Resilienz

Wie entwickelt sich Resilienz, die innere Stärke eines Menschen, die hilft, mit Krisen umzugehen? Was macht resiliente Menschen aus? Und wie kann Resilienz gefördert werden?

Liebe Leserinnen und Leser,

„Die Krise ist im menschlichen Leben nicht die Ausnahme, sondern eher der Normalfall“, sagt der Jenaer Soziologe Prof. Dr. Bruno Hildebrand. Und natürlich: Kleine und große Krisen, Konflikte und Schicksalsschläge gehören zum menschlichen Leben und treffen früher oder später jeden von uns. Wir unterscheiden uns allerdings darin, wie wir in schwierigen Lebensphasen reagieren, ob wir an ihnen zerbrechen oder wachsen.

Mit Prof. Dr. Bernhard Leipold von der Universität der Bundeswehr München sprachen wir über Resilienz, die innere Widerstandskraft und Stärke eines Menschen, die hilft, mit Krisen umzugehen und sie ohne bleibende Beeinträchtigungen zu überstehen. Im Interview erklärt er, was resiliente Menschen ausmacht, wie sich Resilienz entwickelt und wie sie gefördert werden kann.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats November/Dezember interessante Literaturtipps rund um Resilienz und psychische Gesundheit. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

Auch die Print-Ausgabe von „report psychologie“ ist im November und Dezember dem Thema „Gesundheit“ gewidmet: Im Fokus steht die Gesundheitskompetenz bzw. Health Literacy.

Ausreichend körperliche und psychische Widerstandsfähigkeit wünschen

Alenka Tschischka

Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch

Online-Redaktion

P.S.: Wir freuen uns wie immer über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

5 Fragen an...

Bernhard Leipold

Wie entwickelt sich Resilienz, die innere Stärke eines Menschen, die hilft, mit Krisen umzugehen? Was macht resiliente Menschen aus? Und wie kann Resilienz gefördert werden? Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. Dr. Bernhard Leipold im Interview.

Prof. Dr. Bernhard Leipold ist Professor für Entwicklungs- und Gesundheitspsychologie an der Universität der Bundeswehr München. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit psychischer Gesundheit, Stressbewältigung und der Entwicklung von Resilienz – psychischer Widerstandskraft – im Erwachsenenalter.

Lesen Sie hier das gesamte Interview.

Literatur

Kraft in der Krise

Lebenskrisen, zum Beispiel durch eine ernsthafte Erkrankung oder durch Traumatisierung verursacht, lösen immer auch schwer beherrschbare Ängste aus. Angst blockiert jedoch unser Gehirn und verhindert so einen konstruktiven und vorwärts gerichteten Umgang mit der bedrohlichen Situation. Angstblockaden zu lösen und Betroffene wieder handlungs- und entscheidungsfähig zu machen, ist Ziel des Buches. Die beiliegende CD vertieft das Verständnis neurobiologischer Zusammenhänge bei der Angstentwicklung und Angstbewältigung.

Christa Diegelmann, Margarete Isermann
Kraft in der Krise

Ressourcen gegen die Angst
2015, 160 Seiten
ISBN 978-3-608-86031-3

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe


Bestellmöglichkeit

Resilienz im Erwachsenenalter

Resilienz ist in mehreren Fächern der Psychologie ein wichtiges Thema und auch außerhalb der Universitäten längst ein Trend. Dieses Lehrbuch stellt Konzepte und Forschungsergebnisse über Resilienz im Erwachsenenalter vor: von den Ursachen und Rahmenbedingungen bis hin zur Förderung in der späteren Berufspraxis. Die Psychologie der Lebensspanne bildet dabei den fächerübergreifenden Rahmen, der zu einem umfassenden und vertieften Verständnis psychischer Widerstandsfähigkeit beiträgt.

Bernhard Leipold
Resilienz im Erwachsenenalter

2015, 240 Seiten
ISBN 978-3-825-24451-4

Bestellmöglichkeit

Resilienz: Modelle, Fakten und Neurobiologie

Nicht nur in Studien zeigt sich immer wieder: Es gibt erstaunlich viele Menschen, denen es gelingt, schwere Schicksalsschläge zu bewältigen oder trotz widriger Umstände glücklich und erfolgreich zu leben. Sie sind resilient. Ann S. Masten, eine Pionierin auf dem Gebiet der Resilienzforschung, bezeichnet Resilienz als „ganz normales Wunder“, das sich in alltäglichen Prozessen entwickelt. In ihrem Buch fasst sie das verfügbare Wissen über Resilienz zusammen, beschreibt die wichtigsten Modelle und erläutert, was in Forschung und Praxis getan werden kann, um Resilienz zu fördern.

