KKH-Allianz fördert Prävention und Früherkennung psychischer Erkrankungen

Jedem zwölften Versicherten der bundesweiten Krankenkasse KKH-Allianz wurde im vergangenen Jahr mindestens ein Antidepressivum verschrieben. Unter dem Eindruck dieser Entwicklung hat die KKH-Allianz ihren Innovationspreis 2011 für dieses Gebiet ausgeschrieben.

Vor fünf Jahren erhielt nur jeder jeder sechzehnte Versicherte ein solches Medikament. Die Krankenkasse wertet das als ein Zeichen dafür, dass depressive Erkrankungen bei Frauen und Männern immer häufiger diagnostiziert werden. „Trotz dieser Tendenz kann leider nicht davon ausgegangen werden, dass psychische Erkrankungen heute rechtzeitig erkannt und Therapien schnell und effektiv eingeleitet werden“, erklärt Vorstandschef Ingo Kailuweit. „Denn zwischen dem Auftreten der ersten psychischen Beschwerden und dem Beginn einer umfassenden psychotherapeutischen Behandlung liegen bei jedem zweiten Betroffenen mehr als fünf Jahre.“
  
 Gleich ob psychische Erkrankungen als Haupterkrankung oder begleitend auftreten: Für die Akteure im Gesundheitswesen stellen gerade deren Früherkennung und Prävention eine große Herausforderung dar. „Wir brauchen unbedingt wirkungsvolle Konzepte und Methoden, um psychische Erkrankungen schon im Vorfeld zu verhindern bzw. zu erkennen“, sagt Ingo Kailuweit. „Die Bandbreite der Forschungsfelder reicht von Angst- und Suchtstörungen in der Kindheit und Jugend über das Burnout-Syndrom im Erwerbsleben bis hin zu Demenz im Alter.“ 

18. Mai 2011
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft