Sexualisierte Grenzverletzungen und Gewalt

Der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs stellt Expertise zu sexueller Gewalt an Minderjährigen mittels digitaler Medien vor.

Internet und digitale Medien bestimmen heute nicht nur das Leben Erwachsener, auch Kinder und Jugendliche nutzen die vielfältigen Möglichkeiten, und Online-Netzwerke stellen wichtige soziale Erfahrungsräume dar. Obwohl sie ihren Eltern in puncto praktischer Medienkompetenz oft überlegen sind, fehlt es ihnen nicht selten an reflexiver Medienkompetenz, was unter anderem zu sexuellen Grenzverletzungen führen kann.

Digitale Medien verändern sexuelle Gewalt


Die Expertise „Sexualisierte Grenzverletzungen und Gewalt mittels digitaler Medien“ greift dieses Problem auf und zeigt, wie sich sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch die digitalen Medien verändert hat. Auf Grundlage der aktuellen Forschung sucht sie nach Antworten auf die Fragen: Welche spezifischen Aspekte digitaler Medien sind für dieses Thema von besonderer Bedeutung? Welche Nutzungspraxen erweisen sich als besonders problematisch? Und welche Präventionsformen sollten weiter ausgebaut werden?

Wirksamerer Schutz gefordert


Ziel der vom Unabhängige Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, vorgestellten Expertise ist es, breit zu informieren, aber auch – im Dialog mit allen Verantwortlichen und Entscheidungsträgern – einen wirksameren Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt mittels digitaler Medien zu erreichen. So werden etwa eine auf Dauer angelegte Agenda für digitalen Kinder- und Jugendschutz und eine Versuchsstrafbarkeit für Cybergrooming gefordert.

24. Januar 2017

Quelle: Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs
Symbolfoto: © ponsulak – Fotolia.com


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