Arzt-Patient-Kommunikation

Das Gespräch zwischen Arzt und Patient hat entscheidenden Einfluss auf den Therapieerfolg. Was macht ein gutes Gespräch zwischen Arzt und Patient aus und welche Bedingungen müssen dafür gegeben sein?

Liebe Leserinnen und Leser,

das Gespräch zwischen Arzt und Patient hat entscheidenden Einfluss auf den Therapieerfolg. Doch so wie eine gelungene Kommunikation dem Patienten die Angst nehmen und einen heilsamen Effekt haben kann, kann ein Gespräch – durch mitunter unbedacht dahingesagte Sätze oder Zeitmangel – auch zu Verunsicherung und Unverständnis führen. Daher ist es wichtig, Ärzte dafür zu sensibilisieren, wie ihre Patienten das von ihnen Gesprochene verstehen und welche Konsequenzen dies haben kann. Es kommt letztendlich nicht nur darauf an, was der Arzt seinem Patienten sagt, sondern auch, wie er es sagt.

Prof. Dr. Rainer Bromme ist Professor für Pädagogische Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Im Interview geht er auf die Bedeutung des Gesprächs zwischen Arzt und Patient für den Therapieerfolg ein sowie auf die Frage, was ein gutes Gespräch ausmacht und welche Bedingungen dafür gegeben sein sollten.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats April interessante Literaturtipps zur Arzt-Patient-Kommunikation sowie interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps.

Auch die Print-Ausgabe von „report psychologie“ beschäftigt sich im April mit Gesundheitsthemen: Im Fokus stehen die Psychoonkologie, die neuen S3-Leitinien sowie die Problematik des Übergangs von der klinischen in die ambulante Versorgung.

Einen gesunden April mit möglichst wenigen Arztbesuchen wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion


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Foto © Vic / flickr.com unter CC BY 2.0

5 Fragen an...

Rainer Bromme

Welche Bedeutung hat die Arzt-Patient-Kommunikation für den Therapieerfolg? Was zeichnet ein gelungenes Gespräch aus? Und welche Rahmenbedingungen sollten dafür gegeben sein. Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. Dr. Rainer Bromme im Interview.

Prof. Dr. Rainer Bromme ist Professor für pädagogische Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit Expertise und der Kommunikation zwischen Experten und Laien sowie dem (Natur-)Wissenschaftsverständnis in der Öffentlichkeit.

Lesen Sie hier das gesamte Interview

Literatur

Kommunikation

Dieses Buch mit Beiträgen von Psychologen, Medien- und Wirtschaftswissenschaftlern bietet im ersten Teil einen ausführlichen Überblick über die theoretischen Grundlagen der verbalen und nonverbalen Kommunikation zwischen Personen und Gruppen, in Face-to-Face-Interaktionen und in unterschiedlichen Medien. Der zweite Teil ist anwendungsorientiert und behandelt Kommunikation detailliert in verschiedenen Praxisfeldern: im gesellschaftlichen Kontext, in der Nutzung und Wirkung neuer Medien, in der Wirtschaftspraxis und in der psychosozialen Beratungspraxis.

Mathias Blanz, Arnd Florack, Ursula Piontkowski (Hrsg.)
Kommunikation
Eine interdisziplinäre Einführung
2013, 292 Seiten
ISBN 978-3-17-021992-2


Inhaltsverzeichnis

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Das Patientengespräch


Der Erfolg einer ärztlichen Behandlung ist von vielen Faktoren abhängig. Der erste Schritt für eine glückliche Gesundung ist dabei meist das Gespräch zwischen Arzt und Patient. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die dem Arzt effektives Arbeiten oftmals erschweren, setzen diesem jedoch Grenzen. Umso wichtiger ist es, das Patientengespräch als Instrument „ärztlicher Kunst“ näher zu beleuchten und damit die Anforderungen und Erwartungen von Arzt und Patient darzustellen.
Anhand einer kleinen explorativen Befragung unter Ärzten und Patienten sowie eigener Erfahrungen macht Lothar Schäffner das Arzt-Patienten-Verhältnis, wie es sich für ihn heute darstellt, kenntlich. Die zentralen Anforderungen des Patienten an den Arzt, die sich neben der Fachkompetenz auch auf der Beziehungsebene ergeben, sowie die Bedeutung der Mitverantwortung des Patienten werden deutlich. Erfahrenen und angehenden Ärzten werden so Ratschläge für eine zielgerichtete Arbeit im ärztlichen Alltag gegeben.

