Der Traum Familie

Liebe und Fürsorge, Belastung und Stress: Die Geburt von Kindern bedeutet für ein Paar die Übernahme neuer Pflichten, das Ausfüllen neuer Rollen und eine neue Dimension von Abhängigkeit und Sorge in der Partnerschaft. Welche Erwartungen, Hoffnungen und Ängste verbinden junge Paare heute mit einer Familiengründung? Inwiefern sind diese realistisch? Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen junge Eltern?

Liebe Leserinnen und Leser,

die Geburt von Kindern bedeutet für viele den definitiven Beginn des Erwachsenenalters – und für das betroffene Paar die Übernahme neuer Pflichten, das Ausfüllen neuer Rollen und eine neue Dimension von Abhängigkeit und Sorge in der Partnerschaft. Unser Bild von romantischer Liebe, von Partnerschaft, Ehe und Familie hat sich sehr verändert. Und mit ihm auch die Rollenauffassungen in der Familie, die Vorstellungen von Zusammenleben und der Erziehung. Gewandelt hat sich zudem der „Wert“ von Kindern – nach dem Prinzip „mein Haus, mein Auto, mein Wunderkind“.
Im Thema des Monats September beschäftigt sich report-psychologie.de mit der Sehnsucht nach Familie und dem damit verbundenen Schwanken zwischen Hoffnungen und Ängsten, zwischen Liebe und Fürsorge, Belastung und Stress. Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke ist Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Mainz. Im Interview geht sie darauf ein, welche Erwartungen junge Paare heute mit einer Familiengründung verbinden und inwiefern diese realistisch sind. Zudem beschreibt sie die besonderen Herausforderungen, vor denen junge Eltern heute stehen.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats September interessante Literaturtipps rund um das Thema Familie: unter anderem zu ihrem heutigen Bild in der Gesellschaft, zu Partnerschaft und Fertilität sowie zur Psychologie der Familie. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

Auch die Print-Ausgabe „report psychologie“ beschäftigt sich im September mit dem Thema Familie: Im Fachartikel „Problemfeld: Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ geht Professor Dr. Klaus Schneewind der Frage nach, welchen Beitrag die Betroffenen selbst bezüglich dieser Problematik leisten können.

Immer ausreichend Zeit für die Familie wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion


P.S.: Wir freuen uns über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

 


Foto © Pierre Bédat / flickr.com unter CC BY 2.0

 

5 Fragen an...

Inge Seiffge-Krenke

Welche Erwartungen, Hoffnungen und Ängste verbinden junge Paare heute mit einer Familiengründung? Inwiefern sind diese realistisch? Vor welchen besonderen Herausforderungen stehen junge Eltern? Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke im Interview.

Prof. Dr. Inge Seiffge-Krenke lehrt und forscht seit 1997 als Professorin für Entwicklungspsychologie an der Universität Mainz. Ihre Forschungsschwerpunkte sind unter anderem die Entwicklung romantischer Beziehungen sowie Beruf und Partnerschaft im jungen Erwachsenenalter und die Eltern-Kind-Beziehung.

Lesen Sie hier das gesamte Interview


Literatur

Familie – nein danke?!


Was ist Familie und wie hat sich unser Verständnis von Familie verändert? Um Hilfen für Familien entwickeln zu können, müssen Therapeuten, Berater und Pädagogen das, was sie jeden Tag erleben, in einem größeren Kontext sehen und verstehen können.
Dieses Buch vereint familiensoziologische und entwicklungspsychologische Perspektiven: Was hat sich gesellschaftlich getan und wie wirkt dies in das individuelle „Familienglück“ hinein? Historisch haben sich massive Veränderungen in den Erziehungsprinzipien mit einer Erosion elterlicher Macht und einer Zunahme von psychologischer Kontrolle vollzogen. Die Veränderungen in typischen Übergängen (Heirat, Elternschaft, Auszug aus dem Elternhaus) sind durch strukturellen Wandel und eine enorme Bedeutung des Wertes von Kindern belastet.
Die Beziehungen der Familienmitglieder zueinander verändern sich im Lebenslauf, zugleich beeinträchtigen gesellschaftliche Bedingungen wie die Erfordernis beruflicher Mobilität und zunehmende Arbeitslosigkeit diesen familiären Entwicklungsprozess enorm, ohne dass ausreichende Hilfestellungen von gesellschaftlicher Seite gegeben werden. Vor besonderen Herausforderungen stehen Familien im Trennungsprozess, Alleinerziehende und Patchworkfamilien sowie Familien mit einem anderen kulturellen Hintergrund. Dieses Buch trägt dazu bei, die aktuelle Lage der Familien zu verstehen, um Hilfestellungen für Familien in schwierigen Situationen anbieten zu können.