Ann S. Masten
Resilienz: Modelle, Fakten & Neurobiologie

Das ganz normale Wunder entschlüsselt
2016, 336 Seiten
ISBN 978-3-95571-421-5

Inhaltsverzeichnis

Bestellmöglichkeit

Resilienz und Resilienzförderung über die Lebensspanne

Das Thema Resilienz und die Förderung von Schutzfaktoren hat in den Human- und Gesundheitswissenschaften in den letzten Jahren – verbunden mit dem Paradigmenwechsel von der Defizit- zur Ressourcenorientierung bzw. von der Pathogenese zur Salutogenese – eine zunehmende Bedeutung gewonnen. Resilienz und Resilienzförderung bezieht sich dabei nicht nur auf bestimmte Altersbereiche, sondern ist ein Querschnittsthema über die gesamte Lebensspanne hinweg. In diesem Buch wird das Resilienzkonzept deshalb konkret auf unterschiedliche Entwicklungsphasen bezogen: Die Bedeutung von Resilienz und entsprechende Fördermöglichkeiten werden für die frühe und spätere Kindheit, die Adoleszenz sowie das Erwachsenen- und hohe Alter dargestellt. Studierende und Praktiker erhalten theoretische und praktische Hinweise, wie in den unterschiedlichen Lebensphasen Resilienzförderung gestaltet werden kann. Zusätzlich werden neue Felder, wie zum Beispiel resilienzfokussierte Psychotherapie, vorgestellt.

Maike Rönnau-Böse, Klaus Fröhlich-Gildhoff
Resilienz und Resilienzförderung über die Lebensspanne

2015, 230 Seiten
ISBN 978-3-170-26056-6

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe


Bestellmöglichkeit

Resilienz

Resilienz – die Stärkung der seelischen (und körperlichen) Widerstandskraft – gewinnt in Forschung und Praxis an Bedeutung. Die Autoren stellen Konzepte und aktuelle Forschungsergebnisse verständlich dar. Sie führen in relevante Themengebiete wie Prävention, Risiko- und Schutzfaktorenkonzept sowie Salutogenese ein und beschreiben Programme in Kindertageseinrichtungen und Schule, mit denen Fachkräfte die Resilienz von Kindern fördern können.

Klaus Fröhlich-Gildhoff, Maike Rönnau-Böse
Resilienz

2015, 100 Seiten
ISBN 978-3-825-24519-1

Bestellmöglichkeit

Das psychische Immunsystem

Wie es körperliche Erkrankungen und ein somatisches Immunsystem gibt, das sie abwehrt, so gibt es auch ein psychisches Immunsystem, das psychische Erkrankungen abwehrt. Dieses Immunsystem arbeitet meist implizit, ohne unser bewusstes Zutun. Die Widerstandskraft, die Stärke und Robustheit des psychischen Immunsystems bestimmt, wie gut wir gegen menschengemachte Traumata wie Terroranschläge, Krieg und Misshandlungen, aber auch gegen schicksalhafte Naturkatastrophen, tödliche Erkrankungen wie Krebs und den Tod von nahestehenden Personen geschützt sind. Die psychische Widerstandskraft ist bei jedem Menschen unterschiedlich, einige verkraften selbst schwerste traumatische Schicksalsschläge und können an ihnen wachsen und „Sinn“ gewinnen, andere zerbrechen daran. Es hat sich gezeigt, dass unter anderem Resilienz, Resistenz, die Fähigkeit, die eigenen Gefühle zu regulieren, Ressourcen zu nutzen und nicht aufzugeben, Optimismus, Selbstachtung sowie die Fähigkeit eine Krise als Chance zur Sinngebung und Persönlichkeitsentwicklung zu nutzen, entscheidend für die Immunität vor und für die Genesung von einer psychischen Erkrankung sind. Das Buch beleuchtet, was das psychische Immunsystem leistet, wie man es ankurbeln und stärken und seine Fähigkeit zur stetigen Selbstorganisation aufrechterhalten kann.