Lothar Schäffner
Das Patientengespräch
Wege zur besseren Kommunikation zwischen Arzt und Patient
2012, 128 Seiten
ISBN 978-3-8309-2731-0


Inhaltsverzeichnis

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Der schwierige Patient


Der schwierige Patient – jeder Psychologe, Arzt und Therapeut kennt ihn. Doch es gibt ihn nicht. Der schwierige Patient ist im Wesentlichen ein Interaktionsphänomen, das Achtsamkeit erfordert. Die Bedeutung der Person, der Motive, der Verhaltensweisen und der situativen Rahmenbedingungen des Patienten und des Helfers an diesem Interaktionsphänomen werden aufgezeigt. Ein Selbstsupervisionsfragebogen hilft Verstrickungen zu erkennen und aufzulösen. Hilfreich sind viele Übungen, Arbeitsblätter und weitere Zusatzmaterialien zum Download.

Gert Kowarowsky
Der schwierige Patient
Kommunikation und Patienteninteraktion im Praxisalltag
2011, 204 Seiten
ISBN 978-3-17-021571-9


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Kommunikation mit Patienten in der Chirurgie


Ein chirurgischer Eingriff stellt neben der Herausforderung für Ärzte auch eine besondere Herausforderung für Patienten dar. Sie sehen sich einer schwer einzuschätzenden neuen Situation gegenübergestellt, sorgen sich um ihre körperliche Unversehrtheit und stellen sich eine Fülle von Fragen. Nicht selten fühlen sie sich dem, was auf sie zukommt, hilflos ausgeliefert. Dem aufklärenden, verständnisvollen und Orientierung gebenden Gespräch zwischen Arzt und Patient kommt eine immer größere Bedeutung zu. Eine gelingende Kommunikation mit Patienten will daher ebenso gelernt sein wie der geschickte Umgang mit dem Skalpell. Mit Facettenvielfalt, in der Praxis bewährten Empfehlungen für den chirurgischen Alltag und mit dem Appell, in der Kommunikation neue Wege zu gehen, leistet dieses Buch einen wichtigen Beitrag zu mehr Klarheit, Sicherheit, Zufriedenheit und auch Menschlichkeit in der mitunter wegen ihrer hohen Anonymität gefürchteten Krankenhauswelt.

Peter-Michael Hax, Thomas Hax-Schoppenhorst (Hrsg.)
Kommunikation mit Patienten in der Chirurgie
Praxisempfehlungen für Ärzte aller operativen Fächer
2011, 276 Seiten
ISBN 978-3-17-021613-6


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Die Arzt-Patient-Beziehung in der modernen Medizin


Die Beziehung zwischen Arzt und Patient ist die Basis für jedes ärztliche Handeln. Medizinisch wirksame Effekte der Medikamentenbehandlung und anderer Maßnahmen stehen in engem Zusammenhang mit kognitiven und emotionalen Faktoren der Interaktion zwischen Arzt und Patient. Die Beiträge dieses Bandes fragen danach, wie ein guter Arzt sein muss, und beleuchten die vielfältigen Facetten der Beziehung zum Patienten: etwa die Interaktionsprozesse auf der Gehirnebene, die Bedeutung der Placeboreaktion für die Erwartungshaltung des Patienten an den Arzt, das Geschehen während psychotherapeutischer Behandlungen oder die Besonderheiten beim ärztlichen Kontakt mit Migranten. Berichte von Krankenschwestern, Physiotherapeuten und Ernährungsberatern thematisieren die jeweils eigene Sicht ihrer Beziehung zum Patienten und geben wertvolle Erfahrungen weiter.

Hans-Christian Deter (Hrsg.)
Die Arzt-Patient-Beziehung in der modernen Medizin
Die Kunst der Beziehungsgestaltung in der ärztlichen Heilkunde
2010, 344 Seiten
ISBN 978-3-525-40168-2


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Kursbuch ärztliche Kommunikation


Mit einem Arztbesuch sind Erwartungen, aber auch Ängste verbunden. Gerade in schwierigen Gesprächssituationen legen Patienten jedes Wort auf die Goldwaage. Verständnisschwierigkeiten führen zu mangelnder Therapietreue und kosten Zeit und Geld. Der Schlüssel zur besseren Compliance liegt im Gespräch: durch einfühlsame und zielführende Kommunikation. Das Kursbuch hat sich in zahlreichen Kommunikationstrainings bewährt. Die 2. Auflage orientiert sich noch stärker an den tatsächlichen Gesprächssituationen im Berufsalltag und vermittelt erprobte Techniken der Gesprächsführung.