Inge Seiffge-Krenke, Norbert F. Schneider
Familie – nein danke?!

Familienglück zwischen neuen Freiheiten und alten Pflichten
2012, 235 Seiten
ISBN 978-3-525-40182-8

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe


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Handbuch Familie


Das Handbuch Familie repräsentiert den theoretischen und empirischen Stand der Familienforschung. Aus interdisziplinärer Sicht wird ein systematischer Überblick über theoretische Ansätze und systematische Felder der Familienforschung gegeben. Integriert sind aktuelle Erkenntnisse aus Soziologie und Psychologie, Jugend- und Familienrecht, Sozialpädagogik, Philosophie und Geschichte sowie aus der sozialen Ungleichheitsforschung. Die Erziehungs- und Bildungswissenschaft bildet dabei die zentrale Bezugsdisziplin, mit der das Feld Familie theoretisch und empirisch differenziert nach spezifischen Themenbereichen vorgestellt wird. Über 40 Wissenschaftler, die die einzelnen Themenfelder anerkannt vertreten, geben einen differenzierten Einblick für Studierende, Lehrende, Forschende und professionelle Praktiker der Erziehungs- und Sozialwissenschaft sowie der Psychologie.

Jutta Ecarius (Hrsg.)
Handbuch Familie
2007, 704 Seiten
ISBN 978-3-531-90675-1

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Familienpsychologie


Neben einer Einführung in den Gegenstandsbereich und die Aufgabenfelder der Familienpsychologie enthält die dritte Auflage der „Familienpsychologie“ eine inhaltliche Aktualisierung und Erweiterung zu folgenden Themenbereichen: zu Indikatoren und Auswirkungen des Wandels familiärer Lebensformen, zu familientheoretischen Ansätzen und ihren Anwendungen auf Fragestellungen der psychologischen Forschung und Praxis, zu Prozessen und Befunden familialer Erziehung und Sozialisation, zu Vorgehensweisen der Familiendiagnostik und -evaluation sowie zur Auswertung von Familiendaten, zu familialer Intervention (Prävention, Familienberatung und -therapie) zur Stärkung von Familienbeziehungen und Lösung familialer Probleme.

Klaus A. Schneewind
Familienpsychologie
2009, 404 Seiten
ISBN 9783170182141

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Basiswissen Familienpsychologie


Das Buch behandelt die Psychologie der Familie von der Partnerwahl bis zur Trennung und Scheidung, von der ersten Liebe bis zur Folgepartnerschaft, von der Geburt der Kinder bis zum Sterben der Eltern. Das Hauptanliegen besteht darin, dass der Leser Paar- und Familienbeziehungen rund um Liebe, Sorge und Fürsorge versteht und das erworbene Wissen für die eigene professionelle oder private Praxis nutzen kann.
Wer mit Familien arbeitet, erhält hier kompakt, verständlich und praxisnah die notwendigen Grundlagen. Der theoretische Ansatz ist mehrdimensional: das Individuelle und die Gefühle, das System und der Kontext sowie die Mehrgenerationenperspektive.
Das Buch zeigt, wie Familien heute aus psychologischer Sicht wirklich sind und stellt ihre Entwicklungen, Themen, Probleme, Stärken und Besonderheiten vor: von der traditionellen und partnerschaftlichen Familie über Alleinerziehende und Zweitfamilien bis zu Migrationsfamilien. Ferner gewährt es Einblicke in besondere Themen wie die Psychologie der Partnerwahl, den Übergang von der Partnerschaft zur Elternschaft, die Bedeutung der Geschwisterbeziehungen, die Hintergründe und Folgen von Liebesaffären oder die Generationenbeziehungen im Alter.

