Psychologe wird neuer Leiter des Zentrums für Türkeistudien

Der Berliner Psychologe Haci-Halil Uslucan wird neuer Leiter des Essener Zentrums für Türkeistudien und Integrationsforschung. Der aus der Türkei stammende 45-jährige ist selbst ein Migrantenkind – anders als sein Vorgänger Faruk Sen, der bereits 2008 suspendiert wurde. Gleichzeitig wird Uslucan einen Ruf auf die neu eingerichtete Professur „Moderne Türkeistudien“ an der Universität Duisburg-Essen erhalten.

Uslucan kam bereits als Kind nach Deutschland und studierte Psychologie sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Anschließend promovierte er und habilitierte zum Thema „Jugendliche Gewalt und familiale Erziehung in inter- und intrakulturellen Kontexten“. Derzeit lehrt er Pädagogische Psychologie an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg. Uslucan wurde für seine Beiträge zu den deutsch-türkischen Beziehungen bereits zwei Mal von der Körber-Stiftung ausgezeichnet. 

2009 gehörte er mit seinem Beitrag zum Thema "Erziehung in Migrantenfamilien: Entwicklungs- und erziehungspsychologische Perspektiven" zu den Autoren des BDP-Berichts „Familien in Deutschland – Beiträge aus familienpsychologischer Sicht“

18. März 2010