Axel Schweickhardt, Kurt Fritzsche
Kursbuch ärztliche Kommunikation
Grundlagen und Fallbeispiele aus Klinik und Praxis
2009, 290 Seiten
ISBN 978-3-7691-3412-4


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Patientengespräche besser gestalten


Kranke Menschen reagieren auf bestimmte Worte mit einem veränderten Bewusstsein. Alles wird ich-bezogen interpretiert, ohne dass die gewohnten Bewältigungsstrategien genutzt würden. Auch erfahrene professionelle Helfer nehmen solche „Nocebos“ oft nicht wahr. In der Kommunikation mit dem Kranken formulieren sie Sätze, die eigentlich gut gemeint sind, von der kranken Person aber missverstanden oder sogar als beunruhigend aufgefasst werden. Klaus Hüllemann zeigt, wie man mit Worten, Verhalten, Gestik und Mimik Sicherheit und Hoffnung vermittelt, ohne die Ernsthaftigkeit einer Krankheit zu bagatellisieren. Praxisnahe Beispiele demonstrieren, wie ungünstige Formulierungen vermieden werden und sich das Notwendige besser formulieren lässt. Die Beispiele decken ein breites Feld ab – Kardiologie, Frauenheilkunde, Psychoonkologie, Nephrologie, Kinder- und Jugendpsychotherapie, Neurologie, Pharmakologie – und lassen sich leicht auf weitere Bereiche übertragen.

Klaus-Diethart Hüllemann
Patientengespräche besser gestalten
Gebrauchsanleitungen für helfende Kommunikation
2013, 124 Seiten
ISBN 978-3-89670-868-7


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Wie geht's uns denn?


Ärzte führen im Laufe ihres Berufslebens etwa 200.000 Gespräche mit ihren Patienten. Das Gespräch ist somit eines der wichtigsten „Arbeitsmittel“. Je besser Ärzte mit ihrer Kommunikation auf ihre Patienten eingehen können und sich in sie hineinversetzen, umso leichter können sie Fachwissen vermitteln und umso größer ist der Therapieerfolg.
Der Autor zeigt konkrete Wege auf, wie ärztliche Gespräche effektiver gestaltet werden können und zielsicher zum angestrebten Ergebnis gelangen. Anschaulich und spannend beschreibt er die Kommunikationsmöglichkeiten auf Seiten des Arztes in Verbindung mit einem neuen, von ihm entwickelten Kommunikationsmodell.

Thomas M. H. Bergner
Wie geht's uns denn?
Ärztliche Kommunikation optimieren
2009, 246 Seiten
ISBN 978-3-7945-2717-5


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Medizin und Mitgefühl


Die moderne Medizin ist reich an wissenschaftlichen, technischen Leistungen, aber arm an menschlichen, kommunikativen Beziehungen. Immer mehr Menschen klagen über ein gefühlloses, inhumanes Medizinsystem, das auf ihre subjektiven seelischen Bedürfnisse keine Rücksicht nimmt und dem die Sprache des Leids fremd geworden ist. Was den Patienten an kommunikativer Zuwendung vorenthalten wird, fällt auf die Ärzte selbst zurück: Sie werden zunehmend zu Leidenden an ihrer Profession, fühlen sich innerlich leer und ausgebrannt und nicht wenige würden ihren Beruf kein zweites Mal wählen. In "Medizin und Mitgefühl" geht der Autor dem vielschichtigen Zusammenhang von Kommunikation und Heilen nach. Sein Buch ist ein leidenschaftliches und zugleich wissenschaftlich fundiertes Plädoyer für eine neue medizinische Kommunikationskultur. Es macht deutlich: Kommunikation ist eine zentrale, unverzichtbare Dimension ärztlicher Heilkunst.