Wolfgang Hantel-Quitmann
Basiswissen Familienpsychologie
Familien verstehen und helfen
2013, 320 Seiten
ISBN 978-3-608-94726-7

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Familie, Bindungen und Fürsorge


In der Familie werden nicht nur die Grundlagen des Humanvermögens einer Gesellschaft geschaffen, sondern auch die Basis lebenslanger Generationensolidarität und der Bereitschaft, Fürsorge für andere zu tragen.
Im Rahmen dieses Buches werden Regionen wie Europa, Japan, China, Afrika, Vorderasien und die Vereinigten Staaten von Amerika auf die dort erkennbaren Entwicklungen von Familie, familiären Lebensformen und den Lebensbedingungen von Kindern hin untersucht.
Fachleute aller Kontinente erläutern, wie Fürsorglichkeit vor allem zwischen den Generationen möglich ist, wie Bindungen und Beziehungen außerhalb des Marktes gewährleistet werden, wie familiale Fürsorgeleistungen gesichert werden und wie die betrachteten Länder ihre spezifischen Probleme der älter werdenden Gesellschaft lösen.

Hans Bertram, Nancy Ehlert (Hrsg.)
Familie, Bindungen und Fürsorge
Familiärer Wandel in einer vielfältigen Moderne
2011, 746 Seiten
ISBN 978-3-86649-447-3


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Paare werden Eltern


Das Buch stellt die Ergebnisse einer mehrjährigen und umfassenden psychologischen Längsschnittstudie zum Übergang in die Elternschaft dar. Hierzu wurden 175 Paare von der Schwangerschaft bis drei Jahre nach der Geburt ihres Kindes untersucht. Anhand der Ergebnisse wird aufgezeigt, welche Bedingungen die Anpassung an die Elternrolle erleichtern und mit welchen Strategien es gelingt, auch als Elternpaar eine glückliche Partnerschaft zu leben. Die Autoren vereinen wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Ratschläge sowie Anregungen für eine bessere Familienpolitik in einer verständlichen Darstellung.


Wassilios E. Fthenakis, Bernhard Kalicki, Gabriele Peitz
Paare werden Eltern
Die Ergebnisse der LBS-Familien-Studie
2002, 559 Seiten
ISBN 978-3-322-99554-4

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Fertilität und Partnerschaft


Was bewegt Paare zur Entscheidung für oder gegen ein (weiteres) Kind? Yve Stöbel-Richter analysiert die Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschland hinsichtlich der Entwicklung der Geburtenziffern und Familiengründung auf individueller Ebene. Dazu werden Daten der über 20 Jahre laufenden Sächsischen Längsschnittstudie ausgewertet und der Prozess der Familiengründung nachgezeichnet. Der Auswertungsfokus liegt auf den Erhebungswellen aus den Jahren 1994 bis 2006. Darüber hinaus wird die Rolle der DDR-spezifischen Sozialisation in Auseinandersetzung mit den veränderten gesellschaftlichen Gegebenheiten und in Bezug auf die Entscheidung für oder gegen ein Kind analysiert. Die Auswertungen lassen auf eine starke Familienorientierung der Teilnehmer schließen, sie zeigen aber auch eine Ambivalenz, welche durch die Konkurrenz emotionaler Aspekte und finanzieller sowie struktureller Einschränkungen charakterisiert werden kann.