Hans Menning
Das psychische Immunsystem

Schutzschild der Seele
2015, 128 Seiten
ISBN 978-3-801-72495-5

Bestellmöglichkeit

Die Widerstandskraft der Seele steigern

Ängste, Stress, Kränkungen, Vereinsamung, Verlusterfahrungen und negative Überzeugungen über sich und die Welt reduzieren das eigene Wohlbefinden und haben sowohl auf die seelische als auch auf die körperliche Gesundheit einen großen Einfluss. Welche Kräfte und Eigenschaften kann ein Mensch mobilisieren, um sich gegenüber Herausforderungen des Lebens, schweren Krisen und schmerzhaften Verlusterfahrungen zu behaupten? Wie können die inneren Ressourcen, die Resilienz und positive Potenziale gestärkt werden, um die Gesundheit, Widerstandskräfte und das persönliche Wohlbefinden zu steigern und aufrechtzuerhalten? Das Buch will dazu ermutigen, bewusst Verantwortung für das Gelingen des Lebens zu übernehmen und aktiv zur Gesundheit beizutragen. Es zeigt anhand zahlreicher Beispiele und Übungen Wege auf, wie die inneren Widerstandskräfte gestärkt werden können. Wichtige Quellen hierfür sind eine grundsätzlich freundschaftliche Beziehung zu sich selbst, die auch die Wahrnehmung und den Umgang mit den eigenen Schwächen einschließt, die bewusste Stärkung positiver Einstellungen und Gefühle, die Erfahrung wohltuender Beziehungen und das Erleben von Sinnhaftigkeit und Bedeutung im eigenen Leben.

Gaby Gschwend
Die Widerstandskraft der Seele steigern

Wege zu innerer Stärke und mehr Wohlbefinden
2017, 107 Seiten
ISBN: 978-3-801-72768-0

Bestellmöglichkeit

Resilienz - Kompetenz der Zukunft

Resilienz widmet sich konsequent dem Gedanken, Widrigkeiten und Herausforderungen nicht zu umgehen, sondern sie zu meistern und an ihnen zu wachsen, das Gegengewicht zur zunehmenden Belastung und Geschwindigkeit in unserer Arbeitswelt und Gesellschaft. Resilient zu sein hingegen bedeutet für den Einzelnen, erfolgreich mit belastenden Lebensumständen und mit den negativen Folgen von Stress umzugehen. Die körperliche Gesundheit und genauso die emotionale, mentale und geistig-seelische Ausgeglichenheit sind und bleiben die Basis von jedweder Leistungsfähigkeit. Sylvia Kéré Wellensiek und Joachim Galuska liefern eine detaillierte Zustandsbeschreibung sowie einen differenzierten, praxisorientierten Blick nach vorne. Sie gehen ein auf die Fragen: Wo stehen wir? Und was können wir tun – als einzelner Mensch, aus wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive?

Sylvia Kéré Wellensiek, Joachim Galuska
Resilienz – Kompetenz der Zukunft

Balance halten zwischen Leistung und Gesundheit
2014, 207 Seiten
ISBN 978-3-407-36550-7

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe


Bestellmöglichkeit


Was uns antreibt und bewegt

Von Kindesbeinen an werden wir von verschiedensten inneren und äußeren Faktoren beeinflusst und angetrieben. Oft ist uns dabei nicht klar, was uns und unsere Familie wirklich bewegt. Aber nur wenn wir erkennen, was sich in unserem Inneren abspielt, können wir Entwicklungen bei uns und bei unseren Kindern tatsächlich beeinflussen und fördern. Der Entwicklungspsychologe Jürg Frick zeigt, wie wichtig Entwicklungsvorstellungen über sich und andere sind, welche Bedürfnisse, Lebensmotive und Lebensstile vorkommen, warum Kinder überhaupt groß werden möchten, welche Rolle der Schuleintritt, die Gleichaltrigen oder Ängste bei Heranwachsenden spielen, welche Schutzfaktoren (Resilienz) sowie Warnsignale für problematische Entwicklungen wir heute kennen, wie wichtig das Selbstvertrauen und das Selbstkonzept, aber auch das Neinsagen-Können für das Leben sind.

Jürg Frick
Was uns antreibt und bewegt

Entwicklung verstehen, begleiten und beeinflussen
2011, 359 Seiten
ISBN 978-3-456-84981-2

Bestellmöglichkeit


Handbuch Resilienztraining

Dieses Handbuch setzt an verschiedenen Ebenen in Unternehmen und Organisationen an: Es bietet Hintergrundwissen, Übungen und Praxisbeispiele zur Stärkung der Widerstandskraft und der Flexibilität von einzelnen Mitarbeitern, Teams und Organisationen. Viele Praxisbeispiele, klar strukturierte Trainingsstufen für persönliche und organisationale Resilienz sowie zahlreiche Übungen machen es leicht, das Training in die Praxis zu übertragen.

Sylvia Kéré Wellensiek
Handbuch Resilienztraining

Widerstandskraft und Flexibilität für Unternehmen und Mitarbeiter
2017, 400 Seiten
ISBN 978-3-407-36644-3

Bestellmöglichkeit

Bevor der Stress uns scheidet

Der häufigste Grund für das Ende einer Ehe ist heute in westlichen Industriestaaten nicht mehr der Tod, sondern die Scheidung. Obgleich viele Faktoren in einem komplexen Zusammenspiel für eine Scheidung verantwortlich sind, zeigen viele Studien, dass Stress eine herausragende Rolle spielt. Stress kann als einer der häufigsten Auslöser für Scheidungen gesehen werden. Er kann dabei sowohl für den schleichenden Zerfall verantwortlich sein als auch als punktueller Auslöser für eine Trennung fungieren. Der Paartherapeut und Psychologe Guy Bodenmann zeigt die Ursachen auf, aber bietet vor allem konkrete Hilfestellungen für Paare, die dieser Bedrohung frühzeitig oder auch in einer akuten Krisensituation begegnen möchten. Wissenschaftlich fundiert und anhand von vielen Beispielen anschaulich dargestellt bietet dieser Ratgeber echte Hilfe für ein glückliches und erfülltes Leben in Partnerschaft, Ehe und Familie.

Guy Bodenmann
Bevor der Stress uns scheidet
Resilienz in der Partnerschaft
2016, 272 Seiten
ISBN 978-3-456-85613-1

Bestellmöglichkeit

Downloads

eDossier Gesundheit und Stress

Der Begriff Burnout legte in letzter Zeit eine steile Karriere hin und schaffte es sogar bis auf den Titel eines Wirtschaftsmagazins. Die Erschöpfungsdepression als Trophäe für den modernen Helden der Arbeit? Denn ausgebrannt kann schließlich nur sein, wer sich in seinem Job übermäßig engagiert hat. Ist Burnout und Depression ein unvermeidbarer Arbeitsunfall der Moderne? Das eDossier des Fachmagazins Wirtschaftspsychologie aktuell gibt Antworten auf Fragen zu Stress und Gesundheit im Unternehmen.

Download des eDossiers

Resilienz und psychologische Schutzfaktoren im Erwachsenenalter

Die Stärkung von Schutz- und Resilienzfaktoren könnte die Wirkung von gesundheitsfördernden und präventiven Maßnahmen und auch die Fähigkeit von Menschen, sich für ein gesundheitsförderliches Lebensumfeld einzusetzen, verbessern. Ziel der Expertise der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist es, die wissenschaftliche Basis für eine solche Strategie zu verbreitern. Sie thematisiert unter anderem den Entstehungshintergrund der Schutzfaktorenforschung, den Stellenwert und die wissenschaftliche Fundierung der Konzepte, empirische Befunde zu Schutz- und Resilienzfaktoren sowie Fragen nach dem Stellenwert und Nutzen der Konzepte für die Prävention und Gesundheitsförderung.

Download der Expertise

Links

Gesundheitspsychologie im BDP

Auf der Internetseite der Sektion „Gesundheitspsychologie – Umweltpsychologie – Schriftpsychologie“ des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) finden sich neben aktuellen Nachrichten, Veranstaltungen und Veröffentlichungen auch allgemeine Informationen zum Fachbereich „Gesundheitspsychologie“.