Maximilian Gottschlich
Medizin und Mitgefühl
Die heilsame Kraft empathischer Kommunikation
2007, 343 Seiten
ISBN 978-3-205-77672-7


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Macht im Kommunikationsgefälle


Das Gespräch des Patienten mit seinem Arzt ist so brisant wie nur noch wenige andere Situationen, zum Beispiel vor Gericht und in der Verwaltung: Aufgrund der klaren Verteilung von Wissen und Unkenntnis, von Status und Abhängigkeit wird Macht ausgespielt und Ohnmacht entlarvt sich. Die Erfahrung belegt: Das Ziel eines gleichrangigen Sprachgebrauchs wird meist nicht erreicht. Hier setzt der Autor an, indem er die in der Arzt-Patienten-Begegnung auftretenden Ungleichheiten aufdeckt. Dabei geht der Autor nicht allein davon aus, dass hier nur Kompetenzunterschiede im medizinischen Wissen Schwierigkeiten bereiten, sondern er ergänzt diese Tatsache mit der Kategorie „Macht“: Diese manifestiert sich in einem teilweise bewussten Einsatz von Sprechweise und Fachsprache, um aus Arzt-Sicht konkrete Ziele durchzusetzen. Hier gewinnt die linguistische Untersuchung auch soziologische und psychagogische sowie ethisch-moralische Dimensionen. Dabei wird Neuland erschlossen, das der Verbesserung der Kommunikation zwischen Arzt und Patient dient.

Tim Peters
Macht im Kommunikationsgefälle
Der Arzt und sein Patient
2008, 212 Seiten
ISBN 978-3-86596-181-5


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Emotionspsychologie im Krankenhaus


Dieses Sachbuch verfolgt das Ziel, dem Leser zu ermöglichen, trotz Zeitnot und Budgetierung der Gesundheitskosten neue Ressourcen für eine menschliche und medizinisch erfolgreiche Behandlung zu gewinnen – egal, ob er als Patient, Pfleger oder Arzt daran beteiligt ist. Im Rückblick auf seine Erfahrungen als Medizinprofessor und Klinikleiter hat der Autor in seinem „Leitfaden“ für Ärzte, Pfleger und Patienten zusammengetragen, was emotional im Klinikalltag passiert und was jeder Beteiligte im und am Krankenbett dabei mehr oder weniger bewusst zu Lebenqualität und Heilungserfolg beitragen kann und beiträgt. Anschaulich und praxistauglich erläutert Seidel, wie emotions- und motivationspsychologische Wirkungen von Kommunikation und Entscheidungen eine heilsame menschliche Medizin im Krankenhaus ermöglichen.

Wolfgang Seidel
Emotionspsychologie im Krankenhaus
Ein Leitfaden zur Überlebenskunst für Ärzte, Pflegende und Patienten
2009, 290 Seiten
ISBN 978-3-8274-2033-6


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Bessere Ärzte, bessere Patienten, bessere Medizin


Entgegen der allgemeinen Annahme besteht das Hauptproblem bei der gerechten Verteilung von Gesundheitsleistungen nicht in einem Mangel an Geldmitteln, sondern es fehlt an Wissen – sowohl auf der Seite der Ärzte als auch der Patienten. Die Autoren zeigen auf, dass viele Ärzte und die meisten Patienten die verfügbaren Informationen zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten nicht verstehen. Besonders in dem zentralen Thema der Risiko-Nutzen-Relationen von medizinischen Untersuchungen oder Behandlungen sind viele Ärzte wahre „Risiko-Analphabeten“. Dieses fehlende Verständnis ist besonders fatal, da das Marketing für Untersuchungs- und Behandlungsverfahren genau diesen Umstand ausnutzt und sich häufig auf irreführende Statistiken stützt.
Die Autoren dieses Werkes beleuchten auch die Ursachen dieser Entwicklungen: Zum einen werden die Schwerpunkte in der medizinischen Forschung von der Industrie selbst gesetzt, während die Ausbildung der Ärzte oft nicht ausreicht, wissenschaftliche Ergebnisse einzuordnen. Hinzu kommen Interessenskonflikte, die zu irreführender Berichterstattung in medizinischen Zeitschriften, in Patientenbroschüren und den Medien führen. Und schließlich fühlen sich viele Ärzte aus Angst vor dem Patienten als möglichem Kläger zu defensiver Medizin genötigt und führen unnötige Untersuchungen durch oder verschreiben Medikamente, die dem Patienten am Ende mehr schaden als nutzen.
Doch es geht den Autoren nicht darum, einzelne Industriezweige, Politiker oder Ärzte an den Pranger zu stellen. Stattdessen analysieren sie ein System, das nicht immer das bestmögliche Ergebnis für den Patienten zum Ziel hat - und zeigen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Gerd Gigerenzer, J. A. Muir Gray (Hrsg.)
Bessere Ärzte, bessere Patienten, bessere Medizin
Aufbruch in ein transparentes Gesundheitswesen
2013, 402 Seiten
ISBN: 978-3-941468-82-5