Yve Stöbel-Richter
Fertilität und Partnerschaft
Eine Längsschnittstudie zu Familienbildungsprozessen über 20 Jahre
2010, 304 Seiten
ISBN 9783837920260

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Ein Leben ohne Kinder


Trotz der offensichtlichen sozialpolitischen Relevanz und großen medialen Aufmerksamkeit des Phänomens Kinderlosigkeit sind das Ausmaß, die Ursachen und die Konsequenzen der Kinderlosigkeit in Deutschland bislang unzureichend untersucht worden, mit der Folge, dass in öffentlichen Debatten häufig unkritische und irreführende Diagnosen über Kinderlosigkeit erstellt werden. Das Ziel des Bandes besteht vor diesem Hintergrund darin, das Phänomen der Kinderlosigkeit in Deutschland analytisch differenziert zu durchdringen und belastbare Daten und Ergebnisse über das Ausmaß und die Struktur, die Ursachen und Folgen von Kinderlosigkeit zu präsentieren. Die vorliegende zweite Auflage ist grundlegend aktualisiert und erweitert worden.

Dirk Konietzka, Michaela Kreyenfeld (Hrsg.)
Ein Leben ohne Kinder
Ausmaß, Strukturen und Ursachen von Kinderlosigkeit
2013, 408 Seiten
ISBN 978-3-531-18355-8

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Zeit für Beziehungen?


Beziehungen brauchen Zeit, damit in Partnerschaften, Familien und sozialen Netzen emotionale Bindungen, Vertrauen und wechselseitige Fürsorge entstehen können.
Massive Umbrüche in der Arbeitswelt mit Tendenzen zur Entgrenzung und Entstandardisierung von Erwerbsarbeit haben auch die Koordinaten der familialen Lebensführung erheblich verschoben. Dieser Prozess geht einher mit einer steigenden Müttererwerbstätigkeit, der Aufweichung der klassischen Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, der Differenzierung familialer Lebensformen und wachsenden Anforderungen aus der Arbeitswelt. Es entstehen für alle Beteiligten Zeitnot, Zeitlücken, Zeitstress und vielfältige Zeitkonflikte. Allerdings entstehen auch entwertete Zeiträume insbesondere für erwerbslose Familien.
Die Publikation thematisiert die Problematik wie auch Chancen familialer Alltags- und Lebenszeit aus den unterschiedlichen Perspektiven der Familienmitglieder sowie unter Rückgriff auf aktuelle Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen. Darüber hinaus werden auch Konzepte und relevante Erfahrungen von gesellschaftlichen, betrieblichen und kommunalen Akteuren aufgenommen, die an diversen Schnittstellen im öffentlichen Raum sowie zwischen Familien- und Arbeitswelt innovative zeitsensible Arrangements zwischen Arbeit und Leben als lokale Zeitpolitik entwerfen und umsetzen.

Martina Heitkötter, Karin Jurczyk, Andreas Lange, Uta Meier-Gräwe (Hrsg.)
Zeit für Beziehungen?
Zeit und Zeitpolitik für Familien
2009, 434 Seiten
ISBN 978-3-86649-187-8

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Familie trotz Doppelkarriere


Heute leben bereits zehn Prozent aller Akademiker-Paare in einer Situation, in der beide, also Frau wie Mann, eine Karriere verfolgen und doch nicht auf Kinder verzichten wollen. Wie ist das aber nun in einer Gesellschaft zu realisieren, in der viele Paare noch in traditionellen Beziehungsformen leben und vor allem immer noch zu wenige Möglichkeiten der Betreuung von Kindern und Jugendlichen vorhanden sind? Dieses Buch möchte Anregungen geben, wie solche Paare durch Coaching zu unterstützen sind. Dabei handelt es sich um Life-Coaching, bei dem der ganze Mensch mit seinem Beruf und mit seiner Familie zur Sprache kommt. Der Coach erhält in dem Buch Hinweise, welche Besonderheiten Familien und besonders Doppelkarriere-Familien heute aufweisen. Und er kann erfahren, wie Doppelkarriere-Familien gelingen können.

