Kaufsucht

Liebe Leserinnen und Leser,

die aktuelle Ausgabe von Report Psychologie widmet sich der Psychologie des Kaufens und Verkaufens. In unserer Online-Rubrik „Thema des Monats“ informieren wir Sie ergänzend über Kaufsucht.
 Kaufsucht oder Oniomanie ist kein harmloses Laster, sondern eine gefährliche Verhaltenssucht, die ähnlich negative Folgen haben kann wie Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit. Menschen, die unter Oniomanie leiden, erleben einen heftigen inneren Zwang, zu kaufen. Viele Betroffene erwerben zwar spezielle Waren, im Zentrum steht aber immer die Kaufhandlung, nicht der Besitzt von Dingen. In zahlreichen Fällen treibt der Zwang, immer wieder Dinge zu erwerben, die Betroffenen in regelrechte Kaufexzesse. Wird ihnen die Möglichkeiten, zu kaufen, genommen, leiden sie oft an heftige Entzugserscheinungen.

Mit dem Diplom-Psychologen und Diplom-Betriebswirt Prof. Dr. Gerhard Raab sprachen wir u.a. über die Ursachen der Kaufsucht, ihrer Verbreitung in Deutschland und psychologischen Interventionsmöglichkeiten. Darüber hinaus haben für Sie Literaturhinweise und interessante Links zum Thema „Kaufsucht“ zusammengestellt.

Christa Schaffmann
 Chefredakteurin 

P.S. Wir freuen uns immer über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“! Schreiben Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

Kaufsucht

Liebe Leserinnen und Leser,

die aktuelle Ausgabe von Report Psychologie widmet sich der Psychologie des Kaufens und Verkaufens. In unserer Online-Rubrik „Thema des Monats“ informieren wir Sie ergänzend über Kaufsucht.
Kaufsucht oder Oniomanie ist kein harmloses Laster, sondern eine gefährliche Verhaltenssucht, die ähnlich negative Folgen haben kann wie Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit. Menschen, die unter Oniomanie leiden, erleben einen heftigen inneren Zwang, zu kaufen. Viele Betroffene erwerben zwar spezielle Waren, im Zentrum steht aber immer die Kaufhandlung, nicht der Besitzt von Dingen. In zahlreichen Fällen treibt der Zwang, immer wieder Dinge zu erwerben, die Betroffenen in regelrechte Kaufexzesse. Wird ihnen die Möglichkeiten, zu kaufen, genommen, leiden sie oft an heftige Entzugserscheinungen.

Mit dem Diplom-Psychologen und Diplom-Betriebswirt Prof. Dr. Gerhard Raab sprachen wir u.a. über die Ursachen der Kaufsucht, ihrer Verbreitung in Deutschland und psychologischen Interventionsmöglichkeiten. Darüber hinaus haben für Sie Literaturhinweise und interessante Links zum Thema „Kaufsucht“ zusammengestellt.

Christa Schaffmann
Chefredakteurin

P.S. Wir freuen uns immer über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“! Schreiben Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag@psychologenverlag.de

5 Fragen an...
Literatur
Links


 5 Fragen an Prof. Dr. Gerhard Raab

Prof. Dr. Gerhard Raab, Diplom-Psychologe und Diplom-Betriebswirt, lehrt zur Zeit Marketing und Internationales Marketing Management an der Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein. Mit report-psychologie.de sprach er über seinen Forschungsschwerpunkt „Kaufsucht“.

Lesen Sie hier das gesamte Interview als PDF


Astrid Müller, James E. , M. D. Mitchell (Hrsg.)
Compulsive Buying: Clinical Foundations and Treatment
2010, 306 Seiten
ISBN 978-0-415-88463-1

 Compulsive Buying: Clinical Foundations and Treatment

Autoren aus Forschung und klinischer Praxis beleuchten das Phänomen des zwanghaften Kaufens in seiner ganzen Bandbreite. „Compulsive Buying: Clinical Foundations and Treatment“ versammelt Fallberichte, Diagnoseinstrumente und praxisnahe Therapiekonzepte. Darüber hinaus erhält der Leser des Manuals einen informativen Überblick über den Forschungsstand zur Kaufsucht. 

Bestellmöglichkeit

Astrid Müller, Martina de Zwaan, James E. Mitchell
Pathologisches Kaufen: Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual
2008, 93 Seiten ISBN 978-3-7691-0566-7

Pathologisches Kaufen: Kognitiv-verhaltenstherapeutisches Manual

Die Autoren Astrid Müller, Martina de Zwaan und James E. Mitchell haben ein störungsspezifisches Behandlungskonzept entwickelt, dessen zwölfstündiges strukturiertes Programm nun als Manual vorliegt. Neben dem aktuellen Kenntnisstand zum pathologischen Kaufen lernen Sie hier die wichtigsten verhaltenstherapeutischen Interventionen für dieses Störungsbild kennen. Das Manual, dem eine CD-Rom beiliegt, enthält u.a. eine Schritt-für-Schritt-Anleitungen für eine strukturierte Therapie (geeignet für Gruppen- und Einzeltherapie), Screening-Bögen zum pathologischen Kaufen und Fragebögen zum zwanghaften Horten.

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Sieglinde Zimmer-Fiene
Kaufsucht - Mein Leben durch die Hölle
2008, 235 Seiten
ISBN 978-3-9810849-6-2

Kaufsucht - Mein Leben durch die Hölle

„Kaufsucht - Mein Leben durch die Hölle“ ist ein Ratgeber für alle Kaufsüchtigen, ihre Angehörigen und Freunde. Die Selbsthilfegruppe Kaufsucht in Hannover gibt darin ihre Erfahrungen weiter. Das Buch bündelt Information von Betroffenen, Angehörigen sowie Ärztinnen und Ärzten.

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Dominik Batthyány, Alfred Pritz (Hrsg.)
Rausch ohne Drogen: Substanzungebundene Süchte
2009, 377 Seiten
ISBN 978-3-211-88569-7

Rausch ohne Drogen: Substanzungebundene Süchte

Dieses Buch widmet sich den Substanzungebunden Abhängigkeiten. Thematische Schwerpunkte liegen auf der Darstellung einzelner Formen, wie etwa Internet-, Sex-, Kauf- und Arbeitssucht, auf Überlegungen zu Therapie, Behandlung und Prävention, dem Problem der Klassifikation derartiger Süchte als eigenständiges Störungsbild, auf der Ursachenforschung und den neurologische Aspekten. 

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Helmut Kolitzus
Im Sog der Sucht
2009, 256 Seiten
ISBN 978-3-466-30816-3

Im Sog der Sucht: Von Kaufsucht bis Onlinesucht: Die vielen Gesichter der Abhängigkeit

Dr. Helmut Kolitzus stellt in seinem Buch neben Alkohol, Nikotin und Ess-Störungen insbesondere Verhaltenssüchte wie Arbeits-, Kauf-, Sex- und Onlinesucht vor. Das Buch richtet sich besonders an persönlich Betroffene und Co-Abhängige, die darin Wege aus ihrer Sucht finden sollen.

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Sich glücklich kaufen?

Kann Einkaufen glücklich machen? Dieser Frage ging unlängst Stephanie Rosenbloom in der New York Times nach. Sie interviewte dazu bekannte Glückspsychologen wie Ed Diener von der University of Illinois oder Sonja Lyubomirsky von der University of California, Riverside.

Zum Beitrag

Psychologie des Verkaufens

Wann ist ein Kunde zufrieden mit seiner Kaufentscheidung? Welche Rolle spielt Vertrauen beim spontanen Kaufverhalten? Lässt sich gutes Verkaufen trainieren? Sind die bisherigen Zielgruppen überhaupt noch relevant? Wie verändert das Internet den Kaufprozess? Und welche Erkenntnisse bringt das Neuromarketing mit seinem Blick ins Gehirn? Das Thema „Psychologie des Verkaufens“ lässt sich aus vielen verschiedenen Perspektiven betrachten. Jede davon trägt ihren Teil dazu bei, den Konsumenten und sein Verhalten ein Stück besser zu verstehen.

Zur Ausgabe "Psychologie des Verkaufens"

 Den Verlockungen verfallen

Professor Dr. Hans-Otto Schenk beleuchtet in diesem Artikel das Phänomen des pathologischen Kaufens aus den Blickwinkeln der Psychologie, der Soziologie, der Ökonomie, der Medizin und letzten Endes sogar des Wettbewerbsrechts. Er beantwortet im Rahmen dessen auch die Frage, was idealer Nährboden zur Entwicklung von überindividueller Kaufsucht ist.

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Wirtschaftskrise ade: Ich kaufe, also bin ich.

Die Fachhochschule Ludwigshafen informiert über Studien zum süchtigen Kaufverhalten. Die Untersuchung wurde unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Gerhard Raab zusammen mit Prof. Dr. Lucia Reisch von der Copenhagen Business School und Dr. Alexander Unger (Fachhochschule Ludwigshafen) durchgeführt. Für die repräsentative Studie wurden 1025 Personen befragt. 

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Kaufsucht - Ursachen und Behandlung

Der Aufsatz vom Diplom Psychologe und Psychotherapeut Dr. Rolf Merkle gibt eine Einführung in das Thema „Kaufsucht“, ihre Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten. Ergänzt wird diese Einführung in die Thematik durch einen kurzen Online-Test auf Kaufsucht.

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Therapie-Modell gegen Kaufsucht

Das Universitätsklinikum Erlangen informiert über eine Studie zur Wirksamkeit eines Therapie-Modells gegen Kaufsucht: Das an der University of North Dakota (USA) entwickelte und in Erlangen erstmals für Deutschland umfassend getestete ambulante Gruppen-Therapiemodell wurde von November 2003 bis Mai 2007 an insgesamt 51 Frauen und 9 Männern im Alter zwischen 20 und 61 Jahren angewendet. Um den Erfolg der Therapie nachzuweisen, nahmen die Patienten an Fragebogenuntersuchungen und psychologischen Interviews teil.

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