Neue Studie Motivation von Lehrkräften

Die Motivation von Lehrkräften ist immer wieder Bestandteil von bildungspolitischen Diskussionen. Auch in der psychologischen und pädagogischen Forschung gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung. Eine neue Studie zur Lehrermotivation wurde an der Alpen-Adria-Universität vorgestellt.
Für die Querschnittstudie, die ein Forscherteam um die Assistenzprofessorin Dr. Barbara Hanfstingl durchführte, wurden 136 Lehrkräfte der Sekundarstufe II mittels Fragebögen befragt. Die Auswertung der Forscher zeigt, dass die so genannte berufliche intrinsische Motivation von verschiedenen Faktoren abhängt: So sind es gute Arbeitsbedingungen, die Lehrer in ihrer Kompetenz und in ihrer Autonomie unterstützen. Entsprechende Aussagen, die den Lehrkräften im Fragebogen vorgelegt wurden, waren z. B.: „An meiner Schule kann ich meinen Beruf so ausüben, wie ich es gerne tue.“ und „Meine Schule unterstützt mich dabei, meine Kompetenzen weiterzuentwickeln.“ Gleichzeitig zeigen die Antworten der Lehrkräfte, dass sie eine gute Beziehung zu den Kolleginnen und Kollegen und eine kollegiale Zusammenarbeit im Team benötigen, um motiviert zu arbeiten. 

Die Ergebnisse weisen für das Forscherteam aber auch darauf hin, dass es nicht nur die äußeren Bedingungen sind, die die befragten Lehrkräfte intrinsisch motiviert arbeiten lassen. Wie in der Studie gezeigt werden konnte, spielen bestimmte Persönlichkeitsaspekte eine große Rolle, die man in der Psychologie als Selbststeuerungskompetenzen bezeichnet. Über diese verfügen Menschen, die sich beispielsweise gut selbst motivieren und in Stresssituationen selbst beruhigen können und gerne selbstbestimmt agieren.
 Künftige Forschungsvorhaben am Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung der Alpen-Adria-Universität sollen die Zusammenhänge zwischen diesen Selbststeuerungskompetenzen und ihre Rolle für den Lehrerberuf untersuchen. 

7. April 2011
 Quelle: Informationsdienst Wissenschaft, Journal for Educational Research Online