Zur Internetseite der Sektion

Gesundheitspsychologie

Gesundheitspsychologie geht davon aus, dass Gesundheit mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit. Sie entwickelt Theorien und Modelle zur Entstehung und Aufrechterhaltung von gesundheitsbeeinträchtigenden und gesundheitsförderlichen Einstellungen und Verhaltensweisen und konstruiert Verfahren zu deren Diagnostik sowie Interventionsprogramme. Ausführliche Informationen rund um den Fachbereich finden sich auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs).

Zur Internetseite der Fachgruppe

Veranstaltungen

6. März 2017

Seminar "Resilienzförderung und CIPBS - Ein integratives Verfahren zur schonenden Traumatherapie mit Kindern und Jugendlichen", Berlin

Die Resilienzforschung zeigt auf, wie Kinder und Jugendliche auch unter schwierigen Bedingungen und bei unsicherer Bindung gedeihen können. Im Workshop werden Handlungsmöglichkeiten zur Resilienzstärkung und Potenzialentfaltung reflektiert und in praktischen Übungen angewandt. Der CIPBS-Workshop greift verschiedene bereits bestehende Therapiekonzepte (EMDR, Maltherapie, KIP) auf und fügt sie unter dem Titel „Conflict Imagination, Painting and Bilateral Stimulation“ (CIPBS) zu einem schonenden ressourcenorientierten Therapieverfahren zusammen. Dieses Konzept bewährt sich in der Arbeit mit schwer belasteten Kindern und Jugendlichen. In der Praxis zeigen sich gute Erfolge bei posttraumatischen Belastungsstörungen, Angststörungen, Essstörungen, aber auch bei Patienten mit psychosomatischen Beschwerden wie Übelkeit oder Bauchschmerzen.

Informationen zur Veranstaltung

24. April bis 3. Oktober 2017

Curriculum TRUST-Resilienz-Training, Berlin

TRUST ist ursprünglich als psychotherapeutischer Behandlungsansatz in der Arbeit mit traumatisierten Menschen entstanden und steht als Abkürzung auch für: „Techniken Ressourcenfokussierter Und Symbolhafter Traumabearbeitung“. Inzwischen ist jedoch die Wortbedeutung von TRUST (= Vertrauen) wichtiger. Es ist das Vertrauen in die Entwicklungsfähigkeit der individuellen Potentiale und die Wertschätzung der jeweils eigenen Erfahrungswege. Neueste Studien betonen, wie bedeutsam dabei nicht nur individuelle, sondern besonders auch kulturelle Erfahrungshintergründe für das Erleben von Resilienz sind. Die Konzepte Salutogenese, Resilienz und Positive Psychologie bilden das theoretische Fundament von TRUST. Bewährte resilienzstärkende Interventionen und neu entwickelte Tools beinhalten besonders auch die kreative Arbeit mit Imaginationen, Kognitionen, Symbolen, Ritualen, Metaphern und auch körperbezogenen Techniken.

Informationen zur Veranstaltung

28. August 2017

Seminar "Kraft in der Krise - Resilienzstärkung mit kreativen Interventionen in der Traumatherapie und Psychoonkologie", Berlin

Ein Trauma und auch eine Krebserkrankung bringen unweigerlich das Erleben von Angst mit sich. Im Angstmodus ist jedoch unser Gehirn blockiert, wir können nicht oder nur eingeschränkt auf unsere individuellen Erfahrungsschätze und die damit verbundene Problemlösekompetenz zugreifen. Es werden Ich-Zustände (Ego-States) aktiviert, die mit dem Erleben von Hoffnungslosigkeit, Ohnmacht und fehlender Selbstwirksamkeit einhergehen. Daher sollte ein elementares Ziel neben der medizinischen Behandlung die Entängstigung sein, um ein „arbeitsfähiges Gehirn“ für die Bewältigung der unterschiedlichen Anforderungen im Umgang mit einer existentiell bedrohlichen Lebenssituation zur Verfügung zu haben. Im Workshop werden vielfältige ressourcenorientierte Verfahren und kreative Vorgehensweisen theoretisch eingebettet, praxisnah vermittelt und konkret erlebbar gemacht. Dabei wird besonders auch auf Aspekte der Selbstfürsorge und Burnout-Prophylaxe im Berufsalltag eingegangen.

Informationen zur Veranstaltung