Älter werden - gesund bleiben

Am 19. Oktober 2016 stellte der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) in Berlin seinen Bericht 2016 zum Thema „Gesundheit im Alter“ vor.

Altern und Alter haben allgemein keinen guten Ruf: Beim Thema „Älterwerden“ denken viele vor allem an Verlust, Krankheit und Abbau. Doch nicht zuletzt dieses negative Bild von den späten Lebensphasen ist Ursache dafür, dass sich Menschen mit zunehmendem Alter selbst weniger zutrauen und in der Folge gesellschaftlich an den Rand gedrängt werden. Bei der Präsentation des BDP-Berichts 2016 „Älter werden – gesund bleiben“ machten die anwesenden Experten deutlich: Das Alter ist nicht nur eine Zeit der Defizite, sondern auch der Ressourcen – und die gilt es zu stärken.

Alter aus verschiedensten Blickwinkeln


Im Bericht erläutern namhafte Experten, welchen Stellenwert die Psychologie in diesem Themenfeld hat und welchen Beitrag sie für ein gesundes Altern leisten kann. Thematisiert werden unter anderem die Handlungsfelder psychische und körperliche Aktivität, Mobilität, Ernährung, Arbeit und der Übergang zum Leben im Rentenalter, bürgerschaftliches Engagement als Gesundheitsfaktor, Strukturen der Gesundheitsversorgung, Konzepte bei demenziellen Erkrankungen, die Stärkung von pflegenden Angehörigen und Gestaltung einer würdevollen letzten Lebensphase.

Stärkere Einbindung psychologischer Sichtweisen


Der BDP plädiert mit seinem Bericht für eine stärkere Einbindung der psychologischen Expertise in einer alternden Gesellschaft. So erklärte BDP-Präsident Prof. Dr. Michael Krämer: „Erkenntnisse für das gesunde Altern lassen sich aus der Psychologie gewinnen. Wir zeigen auf, dass jeder im Alter noch viele Ressourcen hat und auch die Gesellschaft durch infrastrukturelle Maßnahmen und personelle Unterstützung einen Beitrag zu deren Nutzung und Erhaltung leisten muss. Wer aktiv ist und bleibt, ist auf dem guten Weg zur Gesundheit im Alter. Wer es noch nicht ist, dem kann Psychologie helfen, aktiv zu werden und seine Lebensqualität zu verbessern.“

20. Oktober 2016

Quelle: Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
Bild: © Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen


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