Chronischer Stress

Neue Forschungsinitiative in Regensburg

Chronischer Stress – insbesondere chronischer psycho-sozialer Stress – ist ein hoher Risikofaktor für die Entstehung zahlreicher körperlicher und psychischer Erkrankungen. So können etwa Gelenkentzündungen, Angst- und Depressionserkrankungen oder auch eine erhöhte Anfälligkeit für Krebsleiden durch einen ungesunden und stressbelasteten Lebensstil verursacht werden. 
 Über die konkreten Zusammenhänge zwischen chronischem Stress und der Entstehung solcher Krankheiten ist allerdings wenig bekannt. Im Rahmen einer Forschungsinitiative wollen deshalb Wissenschaftler der Universität Regensburg um Prof. Dr. Inga Neumann vom Lehrstuhl für Neurobiologie die zugrundeliegenden molekularen, immunologischen und neurobiologischen Mechanismen untersuchen. Dabei wird an Tiermodellen – vor allem Mäusen und Ratten – untersucht, welche Konsequenzen chronische Stress-Belastung auf die alltägliche Stressbewältigung, auf Emotionen, auf das Immunsystem und auf die körpereigene Tagesrhythmik hat.
 Die insgesamt fünf neuen Forschungsprojekte werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft über einen Zeitraum von zunächst drei Jahren mit einer Gesamtsumme von 1,5 Millionen Euro gefördert.

27. Januar 2011
 Quelle: Informationsdienst Wissenschaft / Universität Regensburg