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Das sieht aber gar nicht gut aus


Für den Arzt ist der Umgang mit Kranken Alltag. Für Patienten ist es hingegen immer ein Ausnahmezustand, wenn sie zum Arzt oder in die Klinik müssen. Patienten sind beim Arzt hoch konzentriert und achten auf jede Geste und jede Äußerung. Ein Stirnrunzeln, eine gehobene Augenbraue, eine unachtsame Bemerkung können eine Welt zusammenbrechen lassen und die Chance auf Heilung oder Genesung zum Teil dramatisch mindern. Der Arzt bekommt davon meist gar nichts mit. Die wenigsten Ärzte sind bösartig, aber manche doch ziemlich gedankenlos in ihren Äußerungen. Sie ahnen nicht, wie sich ein nebenbei dahingesagter Satz auf Patienten auswirken kann. Der Patient bleibt mit seinen Ängsten und Irritationen allein zurück.
Die Nocebo-Forschung, aber auch Untersuchungen zur Arzt-Patienten-Kommunikation haben gezeigt, dass sich die Heilung verzögert und die Prognose verschlechtert, wenn Ärzte sich ungeschickt verhalten und Patienten im Gespräch vor den Kopf stoßen.
Dieses Buch versammelt, thematisch sortiert, 99 Sätze, die wir aus Patientensicht von Ärzten nie mehr hören wollen. Werner Bartens zeigt, was der Arzt eigentlich meint und was der Patient stattdessen hört. Ein Plädoyer für eine richtige Wahrnehmung der Kranken durch die behandelnden Ärzte und für eine bessere Kommunikation zwischen Doktor und Patient.


Werner Bartens
Das sieht aber gar nicht gut aus
Was wir von Ärzten nie wieder hören wollen
2013, 160 Seiten
ISBN 978-3-570-55232-2


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Downloads

Heilsame Kommunikation zwischen Arzt und Patient


Das Gespräch zwischen Arzt und Patient hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Therapieerfolg. Dies gilt insbesondere bei schweren Erkrankungen wie beispielsweise Krebs. Annette Rexrodt von Fircks erläutert in dieser Broschüre anhand praktischer Beispiele, dass es manchmal nur Kleinigkeiten sind, die aus Patientensicht über Erfolg und Misserfolg eines Gespräches entscheiden und wie gelungene Kommunikation eine spürbar heilsame Wirkung entfalten kann.

Download der Broschüre


Dr. Google – geschätzter Kollege?


Immer mehr Patienten nutzen das Internet, um sich über medizinische Themen zu informieren. Vor dem Hintergrund des Shared-Decision-Making (SDM) kann dieser Trend als Chance im Sinne der Sicherung der für eine Entscheidung notwendigen Informationsgrundlage begriffen werden. Dem stehen aber auch die Risiken der Aneignung fehlerhafter Vorstellungen über Krankheitsbilder und ihrer Therapie gegenüber. In ihrem Artikel „Dr. Google – geschätzer Kollege?“ gehen PD Dr. Marc Stadtler, Prof. Dr. Rainer Bromme und Susanne Kettler auf die Rolle des Internets in der Arzt-Patient-Interaktion ein.

Download des Artikels


Patienten und Ärzte als Partner


Wenn ein Mensch krank wird, benötigt er eine Reihe von Mitmenschen, die ihn dabei unterstützen, wieder gesund zu werden. Um diesem gemeinsamen Ziel möglichst nahe zu kommen, ist es erforderlich, dass alle Beteiligten möglichst effektiv zusammenarbeiten. Der Ratgeber „Patienten und Ärzte als Partner“ ist Teil der Broschüren-Serie der Deutschen Krebshilfe. Er soll dabei helfen, dass die Betreuung während des Krankheitsverlaufs zu einem echten Gemeinschaftsprojekt wird. Deshalb richtet er sich auch an alle, die dazu gehören: an die Betroffenen, die Angehörigen, Ärzte und sonstige Mitglieder des Teams.

