Biopsychologe erhält NRW-Verdienstorden

Für seine Verdienste um den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und der Türkei wurde der Biopsychologe Prof. Dr. Dr. Onur Güntürkün von der Ruhr-Universität Bochum mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft überreichte die Auszeichnung in Düsseldorf. Der Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen wird seit 1986 an Bürgerinnen und Bürger verliehen, die sich im besonderen Maße um die Allgemeinheit verdient gemacht haben. „Dem in Bochum lebenden Onur Güntürkün ist der wissenschaftliche, persönliche und gesellschaftliche Austausch mit seinem Geburtsland überaus wichtig. Seiner aktiven Vermittlung zwischen den akademischen Kulturen der Türkei und Deutschlands sind Vereinbarungen zwischen Bochum und Istanbul, aber auch mit anderen türkischen Universitäten, über gemeinsame Studienabschlüsse und Promotionen zu verdanken“, sagte die NRW-Ministerpräsidentin Kraft in ihre Laudatio.

Die Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität freut sich mit ihrem Kollegen: „Prof. Güntürkün ist ein wirklich herausragendes Mitglied unserer Fakultät. Er hat sich durch außergewöhnlichen Einsatz in Forschung und Lehre um die Psychologie an der Ruhr-Universität im Speziellen, aber auch um die Neurowissenschaften an der RUB im Allgemeinen sehr verdient gemacht“, sagte Prof. Dr. Oliver T. Wolf, Prodekan der Fakultät für Psychologie. 
Prof. Güntürkün ist international anerkannt auf dem Gebiet der Biopsychologie. Er wurde 1958 in Izmir geboren, 1964 kam er erstmals nach Deutschland, zog jedoch 1972 wieder in die Türkei, wo er 1975 das Abitur erwarb. Anschließend kehrte er nach Deutschland zurück. Von 1975 bis 1980 studierte Güntürkün Psychologie in Bochum, 1984 wurde er promoviert. Danach arbeitete er als Postdoc an der Université Pierre et Marie Curie in Paris und der University of California at San Diego. Von 1988 bis 1993 war Onur Güntürkün Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Konstanz, dort erfolgte 1991 auch seine Habilitation für Psychologie. 1993 nahm er den Ruf auf eine Professur für Biopsychologie an der Fakultät für Psychologie der Ruhr-Uni an.

29. April 2011
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft