Interkulturelles Training

Mit zunehmender Internationalisierung und Globalisierung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gewinnt interkulturelle Handlungskompetenz – besonders auch in der Arbeitswelt – immer stärker an Bedeutung.

Liebe Leserinnen und Leser,

in einer Zeit der Internationalisierung und Globalisierung, die sich durch alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens zieht, erlangt die Fähigkeit, mit Menschen anderer Kulturen erfolgreich zu kommunizieren, eine immer größer werdende Bedeutung. Privat, aber auch beruflich, ist es wichtig zu wissen, welche psychologischen Mechanismen zu beachten sind, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinander treffen, miteinander kommunizieren und arbeiten. Das Wissen um diese Prozesse und die sogenannte „interkulturelle Handlungskompetenz“ sind lernbar und trainierbar.

Prof. Dr. Christel Kumbruck von der Hochschule Osnabrück entwickelte ein interkulturelles Training, das entsprechende Kompetenzen vermitteln soll. Im Interview spricht sie über Kultur, kulturelle Barrieren und was wir brauchen, um diese zu überwinden.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats November und Dezember interessante Literaturtipps zur interkulturellen Psychologie und Kommunikation im Allgemeinen sowie zum interkulturellen Training. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

Auch die Print-Ausgabe „report psychologie“ beschäftigt sich im November und Dezember mit der „interkulturellen Handlungskompetenz“: Im Fachartikel erläutert Prof. Dr. Alexander Thomas, warum diese auch für Psychologen eine Schlüsselqualifikation darstellt.

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion


P.S.: Wir freuen uns über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de


Foto © TheBusyBrain/flickr.com unter CC BY 2.0

5 Fragen an...

Christel Kumbruck

Was ist Kultur und wie entsteht sie? Welche Probleme können auftreten, wenn Menschen unterschiedlicher Kulturen aufeinander treffen, zusammen leben und arbeiten? Und wie lassen sich diese lösen? Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. Dr. Christel Kumbruck im Interview.

Prof. Dr. Christel Kumbruck leitet den Lehrstuhl für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück. In ihrer Forschung widmet sie sich unter anderem der inter- und transkulturellen Kommunikation und Zusammenarbeit sowie dem Aufbau interkultureller Kompetenz.

Lesen Sie hier das gesamte Interview


Literatur

Interkulturelles Training


In einer Welt mit global operierenden Unternehmen und multikulturellen Gesellschaften hat die Fähigkeit, mit Mitarbeitern und Kollegen aus anderen Kulturen erfolgreich zu kommunizieren, existentielle Bedeutung. Diese „interkulturelle Kompetenz" ist erlernbar und vermittelbar. Kumbruck und Derboven haben das vorliegende interkulturelle Training konzipiert und erfolgreich durchgeführt. Methodisch findet es den richtigen Mix aus theoretischem Input (Wissen), moderiertem Erfahrungsaustausch der Teilnehmer (Erfahrung) und Übungen und Spielen (Erleben). Das Manual leitet den Anwender durch die fünf Module Kultur, Kommunikation, Interkulturelle Regeln, Kooperation in Organisationen und Perspektivenwechsel – didaktisch ansprechend dank eines einheitlichen Aufbaus mit Überblick, Zeitplan, Input-Folien, Moderationsanleitungen und Arbeitsblättern. Die zweite Auflage wurde komplett überarbeitet und ergänzt – unter anderem durch viele neue Übungen zu den einzelnen Modulen und Berichte über praktische Erfahrungen mit dem Training.

Christel Kumbruck, Wibke Derboven
Interkulturelles Training
Trainingsmanual zur Förderung interkultureller Kompetenzen in der Arbeit
2009, 235 Seiten
ISBN 978-3-540-88380-7



Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Grundlagen der interkulturellen Psychologie


Die interkulturelle Psychologie befasst sich mit der Frage, welche psychologisch relevanten Bedingungen, Verlaufsprozesse und Wirkungen zu beobachten sind, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinander treffen, füreinander bedeutsam werden, miteinander kommunizieren und kooperieren. Unter anwendungswissenschaftlichen Aspekten stellt sich die Frage, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten auf Seiten der Partner vorhanden sein müssen und welche Kontextbedingungen gegeben sein sollten, damit interkulturelles Handeln für beide Seiten erfolgreich und zufriedenstellend verläuft. Bedeutsam wird die interkulturelle Psychologie besonders in Zusammenhang mit der immer stärker in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit tretenden „interkulturellen Handlungskompetenz“, aufgefasst als überfachliche Schlüsselqualifikation zur Optimierung interkultureller Begegnungs- und Kooperationsprozesse. Zentrale psychologische Aspekte, theoretische Grundlagen für die wissenschaftliche Erkenntnisse, die diesen Themen zu Grunde liegen, werden vorgestellt und diskutiert und anhand von Fallbeispielen aus der beruflichen Praxis veranschaulicht. Schließlich werden noch Entwicklungsperspektiven der interkulturellen Psychologie aufgezeigt.

Alexander Thomas
Grundlagen der interkulturellen Psychologie
2005, 110 Seiten
ISBN 978-3-88309-226-3

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Interkulturelle Kommunikation


Die Begegnung mit Menschen aus fremden Kulturen ist Normalität geworden, zunehmend auch im eigenen Land. Oft reicht unser eigenes „Rüstzeug“ für die Verständigung über kulturelle Grenzen hinweg nicht aus: Die vertraute Sprache wird nicht verstanden, Gesten werden falsch gedeutet, Zeit wird lokal verschieden wahrgenommen. Verständigung ist ohne die Kenntnis der Codes der anderen Kulturen schwierig.
Entstehende Missverständnisse können soziale und wirtschaftliche Folgen haben, handfeste Konflikte oder einen Kulturschock auslösen. Deshalb bedarf es professioneller Hilfe durch Vermittlung interkultureller Kompetenz und interkultureller Konfliktlösungen.
Die Wahrnehmung von Fremdheit verändert sich mit globalen Entwicklungen. Begriffe wie Hybridkulturen, Transkulturalität und Multikulturalität verweisen auf neue kulturelle Bezugsrahmen. Das Buch soll diese Prozesse transparent machen, Deutungen, Lösungen und Perspektiven anbieten.

Edith Broszinsky-Schwabe
Interkulturelle Kommunikation
Missverständnisse und Verständigung
2011, 251 Seiten
ISBN 978-3-531-92764-0


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Interkulturelle Kommunikation


Die spinnen, die Römer – oder doch nicht? Wenn Menschen miteinander in Kontakt treten, prallen Welten aufeinander – und diese Welten erweisen sich manchmal als durch und durch kulturell geprägt. Wer sich auskennt in den Verwicklungen, die bei der Begegnung unterschiedlicher Kulturen entstehen können, ist Problemen nicht mehr hilflos ausgeliefert. Anhand von Beispielen aus den unterschiedlichsten Kulturen und Arbeitsfeldern zeigt dieses Praxisbuch, wie sich die Methoden und Modelle der Kommunikationspsychologie – wie das Kommunikationsquadrat, das Innere Team und das Wertequadrat – für die interkulturelle Kommunikation nutzbar machen lassen.

Friedemann Schulz von Thun, Dagmar Kumbier
Interkulturelle Kommunikation
Methoden, Modelle, Beispiele
2006, 352 Seiten
ISBN 978-3-499-62096-6


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Handbuch Interkulturelle Kommunikation und Kooperation


Die Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation und Kooperation mit Menschen aus unterschiedlichen Nationen wird immer bedeutsamer. Interkulturelle Handlungskompetenz ist inzwischen eine Schlüsselqualifikation für den Arbeitsmarkt. Die Beiträge dieses Handbuchs erläutern die Grundlagen interkulturellen Handelns und behandeln interkulturelle Praxisfelder in Unternehmen wie Marketing, Verhandlungsführung, Rhetorik, Personalentwicklung, Konfliktmanagement, Projektmanagement. Überlegungen zu einem strategischen Gesamtkonzept für Interkulturalität in Unternehmen beschließen den Band.

Alexander Thomas, Eva-Ulrike Kinast, Sylvia Schroll-Machl (Hrsg.)
Handbuch Interkulturelle Kommunikation und Kooperation
Grundlagen und Praxisfelder
2005, 463 Seiten
ISBN 978-3-525-46172-3

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Psychologie des interkulturellen Dialogs


Das europäische Jahr des interkulturellen Dialogs ist Anlass genug, die Psychologie als eine für die Entwicklung des interkulturellen Dialogs zentrale wissenschaftliche Disziplin nach ihrem spezifischen Beitrag zu befragen. In diesem Sammelband werden aus verschiedenen Perspektiven heraus psychologische Erkenntnisse zur Entwicklung und Qualifizierung des interkulturellen Dialogs dargestellt und anhand empirischer Forschungsbefunde und Praxiserfahrungen analysiert. Behandelt werden Bedingungen und Grundlagen zur Ausbildung, Gestaltung und Förderung des interkulturellen Dialogs. Welche Bedeutung der interkulturelle Dialog in der Praxis hat und wie er genau aussieht, wird anhand ganz verschiedener Handlungsfeldern gezeigt. Unter die Lupe genommen werden in diesem Zusammenhang unter anderem Profit- und Non-Profit-Organisationen, internationale und europäische Austausch- und Begegnungsprogramme, interkulturelle Trainings und Integrationsprogramme für Migranten.

Alexander Thomas (Hrsg.)
Psychologie des interkulturellen Dialogs
2008, 280 Seiten
ISBN 978-3-525-40302-0

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Perspektiven interkultureller Kompetenz


Interkulturelle Kompetenz ist schon jetzt als Schlüsselqualifikation für den beruflichen Erfolg anerkannt. Weniger Einigkeit herrscht dabei hingegen bei folgenden Fragen: Wie sehen die wissenschaftlichen Grundlagen interkultureller Kompetenz aus? Wird unter interkultureller Kompetenz überall auf der Welt dasselbe verstanden? Wie kann interkulturelle Kompetenz in Schule, Hochschule und Betrieb erworben und entwickelt werden? Wie wirkt sich interkulturelle Kompetenz in Praxisfeldern wie Unternehmenskultur, Friedens- und Sicherheitspolitik, Entwicklungszusammenarbeit, Migration und Personalentwicklung aus?
Anwendungsorientierte wissenschaftliche Analysen und theoretisch reflektierte Praxisbeiträge geben in einem transdisziplinären Dialog Antworten auf diese Fragen. Ausgewiesene Experten aus Forschung und Praxis und dem In- und Ausland ziehen eine Zwischenbilanz und zeigen innovative Wege für die Zukunft auf.

Wilfried Dreyer, Ulrich Hößler (Hrsg.)
Perspektiven interkultureller Kompetenz
2011, 425 Seiten
ISBN 978-3-525-40332-7

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Interkulturelles Coaching


Die globale Arbeitswelt ermöglicht Coachs verschiedene interkulturell geprägte Spielfelder, zum Beispiel wenn der Coach in einem anderen Kulturkreis arbeitet oder er Coachees begleitet, die ins Ausland gehen. Oder wenn er Coachees mit anderer kulturellen Herkunft berät. Ebenfalls denkbar: Der Coach arbeitet für ein Unternehmen mit Angestellten aus verschiedenen Kulturen. Doch inwieweit ist unser westlich geprägtes Coaching-Konzept interkulturell anwendbar? Experten widmen sich dieser Frage für insgesamt 17 verschiedene Kulturkreise. Der Leser dieser Praxissammlung erhält dabei einen vergleichenden Einblick in die Coachingpraxis verschiedener Länder. Ihm werden jeweils drei praxistaugliche Coaching-Tools sowie ein Fallbeispiel vorgestellt und außerdem die typischen kritischen Aspekte beleuchtet.

Ronald Franke, Julia Milner
Interkulturelles Coaching
Coaching-Tools für 17 Kulturkreise
2013, 368 Seiten
ISBN 978-3-941965-55-3

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Handbuch Interkulturelles Coaching


Kultur als Dimension im Coaching aufzugreifen, reagiert auf die facettenreiche und international verflochtene Arbeits- und Lebenswelt, welche eine ständige Veränderung der involvierten Akteure und die Auseinandersetzung mit unerwarteten und unbekannten Spielregeln, Erwartungen und Werten erfordert.
Gesa Krämer und Kirsten Nazarkiewicz greifen Themen auf, die bislang wenig betrachtet wurden, wie zum Beispiel die Kompetenzanforderungen an den Coach sowie Grundlagen, Überlegungen und Impulse aus anderen Disziplinen und für unterschiedliche Zielgruppen, die für ein kulturreflexives Coaching hilfreich sein könnten. Sie fordern Interdisziplinarität hinsichtlich des Kulturbegriffs und dass interkulturelles Coaching sich von spezifischen kulturellen Kontexten und Wissensbeständen löst und transkulturell gedacht wird.
Die Herausforderung transkulturellen Denkens ist, spontane Reaktionen kulturreflexiv zu prüfen und Kompetenzen sowie ein Instrumentarium zu entwickeln, das kulturelle Einflüsse differenziert berücksichtigt. Die Bedeutung von Kultur im Coaching ist längst nicht mehr auf interkulturelles Coaching beschränkt.

Kirsten Nazarkiewicz, Gesa Krämer
Handbuch Interkulturelles Coaching
Konzepte, Methoden, Kompetenzen kulturreflexiver Begleitung
2012, 415 Seiten
ISBN 978-3-525-40340-2

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Einführung in die interkulturelle Wirtschaftskommunikation


Was sich hinter der neuen Schnittstellendisziplin interkulturelle Wirtschaftskommunikation verbirgt, stellt Jürgen Bolten in diesem Einführungsband anschaulich dar. Im ersten, theoretischen Teil wird zunächst ausführlich erläutert, was unter Kommunikation, Kultur und kulturellem Handeln zu verstehen ist. Warum interkulturelles Handeln gelernt sein will, wird klar, wenn von der Kulturspezifik sozialer Gedächtnisse sowie von kulturbedingten Wahrnehmungsprozessen, Wissensvorräten und Stereotypenbildung die Rede ist. Der anwendungsorientierte zweite Teil befasst sich mit interkultureller Organisationslehre, interkulturellem Marketing und der interkulturellen Personalentwicklung. Jeder thematische Abschnitt enthält umfangreiche Literaturangaben sowie Aufgaben zur weiterführenden Auseinandersetzung mit den dargestellten Inhalten. Zahlreiche Abbildungen und lebensnahe Beispiele sorgen nicht nur für eine lehrreiche, sondern auch unterhaltsame Lektüre.

Jürgen Bolten
Einführung in die Interkulturelle Wirtschaftskommunikation
2007, 288 Seiten
ISBN 978-3-8252-2922-1

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Wirtschaftspsychologie aktuell


„Arbeitswelt der Vielfalt“ ist der Themenschwerpunkt der „Wirtschaftspsychologie aktuell“, die am 19. Dezember 2013 erscheint.
Diversity-Management gehört derzeit zu den Trendthemen. Häufig geht es vor allem um Frauenförderung. Dass hier manchmal am falschen Punkt angesetzt wird, zeigt eine Studie. Demnach ist der wichtigste Karrierefaktor für Frauen die Übernahme von Kernrollen, in denen sie breit gefächerte Erfahrungen für mögliche Führungsrollen erwerben können und ihr Führungspotenzial beweisen. Wie unterschiedlich Organisationen mit Vielfalt umgehen, zeigt eine empirische Untersuchung. Noch überwiegen bisher die reaktiven Ansätze. Eine Branche mit heterogenen Belegschaften ist die Handelsschifffahrt. Dort setzt man auf Standardisierung und Checklisten – trotz des damit verbundenen Risikos. Erst langsam beginnt man sich dort umzuorientieren und fokussiert stärker auf Interaktion und die Nutzung individueller Kompetenzen.

Wirtschaftspsychologie aktuell
Themenschwerpunkt: Arbeitswelt der Vielfalt
2013


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Wirtschaftspsychologie aktuell


Die globale Wirtschaft stellt Unternehmen und Führungskräfte vor enorme Herausforderungen. Denn auch wenn das „Business“ scheinbar weltweit immer ähnlicher wird, scheitern viele Geschäfte an interkulturellen Unterschieden und Missverständnissen. Umso erstaunlicher ist es, dass die Auseinandersetzung mit Kulturstandards und Wertvorstellungen bei Personalmanagern oftmals noch immer keine hohe Priorität hat. Auch bei Personalsuche und Mitarbeiterbindung erfordern interkulturelle Besonderheiten ein Umdenken. So ist es etwa in vielen Ländern ganz unterschiedlich, was jeweils die Belegschaft motiviert. Und wenn virtuelle Teams scheitern, stecken dahinter meist psychologische Probleme.

Wirtschaftspsychologie aktuell
Themenschwerpunkt: Going global
2008
ISSN 1611-9207


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Klinische Interkulturelle Psychotherapie


Die Zahl der Migranten, die als Patienten psychosoziale Einrichtungen aufsuchen, nimmt entsprechend ihrem wachsenden Anteil an der Bevölkerung beständig zu. Ziel dieses Werkes ist es, Ärzte und Psychologen zu einer effektiven interkulturellen therapeutischen Arbeit zu befähigen. Das Buch informiert über die kulturelle Prägung psychischer Symptombildung, interkulturelle kollektive Übertragungsmechanismen, die Lebenswelten von Migranten und den besonderen ethnosoziokulturellen Hintergrund der größten Migrantengruppen (türkisch-russisch-polnisch).

Yesim Erim
Klinische Interkulturelle Psychotherapie
Ein Lehr- und Praxisbuch
2009, 324 Seiten
978-3-17-020849-0

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Downloads

Inklusion – Integration – Partizipation


Im Bericht 2013 „Inklusion – Integration – Partizipation: Psychologische Beiträge für eine humane Gesellschaft“ des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) erläutern namhafte Experten auf 120 Seiten ihre Einschätzungen und stellen dar, welchen Stellenwert die Psychologie in diesem Themenfeld hat und haben könnte.
Mechanismen der Ausgrenzung wie Diskriminierung und Mobbing sind gruppenübergreifend ähnlich. Daher gilt es, Frühwarnsignale zu erkennen, um mit Maßnahmen gegenzusteuern und die Aussicht auf nachhaltige Veränderung zu erzeugen, wenn jeder seinen Platz in der Gesellschaft finden soll. Es besteht großer Handlungsbedarf hinsichtlich der Teilhabe und Integration von Menschen mit Einschränkungen, aus einem fremden Kulturkreis, mit einer fremden Religion oder nur mit einem anderen Alter.

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Sozialisation


In den vergangenen Jahren wurde heftig über die Herausforderungen für „unseren westlichen Lebensstil“ in der und durch die Migrationsgesellschaft diskutiert. Im Fokus standen unter anderem fehlende Anerkennung des Individuums, mangelnde Selbstbestimmungsrechte von Frauen, Homophobie unter Migranten oder auch delinquentes Verhalten Jugendlicher mit Zuwanderungshintergrund.
Als Ursachen dieser Probleme wurden oftmals anhaltende Einflüsse der „Herkunftskultur“ identifiziert. Doch für das Verständnis sozialen Handelns ist „die Kultur“ lediglich ein Puzzleteil. Stattdessen gilt es, soziales Handeln stets im Zusammenhang mit wirtschaftlichen, politischen, gesellschaftlichen, kulturellen und sozialpsychologischen Einflüssen zu interpretieren.

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Links

Parallelkulturen und Kulturparallelen


In den vergangenen Jahren tauchte in den Medien immer wieder der umstrittene Begriff der „Parallelkulturen“ auf, wenn es um die unzureichende Integration von Migranten ging. Zusammen mit Prof. Dr. Thomas Kessler von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ging report-psychologie.de aus psychologischer Sicht unter anderem den Fragen nach: Wie kann es dazu kommen, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen als eine parallele Kultur wahrgenommen werden? Wie lässt sich verhindern, dass Stereotype zu Vorurteilen und zu Diskriminierung führen? Und wann ist Integration gelungen?
Auf der Seite finden sich des Weiteren Literaturtipps zu Akkulturation, Kulturvergleich, Migration, zu Vorurteilen und Diskriminierung sowie interessante Downloads und Links.

Zur Website

Gesellschaft für Kulturpsychologie


Die Gesellschaft für Kulturpsychologie e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Kulturpsychologie und kulturvergleichenden Psychologie in Forschung und Lehre. Auf ihren Seiten finden sich neben Informationen zur Gesellschaft selbst auch Hinweise auf aktuelle Veröffentlichungen und Veranstaltungen sowie Links zu Organisationen und Projekten.

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Veranstaltungen

24. und 25. Januar 2014

Arbeitstagung „Interkulturalität. Konstruktionen des Anderen“, Freiburg


Der vielfältig einsetzbare und deutungsoffene Begriff Interkulturalität steht hoch im Kurs und stößt ganz offensichtlich ob seiner positiven Konnotation mit kultureller Begegnungssituation, Fremdverstehen und Zugang zu neuen kulturellen Dimensionen auf breiten Konsens. Wie aber lässt sich Interkulturalität psychoanalytisch konzeptualisieren? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Freiburger Arbeitskreis Literatur & Psychoanalyse am 24. und 25. Januar 2014 im Rahmen seiner 34. Großen Arbeitstagung unter dem Titel „Interkulturalität. Konstruktionen des Anderen“.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung


16. bis 18. Mai 2014

Kongress „fremd.gehen – Inspirationen für die Psychotherapie“, Wien


Fremdes hält lebendig, bereichert, verstört und hilft über den Tellerrand hinauszuschauen. Im Rahmen ihres 7. Internationalen Kongresses will die Österreichische Arbeitsgemeinschaft für systemische Therapie und systemische Studien (ÖAS) „fremd.gehen“: In Form von Vorträgen und Diskussionsrunden, aber auch Workshops und neuen Präsentationsformaten sollen entsprechendes Wissen und Erfahrungswerte in einem konstruktiven Rahmen geteilt werden. Inhaltlich werden nationale und internationale Experten zu Kunst, Gender, Neurobiologie, neuen Medien, Alter, Migration und Spiritualität interaktiv referieren, diskutieren und reflektieren.

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