Download der Broschüre


Links

Harding Zentrum für Risikokompetenz


Es ist ein grundlegendes Problem in der Medizin, dass eine große Zahl von Ärzten ebenso wie die meisten Patienten die ihnen verfügbaren Informationen zur Diagnostik und Therapie von Krankheiten nicht angemessen verstehen. Auf den Seiten des Harding Zentrums für Risikokompetenz finden Sie verschiedene Beiträge sowie Literaturtipps zum Verständnis von Zahlen und Statistiken in der Medizin.

Zum Harding Zentrum für Risikokompetenz

Veranstaltungen

17. und 18. Mai 2014

Seminar „Motivierende Gesprächsführung“, Lübeck


Motivierende Gesprächsführung (MG) ist ein klientenzentrierter, direktiver Interventionsansatz zur Erhöhung der Eigenmotivation zur Änderung problematischer Verhaltensweisen. Die evidenzbasierte Methode gehört seit geraumer Zeit zu den Schlüsselqualifikationen in der Arbeit mit Suchtpatienten und konnte in den vergangenen Jahren ihre Wirksamkeit auch für verschiedene andere problematische Verhaltensweisen belegen. Zu den Grundprinzipien der MG gehört Empathie, durch die Ansätze zur Motivationsbildung gefunden und Gegenreaktionen vermieden werden können. Das Entwickeln von Diskrepanz zwischen dem gegenwärtigen Verhalten und den Zielen der betroffenen Person gilt als weiteres Grundprinzip. Widerstand wird verstanden als Hinweis darauf, dass die Intervention der Berater nicht zur Änderungsbereitschaft der Klienten gepasst hat. Bestimmte Methoden erlauben es, mit dem Widerstand konstruktiv umzugehen. Weiterhin ist es entscheidend, die Selbstwirksamkeit zu fördern. Diese vier Grundprinzipien der MG werden ergänzt durch vier Techniken (Fragen stellen, aktives Zuhören, Bestätigen, Zusammenfassen) sowie Strategien, die geeignet sind, Motivation zu fördern und ein Gespräch zielorientiert zu strukturieren.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-)Psychotherapeuten, Berater, Ärzte sowie Studierende der Psychologie, die kurz vor dem Abschluss stehen.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung


25. bis 28. September 2014

Jahrestagung der Fachgruppe Klinische Psychologie in der Rehabilitation des BDP, Erkner


Vom 25. bis 28. September 2014 lädt die Fachgruppe Klinische Psychologie in der Rehabilitation des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) zu ihrer 33. Jahrestagung nach Erkner. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Optimierung der Rehabilitation – Beiträge der Psychologie".

Zur Website der Fachgruppe

10. und 11. Oktober 2014

Seminar „Körpersprache: Die Macht des non-verbalen Ausdrucks“, Bonn


Gerade Menschen in hochqualifizierten Berufen sind gewohnt, sich fachlich zu qualifizieren und ihre Schwerpunkte auf Inhalte zu legen. Dabei wird oft übersehen, dass ab der ersten Sekunde der Begegnung zwischen Menschen Kommunikation stattfindet: „Man kann nicht nicht kommunizieren“ (P. Watzlawick). Die Körpersprache übernimmt dabei die wichtigste Rolle. Erst wenn Körpersprache, Stimme und Rhetorik perfekt aufeinander abgestimmt sind, überzeugen wir durch Authentizität. In Coaching und Beratung entscheiden bereits der erste Blickkontakt und Handschlag über das Gelingen der Beziehung und somit auch über den Erfolg des Coaching-Prozesses. Ziel des Seminars ist es, die eigene Körpersprache zu analysieren und gekonnt einzusetzen sowie die Körpersprache von Klienten richtig zu deuten. Das Seminar thematisiert Grundlagen der Wahrnehmung und die Bedeutung der Spiegelneuronen. Beispiele aus dem Berufsalltag werden in Rollenspielen dargestellt und mit der Kamera begleitet.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-)Psychotherapeuten, Coaches und Berater, Interessenten aus anderen Berufsgruppen sowie Studierende der Psychologie, die kurz vor dem Abschluss stehen.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung