Frauenquote

Liebe Leserinnen und Leser,

die aktuelle Ausgabe von Report Psychologie widmet sich im Fachwissenschaftlichen Teil dem Thema, wie Quotenregelungen zur Besetzung von Führungspositionen aus eignungsdiagnostischer Sicht zu bewerten sind. In unserer Online-Rubrik „Thema des Monats“ nähern wir uns dem Thema Frauenquote ganz grundsätzlich. Brauchen wir sie? Wie sollte sie aussehen? Reicht die Quote? Sind die Strukturen, für die passende Führungskräfte gesucht und hauptsächlich unter Männern gefunden werden, nicht in Frage zu stellen?

Auf diese und andere Fragen haben wir Antwort gesucht im Gespräch mit Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm. Darüber hinaus haben wir für Sie Literaturhinweise und interessante Links zum Thema „Frauenquote“ zusammengestellt.

Christa Schaffmann
Chefredakteurin

P.S. Wir freuen uns immer über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“! Schreiben Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

Frauenquote

Liebe Leserinnen und Leser,

die aktuelle Ausgabe von Report Psychologie widmet sich im Fachwissenschaftlichen Teil dem Thema, wie Quotenregelungen zur Besetzung von Führungspositionen aus eignungsdiagnostischer Sicht zu bewerten sind. In unserer Online-Rubrik „Thema des Monats“ nähern wir uns dem Thema Frauenquote ganz grundsätzlich. Brauchen wir sie? Wie sollte sie aussehen? Reicht die Quote? Sind die Strukturen, für die passende Führungskräfte gesucht und hauptsächlich unter Männern gefunden werden, nicht in Frage zu stellen?

Auf diese und andere Fragen haben wir Antwort gesucht im Gespräch mit Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm. Darüber hinaus haben wir für Sie Literaturhinweise und interessante Links zum Thema „Frauenquote“ zusammengestellt.

Christa Schaffmann
Chefredakteurin

P.S. Wir freuen uns immer über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“! Schreiben Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag@psychologenverlag.de

5 Fragen an...
Literatur


 5 Fragen an Prof. Dr. Andrea Abele-Brehm

Andrea Abele-Brehm ist Sozialpsychologin. Sie hat einen Lehrstuhl an der Universität Erlangen-Nürnberg inne und beschäftigt sich seit langer Zeit mit Karrierepsychologie unter geschlechtsvergleichender Perspektive. Unter anderem führt sie seit 1995 eine Langzeitstudie zur beruflichen und privaten Entwicklung von Universitätsabsolventinnen und -absolventen durch. Sie hat zur Thematik zahlreiche Beiträge veröffentlicht.

Lesen Sie hier das gesamte Interview als PDF


Bascha Mika
Die Feigheit der Frauen. Rollenfallen und Geiselmentalität. Eine Streitschrift wider den Selbstbetrug
2011, 256 Seiten
ISBN: 978-3-570-10070-7

  Die Feigheit der Frauen

Bascha Mika streitet gegen den weiblichen Selbstbetrug. Die Autorin fordert von sich und anderen Frauen den Mut, dem selbstgewählten Rückfall in alte Rollenmuster zu widerstehen. Ein kontroverses Debattenbuch, das markant Position bezieht.

Bestellmöglichkeit

Andrea Abele-Brehm, Helmut Neunzert & Renate Tobies
Traumjob Mathematik! Berufswege von Frauen und Männern in der Mathematik
2004, 192 Seiten
ISBN-10: 3764367490

Traumjob Mathematik! Berufswege von Frauen und Männern in der Mathematik

Wie gelangten und gelangen Frauen und Männer in den mathematischen Beruf und warum erreichen noch immer nur wenige Mathematikerinnen Spitzenpositionen? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinsichtlich Leistungsniveau, Interessen und Berufsabsichten gibt es bei Frauen und Männern? Wie steht es mit den Klischees, die sich um das Thema "Frau und Mathematik" ranken? Im Rahmen eines interdisziplinären Projekts wurden erstmals historische und aktuelle Berufswege in der Mathematik vergleichend untersucht und neue Erkenntnisse zur Geschlechter- und Berufslaufbahnforschung gewonnen.

Bestellmöglichkeit

Andrea Abele-Brehm
Ein Modell und empirische Befunde zur beruflichen Laufbahnentwicklung unter besonderer Berücksichtigung des Geschlechtsvergleichs
2002, Psychologische Rundschau, Volume 53, Number 3, S.109-118
ISSN-L 0033-3042

Ein Modell und empirische Befunde zu beruflicher Laufbahnentwicklung unter besonderer Berücksichtigung des Geschlechtervergleichs

Der Beitrag stellt ein integratives theoretisches Modell zur Beruflichen Laufbahnentwicklung vor (BELA-M), das sich mit der Prognose mehr oder weniger erfolgreicher beruflicher Laufbahnprozesse im Kontext allgemeiner Lebensplanungen und unter besonderer Berücksichtigung des Geschlechtsvergleichs beschäftigt. Es besteht aus zwei Teilmodellen, dem Modell der Lebensplanung in Beruf und Privatleben und dem Modell des doppelten Einflusses von Geschlecht auf berufsbezogene Prozesse. Der theoretische Kontext des Modells wird erläutert, die Prädiktorvariablen werden expliziert und als zentrale Kriteriumsvariablen werden objektive und subjektive Parameter des Berufserfolgs, Lebenszufriedenheit und Wohlbefinden benannt. Exemplarisch abgeleitete Hypothesen werden anhand von Daten unserer Längsschnittstudien demonstriert, und Forschungsperspektiven werden aufgezeigt.

