsentieren viele Unternehmen schnell einen Realitätsschock, wenn man sie aufgrund des »unconscious bias« schlechter bewertet und sie langsamer vorankommen als gleich qualifizierte männliche Kollegen. Als Folge droht eine resignative Senkung der eigenen beruflichen Ambitionen. Aufgrund der Ursachenkomplexität ist eine Vielzahl an Handlungsmaßnahmen nötig. HR Analytics, also die fundierte Analyse von HR-Daten, beispielsweise bei Beförderungsprozessen, bietet die Chance, Problemfelder ebenso wie Effekte frühzeitig zu identifizieren.

Einleitung
Ein Fachkräftemangel wird in Deutschland seit Jahren beklagt. Die Wirtschaftsverbände wünschen sich ein Zuwanderungsgesetz, das die Arbeitsaufnahme von Nicht-EU-Ausländerinnen und -Ausländern deutlich erleichtert. In zahlreichen Regionen liegt die Arbeitslosigkeit nahe 2 %, hier ist von einer weitgehenden Vollbeschäftigung auszugehen. Die Zeiten sollten also optimal sein für engagierte und karriereorientierte Frauen. Doch während weibliche Berufstätigkeit heute nicht mehr
kritisch diskutiert wird, Frauen als Kolleginnen sehr geschätzt sind (Regnet, 2016) und die Wirtschaft ohne die weiblichen Beschäftigten schlicht zusammenbrechen würde, bietet sich beim Aufstieg ins Management ein deutlich anderes Bild: Für Führungspositionen scheinen Frauen weiterhin in vielen Bereichen schlichtweg verzichtbar zu sein.

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