Astrid Schreyögg
Familie trotz Doppelkarriere
Vom Dual Career zum Dual Care Couple
2013, 216 Seiten
ISBN 978-3-658-01675-3

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Familien in Deutschland


Was können Psychologen durch die Erkenntnisse der Familienpsychologie für unsere Gesellschaft leisten, bezogen auf ein gelingendes Aufwachsen von Kindern in den unterschiedlichsten Familienformen und bezogen auf die in diesen Familien lebenden Erwachsenen und ihre deren Gesundheit? Diese Fragen behandelt der Band der Reihe „Psychologie – Gesellschaft – Politik“, den der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) im Jahr 2009 zum Thema „Familien in Deutschland – Beiträge aus familienpsychologischer Sicht“ vorgelegt hat. Herausgeber des Berichtes ist Prof. Klaus A. Schneewind.

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) (Hrsg.)
Familien in Deutschland
Beiträge aus familienpsychologischer Sicht
2009, 80 Seiten
ISBN 978-3-931589-89-9

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Familienformen im sozialen Wandel


Das Buch zeigt für West- und Ostdeutschland und für die Länder der Europäischen Union vergleichend auf, dass der Anteil der Bevölkerung, der nach konventionellen Mustern lebt, stark rückläufig ist und im Zuge eines allgemeinen gesellschaftlichen Modernisierungsprozesses die Zahl derer ansteigt, die nicht-traditionale Lebens- und Beziehungsformen praktizieren. Informationen der amtlichen Statistik werden ergänzt durch Ergebnisse empirischer Untersuchungen, die die Selbstwahrnehmung der Befragten in den Mittelpunkt stellen und differenzierte Einblicke in die komplexen Beziehungskonstellationen erlauben.

Rüdiger Peuckert
Familienformen im sozialen Wandel
2012, 786 Seiten
ISBN 978-3-531-19031-0

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Familie(n) heute


Was definiert Familie(n) heute? Konstellationen der Familie verändern und erweitern sich – gibt es Universalien oder eher Diversifizierung, gar Auflösung? Dieser Band zeigt aktuelle Entwicklungen und die Vielfalt familialer Lebensformen und bietet sozialgeschichtliche Überblicke. Er greift familien- sowie paarsoziologische Diskurse und Kontroversen auf und informiert über Familienrealitäten, Geschlechterverhältnisse, Leitbildwandel und Alltagspraxen in Familie und Paar.
Themen sind unter anderem: Familienideal und Familienrealität, prekäre Lebenslagen, Gleichheit und Differenz in der Familie, Wandel der Geschlechterverhältnisse und Familienmilieus, gleichgeschlechtliche Familien und die Zukunft der Familie.

Dorothea Krüger, Holger Herma, Anja Schierbaum (Hrsg.)
Familie(n) heute
Entwicklungen, Kontroversen, Prognosen
2013, 416 Seiten
ISBN 978-3-7799-2835-5

Inhaltsverzeichnis

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Familie im Umbruch


Die Studie untersucht sozioökonomische und demographische Indikatoren, individuelle Einstellungen und institutionelle Rahmenbedingungen hinsichtlich ihres Einflusses auf die Wahl des Familienmodells. Mittels eines Multi-Methoden-Designs wird analysiert, ob die häufig postulierte Erosion des traditionellen Ernährermodells tatsächlich stattgefunden hat und inwieweit sich alternative Modelle zur Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienleben durchsetzen. Dabei wird aufgezeigt, welche Faktoren die Entscheidung für beziehungsweise gegen ein Familienmodell bestimmen. Zudem wird offen gelegt, wie sich staatliches Handeln aus Sicht der Betroffenen auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf auswirkt. Am Ende stehen Antworten auf die derzeit in Politik, Wissenschaft und Medien viel diskutierte Frage, welche politischen Maßnahmen hinsichtlich der Ablösung des traditionellen Familienernährermodells hemmend oder aber förderlich sind.

Jutta Träger
Familie im Umbruch
Quantitative und qualitative Befunde zur Wahl von Familienmodellen
2009, 224 Seiten
ISBN 978-3-531-91362-9

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Zusammenbleiben


Das Leben als Paar besteht nicht aus einer Kette überraschend aneinandergereihter Höhepunkte. Es findet – ob Fluch oder Segen – in normalen und (oft allzu sehr) geregelten Bahnen statt. Während die meisten Ehepaare je einzeln an ihrer Karriere arbeiten, die freie Zeit ihrer Kinder sinnvoll zu füllen versuchen und als Verbraucher auf ein optimales Preis-Leistungsverhältnis achten, lassen sie ihre Beziehung im Strudel des hektischen Alltags treiben. So kann es sein, dass beide mit der Zeit den Eindruck gewinnen, vom jeweils andern nicht das zu bekommen, was ihr oder ihm, wie sie glauben, zusteht. Also lässt sich jedes dritte Ehepaar scheiden, oder man trennt sich. Muss das sein? Nein, durchaus nicht, findet der Autor: Es lohnt sich in den meisten Fällen, für das Zusammenbleiben zu kämpfen. Mit überzeugenden Argumenten und vielen Beispielen der Praxis, führt er vor Augen, dass die meisten Paarbeziehungen zu retten sind: Gegen fehlende Zeit füreinander, gegen einseitige „Verbraucherhaltung" und falsch verstandene Ansprüche aneinander können Paare mit Engagement, gutem Willen und Kreativität etwas tun. Oft lässt sich so der Gang zum Scheidungsrichter vermeiden.

William J. Doherty
Zusammenbleiben
2003, 277 Seiten
ISBN 978-3-456-84039-0

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Familienkonferenz


Positive Kommunikation und gewaltfreie Konfliktlösung sind die Basis von Thomas Gordons Erziehungsklassiker, der sich seit über 40 Jahren international millionenfach bewährt. Mit Hilfe von konkreten Fallbeispielen zu allen wesentlichen Erziehungsfragen deckt er die häufigsten Ursachen für Konflikte zwischen Eltern und Kindern auf und schafft Verständnis für einander. Egal ob Kleinkind oder Teenager, Gordons alltagstaugliche Tipps und Erziehungstechniken wie „aktives Zuhören“, „Ich-Botschaften“ und „Konfliktlösung ohne Niederlage“ bieten effektive Lösungswege und helfen, ein gesundes familiäres Umfeld für jedes Kind zu schaffen.

Thomas Gordon
Familienkonferenz
Die Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind
2012, 384 Seiten
ISBN 978-3-453-60232-8

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Familien in Deutschland: Beiträge aus familienpsychologischer Sicht


Was können Psychologen durch die Erkenntnisse der Familienpsychologie für unsere Gesellschaft leisten, bezogen auf ein gelingendes Aufwachsen von Kindern in den unterschiedlichsten Familienformen und bezogen auf die in diesen Familien lebenden Erwachsenen und deren Gesundheit? Diese Frage behandelt der Band „Familien in Deutschland – Beiträge aus familienpsychologischer Sicht“ der Reihe „Psychologie – Gesellschaft – Politik“ des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP).

2009
80 Seiten
ISBN 978-3-931589-89-9

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Übergang zur Elternschaft


Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Ergebnisse der LBS-Familien-Studie, die sich mit den Veränderungen und der Entwicklung junger Familien nach der Geburt eines Kindes befasste. Ziel war es, Aufschluss darüber zu gewinnen, unter welchen Bedingungen sich die Partner gut in die Elternrolle einfinden, wie Beeinträchtigungen der Partnerschaftsbeziehung abgewendet werden können und unter welchen Voraussetzungen die Anpassung an die neue Situation gelingt.

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Das Timing der Familiengründung


In der Zeitschrift „beziehungsweise“ veröffentlichten PD Dr. Waltraud Cornelißen, Claudia Zerle-Elsäßer und Dr. Walter Bien vom Deutschen Jugendinstitut einen Artikel zum „Timing der Familiengründung“ und dessen Folgen für Familien.

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Experiment Familie


Diese Ausgabe des Bulletins des Deutschen Jugendinstituts beschäftigt sich mit Themen rund um die Familie: unter anderem mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Geschlechtergerechtigkeit in der Familie, dem Ende der Versorger-Ehe und der neuen Rolle der Väter.

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Report Altersdaten: Familie und Partnerschaft im Alter


Die Beziehungen in der Familie sind die längsten und prägendsten in unserem Leben und in der Regel begleiten sie uns ein Leben lang. Im Verlauf der Jahrzehnte gehören wir unterschiedlichen Familiengenerationen an und auch die Partnerschaften verändern sich mit dem Älterwerden. Wie sich diese Entwicklungen in Zahlen der amtlichen Statistik und des Deutschen Alterssurveys (DEAS) widerspiegeln, ist Gegenstand des neuen Reports Altersdaten des Deutschen Zentrums für Altersfragen.

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Links

Familie und Familienpolitik


Auf den Seiten der Abteilung „Familie und Familienpolitik“ des Deutschen Jugendinstituts (DJI) finden sich neben Informationen zur Abteilung selbst und den unterschiedlichen Fachgruppen auch Berichte zu aktuellen und abgeschlossenen Projekten und deren Ergebnissen sowie weiterführende Links zu entsprechenden Veröffentlichungen des DJI und anderen Instituten, die sich ebenfalls den Familienwissenschaften widmen.

Zur Website

Familienmediation


Unter familiären und Sorgerechtsstreitigkeiten leiden alle Beteiligten und besonders oft gerade diejenigen, die geschützt werden sollen: die Kinder. Familienmediation bietet eine Chance, Lösungen zu finden und Vereinbarungen zu treffen, die alle Konfliktparteien als gerecht empfinden können. Im Thema des Monats März 2013 gibt report-psychologie.de einen Einblick in dieses interessante Tätigkeitsfeld.

Zum Thema des Monats

Veranstaltungen

24. bis 29. März 2014

Eskalierte Elternkonflikte – Personzentrierte Beratung bei hoch strittigen Trennungen im Interesse des Kindes, Berlin


Berater und Therapeuten geraten immer wieder in das Konfliktfeld streitender Eltern, aber auch zwischen die Fronten der Erwartungen von Eltern, Jugendämtern und Gerichten. Oft ist es schwer, die innere Distanz zu wahren. Die in hochstrittigen Fällen zu beobachtenden Verletzungen lassen nur wenig Raum für das notwendige einfühlende Verstehen der Eltern. Das Ziel, das Kind wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit zu holen, scheint weit entfernt.
Der Personzentrierte Ansatz wird in diesem Kompaktseminar in seiner praktischen Relevanz für die Beratungsarbeit bei hochstrittigen Trennungsprozessen anwendbar gemacht. Dabei wird der berufsspezifische Hintergrund der Teilnehmer berücksichtigt.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, psychotherapeutisch tätige Ärzte, Mitarbeiter von Beratungsstellen, Krisendiensten oder Jugendämtern, mit Leitungsaufgaben in Kinder- und Jugendeinrichtungen.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

28. und 29. März 2014

Symposion Frühförderung 2014, München


Unter dem Titel „40 Jahre Frühförderung – 40 Jahre Familienförderung“ beschäftigt sich das Münchner Symposion Frühförderung 2014 der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern an der Ludwig-Maximilians-Universität unter anderem mit der Familienrealität heute, den Bedürfnissen von Familien sowie Familien mit Migrationshintergrund.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

Weiterbildungsmaster „Familienpsychologie“ an der Psychologischen Hochschule Berlin


Erst- und einmalig in Deutschland gibt es ab dem Wintersemester 2013/14 an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) in Kooperation mit der Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP) eine integrative Ausbildung in „Familienpsychologie“ und „Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ (Tiefenpsychologische Fundierung).
Ziel der Familienpsychologie ist es, zu einem befriedigenden Leben möglichst aller Familienmitglieder innerhalb und außerhalb der Familie beizutragen. Zudem bieten familienpsychologisches Wissen und familienbezogene Interventionskompetenzen in Form von Prävention, Beratung oder Therapie hilfreiche Ressourcen für die psychotherapeutische Behandlung von Kindern und Jugendlichen.

Informationen zur Weiterbildung