Bestellmöglichkeit


Gertrud Höhler
Das Ende der Schonzeit
2008, 288 Seiten
ISBN-13: 9783430200509

Das Ende der Schonzeit

Die Autorin Gertrud Höhler hat ihrem Buch den Untertitel „Alphafrauen an die Macht“ gegeben. Sie will mit ihrem Buch Freude an Macht stimulieren durch Reflexion der eigenen Kompetenzen. Sie fordert die Leserin zur Selbstverantwortung heraus und zeigt zugleich Handwerkszeuge und Strategien.

Bestellmöglichkeit


Susan Pinker
Das Geschlechter-Paradox
2008, 448 Seiten
ISBN: 978-3-421-04361-0

Das Geschlechter-Paradox

Warum sind es die „schwierigen Jungs“, die später beeindruckende Karrieren machen, während die vielversprechenden Mädchen immer noch selten auf die Chefsessel gelangen? Susan Pinker zeigt, dass sich Mädchen und Jungs von klein auf unterschiedlich entwickeln und was das für ihre Lebensentscheidungen bedeutet. Dabei stellt sie einige lieb gewonnene Annahmen in Frage und macht klar, dass Männer und Frauen nicht das Gleiche wollen – weder am Arbeitsplatz noch im Leben.

Bestellmöglichkeit


Andrea Abele-Brehm & Mahena Stief
Die Prognose des Berufserfolgs von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Befunde zur ersten und zweiten Erhebung der Erlanger Längsschnittstudie BELA-E
2004, Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie A&O, Volume 48, Number 1
ISSN-l 0932-4089

Die Prognose des Berufserfolgs von Hochschulabsolventinnen und –absolventen. Befunde zur ersten und zweiten Erhebung der Erlanger Längsschnittstudie BELA-E.

Die Arbeit berichtet über Ergebnisse einer Längsschnittstudie mit Hochschulabsolventinnen und -absolventen eines sehr breiten Fächerspektrums. Thema der Studie sind die Prognose des Berufserfolgs durch psychologische Variablen und der Geschlechtsvergleich. Die Befunde zeigen, dass gemäß den theoretischen Annahmen Einstellungen, Interessen, Selbstkonzept und Studienleistungen berufsbezogene Erwartungen und Ziele beeinflussen. Der mehr oder weniger erfolgreiche Berufseintritt wird über objektive und subjektive Indikatoren erfasst. Obwohl Frauen in den relevanten psychologischen Parametern keine Unterschiede zu Männern aufweisen, steigen sie weniger erfolgreich in den Beruf ein. Die subjektive Erfolgseinschätzung wird ebenfalls durch berufliche Selbstwirksamkeitserwartungen, die Studiendauer und durch Ziele, nicht jedoch durch das Geschlecht beeinflusst.

Bestellmöglichkeit


Andrea Abele-Brehm
Ziele. Selbstkonzept und Work-Life-Balance bei der längerfristigen Lebensgestaltung
2005, Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie, Volume 49, Number 4, Seiten 176-186
ISSN-L 0932-4089

Ziele. Selbstkonzept und Work-Life-Balance bei der längerfristigen Lebensgestaltung

Work-Life-Balance wird unter der Perspektive längerfristiger Gestaltung von Berufstätigkeit und Privatleben betrachtet. An einer Stichprobe von Akademikerinnen und Akademikern wird längsschnittlich untersucht, ob das geschlechtsrollenbezogene Selbstkonzept (Expressivität und Instrumentalität) und im Alter von 27 bzw. 29 Jahren erhobene persönliche Ziele (Kinderwunsch, Kinderbetreuungswunsch, Ziele zu Work-Life-Balance) vorhersagen können, ob die Befragten im Alter von 34 Jahren Eltern sein werden, wie sie die Kinderbetreuung regeln werden und wie die Erwerbstätigkeit von Müttern und Vätern gestaltet sein wird.

Bestellmöglichkeit


Andreas Maercker (Hrsg.)
Posttraumatische Belastungsstörungen
2009, 522 Seiten, ISBN 978-3-540-88488-0

The dual impact of gender and the influence of timing of parenthood in men’s and women’s career development

This study investigated the impact of gender, the gender-related self-concept (agency and communion), and the timing of parenthood on objective career success of 1.015 highly educated professionals. Hypotheses derived from a dual-impact model of gender and career-related processes were tested in a 5-wave longitudinal study over a time span of 10 years starting with participants’ career entry. In line with our hypotheses we found that the communal component of the gender self-concept had an impact on parenthood, and the agentic component influenced work hours and objective career success (salary, status) of both women and men. Parenthood had a negative direct influence on women’s work hours and a negative indirect influence on women’s objective career success. Women who had their first child around career entry were relatively least successful over the observation period. Men’s career success was independent of parenthood. Sixty-five percent of variance in women’s career success and 33% of variance in men’s career success was explained by the factors analyzed here. Mothers with partners working full time reduced their work hours more than mothers with partners not working full time. A test for a possible reverse influence of career success on the decision to become a parent revealed no effect for men and equivocal effects for women. We conclude that the transition to parenthood still is a crucial factor for women’s career development both from an external gender perspective (expectations, gender roles) and from an internal perspective (gender-related self-concept).

Zum Artikel