Kein Täter werden

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge haben bis zu ein Prozent der Männer eine sexuelle Präferenzstörung im Sinne einer Pädophilie. Vielen von ihnen gelingt es nicht, ihre Neigung dauerhaft zu kontrollieren: Es kommt zu sexuellen Übergriffe auf Kinder oder zur Nutzung von Missbrauchsabbildungen. Seit 2005 gibt es durch das Präventionsprojekt Dunkelfeld „Kein Täter werden“ für Männer mit pädophiler Präferenzstörung ein Therapieangebot, dass ihnen hilft, verantwortungsvoll mit ihrer Neigung zu leben. Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier, Initiator des Projektes, beantwortet im Interview Fragen zum Hintergrund, zur Entwicklung und zum Erfolg des Präventionsangebotes.

Liebe Leserinnen und Leser,

wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge fühlen sich bis zu ein Prozent der Männer zwischen 18 und 75 Jahren sexuell zu Kindern hingezogen, haben auf Kinder gerichtete sexuelle Fantasien. Dies sind Zeichen für eine teilweise oder ausschließliche sexuelle Neigung im Sinne einer Pädophilie. Vielen der Betroffenen gelingt es nicht, ihre Neigung dauerhaft zu kontrollieren: Sie begehen sexuelle Übergriffe auf Kinder oder nutzen Missbrauchsabbildungen, sogenannte „Kinderpornografie“, im Internet. Der größte Teil dieser Übergriffe auf Kinder ist polizeilich nicht bekannt – er findet im „Dunkelfeld“ statt. 
Seit 2005 gibt es das Präventionsprojekt Dunkelfeld „Kein Täter werden“. Es bietet Männern mit pädophiler Präferenzstörung professionelle Begleitung, eine Therapiemöglichkeit, die ihnen hilft, verantwortungsvoll mit ihrer Neigung zu leben.
Welche Ideen lagen dem Präventionsprojekt zugrunde? Was war die erste Resonanz und wie entwickelte sich das Projekt? Diese und weitere Fragen beantwortet der Initiator des Projektes Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier im Interview. 

In dieser Ausgabe des „Thema des Monats“ finden Sie des Weiteren interessante Literaturtipps zu den Themen Sexualität, sexuelle Orientierung und Pädophilie, sexueller Missbrauch sowie zur Behandlung von Missbrauchsopfern und Tätern. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungshinweise zusammengestellt.

Die Fachzeitschrift „report psychologie“ beschäftigt sich im Fokus ihrer aktuellen Ausgabe mit dem umstrittenen Thema der Sicherheitsverwahrung – aus psychologischer, ethischer und juristischer Sicht. 

Einen guten Start in den Frühling wünschen Ihnen

Christa Schaffmann
Chefredakteurin „report psychologie“

und 

Susanne Koch
Online-Redaktion


P.S.: Wir freuen uns über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

Foto © Kampagnenmotiv „Kein Täter werden“ – Scholz & Friends Berlin

5 Fragen an...

Klaus M. Beier

Seit 2005 gibt es im Rahmen des Präventionsprojekts Dunkelfeld „Kein Täter werden“ für Männer mit pädophiler Präferenzstörung ein Therapieangebot, dass ihnen hilft, verantwortungsvoll mit ihrer Neigung zu leben. Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier, Initiator des Projektes, beantwortet im Interview Fragen zum Hintergrund, zur Entwicklung und zum Erfolg des Präventionsangebotes. 

Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier ist Facharzt für Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalytiker. Im Jahr 2005 rief er das Präventionsprojekt Dunkelfeld „Kein Täter werden“ ins Leben.

Lesen Sie hier das gesamte Interview


Literatur

Praxisleitfaden Sexualmedizin


Der Praxisleitfaden Sexualmedizin dient der schnellen Orientierung über die wichtigsten sexualmedizinischen Störungsbilder und der erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Vorgehensweise.
Ausgehend von den Grundlagen sexueller Gesundheit werden alle Indikationsgebiete, die im klinischen Alltag eine Rolle spielen, einschließlich der Störungen der sexuellen Entwicklung und der geschlechtlichen Identität, prägnant charakterisiert, was Ärzten, Psychologen sowie professionellen Helfern im Gesundheitssystem erlaubt, sich schnell zu orientieren, um adäquate Schritte einzuleiten.
Dabei berücksichtigt das Buch auch neue Herausforderungen, die sich durch Internet und neue Medien ergeben und keineswegs nur das „Patientenwissen“ beeinflussen, sondern Auswirkungen auf das sexuelle Selbstbild, Geschlechtsrollendefinition und möglicherweise sogar auf die sexuellen Präferenzen sowie das Sexualverhalten der nachwachsenden Generation haben könnten.
Schließlich aber gibt es neue Erkenntnisse zur Prävention von sexuellen Verhaltensstörungen, über die dieser Praxisleitfaden genauso informiert, um auch diesbezüglich klinisch relevantes Wissen für eine möglichst große Fachöffentlichkeit verfügbar zu machen.

Klaus Beier, Kurt Loewit
Praxisleitfaden Sexualmedizin
Von der Theorie zur Therapie
2011, 178 Seiten
ISBN 978-3-642-17161-1


Inhaltsverzeichnis, Leseprobe und Bestellmöglichkeit

Sexueller Kindesmissbrauch und Pädophilie


Sexueller Kindesmissbrauch ist eine Thematik, die in unserer Gesellschaft hochgradige Ambivalenzen auslöst. Je nach Nähe zum Opfer bzw. Täter wird weggeschaut, verleugnet oder mit einer an Voyeurismus grenzenden Neugier Opfer und/oder Täter medial ins Visier genommen. Es ist keine einfache Aufgabe, angesichts der oft dramatischen Folgen sexueller Übergriffe von Erwachsenen an Kindern (wissenschaftliche) Neutralität zu bewahren. Das vorliegende Werk stellt sich dieser Herausforderung und vermittelt einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zum Themenkreis „Sexueller Kindesmissbrauch und Pädophilie“. 
Renommierte Experten spannen den Bogen, der von der Kulturgeschichte über die Erfassung von psychiatrischen, psychodynamischen und neurobiologischen Tätermerkmalen bis zu den Opfern dieser Delikte reicht. Zudem werden die neuesten psychopharmakologischen und psychotherapeutischen Konzepte zur Behandlung der Täter präsentiert.

Thomas Stompe, Hans Schanda (Hrsg.)
Sexueller Kindesmissbrauch und Pädophilie
2012, 264 Seiten
ISBN 978-3-941468-72-6


Bestellmöglichkeit

Missbrauchstäter


Wenige Schlagzeilen lösen in den Medien ähnliche Emotionen und Ängste, aber auch Vorurteile aus wie die Berichte über den sexuellen Missbrauch und die Misshandlung von Kindern. 
Dieses Werk setzt sich auf wissenschaftlicher Basis umfassend mit dem Thema Kindesmissbrauch auseinander. Ohne das Schicksal der Opfer zu vernachlässigen, legen die Autorinnen den Fokus auf die Täter und gehen u.a. folgenden Fragen nach: Wie entsteht Missbrauchsverhalten? Welche Folgen hat sexueller Kindesmissbrauch? Gibt es besondere Merkmale und (psychische) Auffälligkeiten von Tätern? Welche Typen von Tätern gibt es? Wie können wirksame Behandlungskonzepte aussehen? 
Auch die Verbindungen zwischen Gewalt- und Vernachlässigungserfahrungen und Missbrauchsverhalten werden gezeigt.

Saskia Heyden, Kerstin Jarosch
Missbrauchstäter
Phänomenologie – Psychodynamik – Therapie
2010, 216 Seiten
ISBN 978-3-7945-2633-8


Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Bestellmöglichkeit

 Sexualität


Sexualität – ein sensibles und im wahrsten Sinne des Wortes bewegendes Thema. Doch was passiert, wenn die Lust zur Last wird? Welche Ursachen gibt es und was kann man tun? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt das vorliegende Werk aus der Feder der renommierten psychologischen Psychotherapeutin und Sexualtherapeutin Brigitte Vetter. Erstmals werden in ihrem Werk systematisch und gut gegliedert sämtliche sexuellen Störungsbilder dargestellt. Das verständlich geschriebene Buch entspricht dem aktuellen Forschungsstand und orientiert sich an den internationalen Diagnosesystemen ICD-10 und DSM-IV-TR. 
Neben dem ausführlichen Grundlagenteil bietet das Werk drei klinische Teile. In diesen geht die Autorin auf Ursachen, Symptomatik, Komorbidität, Verlauf, Häufigkeit und Behandlungsmöglichkeiten der spezifischen Störungsbilder ein. 
Das Buch richtet sich an Psychotherapeuten und Ärzte sowie weitere Fachleute aus dem psychologischen, medizinischen, sozialen und juristischen Bereich. Aber auch Betroffene und interessierte Laien werden es mit Gewinn lesen. 

Brigitte Vetter 
Sexualität
Störungen, Abweichungen, Transsexualität
2007, 351 Seiten
ISBN 978-3-7945-2463-1


Inhaltsverzeichnis

Leseprobe
http://www.schattauer.de/shop/product_info.php/info/p298_Sexualitaet--Stoerungen--Abweichungen--Transsexualitaet.html

Bestellmöglichkeit
 

Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung


Auch in unserer „aufgeklärten" Gesellschaft herrscht beim Thema Sexualität ein gewisses Unbehagen und großes Unwissen - besonders bei Fragen der sexuellen Abweichung und der sexuellen Übergriffe. 
Sexueller Missbrauch von Kindern und sexuelle Gewalt gegen Frauen sind seit Jahren öffentliche Dauerthemen. Dabei gerät auch die Wissenschaft unter Druck, sich mit den Ursachen dieser Straftaten sowie mit den Möglichkeiten der Behandlung von Tätern auseinander zu setzen. Allerdings sind die Ursachen sexueller Delinquenz nicht in den sexuellen Orientierungen oder Präferenzen der Menschen zu suchen (etwa in den sog. Perversionen). Eine wichtigere Rolle spielen Erziehung und Umgebung sowie mediale und subkulturelle Einflüsse. Diese Erkenntnisse können bei der (integrativen) Behandlung von Sexualstraftätern genutzt werden. 
Peter Fiedler bietet einen sachlichen und fundierten Überblick über ein vielschichtiges Themenfeld. Das Buch informiert über Unterschiede zwischen sexueller Orientierung und der Vielgestaltigkeit sexueller Interessen des Menschen und sexueller Delinquenz als Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. 
http://www.beltz.de/fileadmin/beltz/inhaltsverzeichnisse/978-3-621-27517-0.pdf

Peter Fiedler
Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung
Heterosexualität – Homosexualität – Transgenderismus und Paraphilien – sexueller Missbrauch – sexuelle Gewalt
2004, 540 Seiten
ISBN 978-3-621-27517-0

 

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe
http://www.beltz.de/de/psychologie/fachbuch/titel/sexuelle-orientierung-und-sexuelle-abweichung.html

Bestellmöglichkeit

Sexuelle Störungen und ihre Behandlung


Dieses Buch bietet eine ausführliche Darstellung aller in der Praxis vorkommenden Probleme und der dazugehörigen psychotherapeutischen Behandlungsverfahren – von der Paartherapie bis zur Psychoanalyse.
Kompetent und anschaulich werden – auch mit Hilfe von Fallbeispielen – sexuelle Erlebens- und Funktionsstörungen, Partnerschaftskonflikte, Geschlechtsidentitätsstörungen und Transsexualität sowie sexuelle Perversionen, sexueller Missbrauch und sexuelle Traumatisierung und viele weitere Themen erläutert. 
Sexuelle und geschlechtliche Störungen werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenhang des kulturellen Wandels von Geschlechtlichkeit, Liebe und Sexualität.


Volkmar Sigusch (Hrsg.)
Sexuelle Störungen und ihre Behandlung
2006, 400 Seiten
ISBN 9783131039446

 

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Bestellmöglichkeit

Sexualstörungen


Sexualität und ihre Störungen haben in den letzten Jahrzehnten einen tief greifenden normativen Wandel erfahren. Dennoch herrscht ein Versorgungsnotstand in der Behandlung sexueller Störungen. Immer mehr Personen wünschen sich Beratung und therapeutische Hilfe. 
Dieses Buch stellt Diagnostik, Beratung und Behandlung von sexuellen Störungen in den verschiedenen Lebensabschnitten praxisnah dar. Des Weiteren werden sexueller Missbrauch, geschlechtsspezifische Dysfunktionen, Fertilitätsstörungen und forensische Aspekte der Sexualität thematisiert und neurobiologische Faktoren der Sexualität diskutiert.


Gerhardt Nisse, Herbert Csef, Wolfgang Berner, Frank Badura (Hrsg.)
Sexualstörungen
Ursachen, Diagnose, Therapie
2005, 192 Seiten
ISBN 978-3-7985-1547-5

 

Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit

Sexuelle Störungen


Sexualität ist ein bewegendes Thema und geht jeden an. Aber es ist auch schambesetzt. Erst recht trifft dies auf sexuelle Störungen zu. Sie sind meist mit hohem Leidensdruck verbunden und gehen mit Versagensgefühlen einher. Schweigen und Rückzug sind die Folgen. Doch sind Sexualstörungen verbreiteter als die Betroffenen glauben. Das vorliegende Buch gibt kompetent und gut gegliedert Auskunft zu hundert Fragen aus dem gesamten Störungsbereich und beantwortet darüber hinaus in leichter und verständlicher Form Fragen über Auswirkungen der verschiedensten körperlichen und seelischen Erkrankungen sowie des Alters auf die Sexualität. Die Darstellung der körperlichen Veränderungen während sexueller Aktivitäten sowie die Beantwortung von diagnostischen und behandlungsrechtlichen Fragen runden das Buch ab. 


Brigitte Vetter
Sexuelle Störungen
100 Fragen, 100 Antworten. Ursachen, Symptomatik, Behandlung.
2008 , 263 Seiten
ISBN 978-3-456-84555-5

 

Bestellmöglichkeit

Behandlungsleitlinie Störungen der sexuellen Präferenz


Gemeinsam entwickelten die Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) und die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) die Behandlungsleitlinie „Störungen der sexuellen Präferenz". 
Das wichtigste Anliegen von Leitlinien ist nicht nur, alle neuesten und womöglich noch gar nicht beurteilbaren Ergebnisse in Diagnose, Therapie oder auf dem Gebiet der Prognose wiederzugeben, sondern ebenfalls die bewährte Praxis darzustellen. 
Der Band richtet sich nicht nur an Spezialisten, die detailliert Bescheid wissen müssen, sondern auch an eine breitere Fachöffentlichkeit und allgemein Interessierte. Betroffene können sich hier ebenfalls über die gängige Praxis informieren.


Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN), Deutsche Gesellschaft für Sexualforschung (DGfS) (Hrsg.)
Behandlungsleitlinie Störungen der sexuellen Präferenz
2007, 62 Seiten
ISBN 978-3-7985-1774-5

 

Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit

Sexualstraftäter behandeln


Die Behandlung von Sexualstraftätern wird mit großem gesellschaftlichen und medialem Interesse betrachtet. Gerade für die Prognose während und nach der Behandlung benötigen forensische Psychiater und Psychotherapeuten Empfehlungen, die Sicherheitsaspekte und Wirksamkeit der Therapie berücksichtigen. 
Nach einem Überblick zur Wirksamkeit verschiedener Behandlungsformen präsentiert ein interdisziplinäres Team störungsspezifische Behandlungsansätze in verschiedenen Settings: stationär in der forensischen Klinik, in sozialtherapeutischen Anstalten oder in ambulanten Nachbetreuungsgruppen. 
Das im englischen Justizsystem erfolgreich eingesetzte "Sex Offender Treatment Program" wird in mehreren deutschen Adaptionen dargestellt – mit einem Behandlungsalgorithmus, der psychotherapeutische und medikamentöse Ansätze berücksichtigt.


Wolfgang Berner, Peer Briken, Andreas Hill (Hrsg.)
Sexualstraftäter behandeln
mit Psychotherapie und Medikamenten
2007, 159 Seiten
ISBN 978-3-7691-1235-1

 

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe


Bestellmöglichkeit

Sexueller Missbrauch 


Der Band vermittelt grundlegendes Fachwissen zum Thema „sexueller Missbrauch“. Ein allgemeiner Überblick über das Phänomen der sexuellen Gewalt sowie wichtige Grundlagen, die für eine seriöse Klärung und Diagnostik bei sexuellem Missbrauch notwendig sind, leiten den Band ein. Ausführlich werden die Aufgaben und Möglichkeiten der Jugendhilfe erörtert und Leitlinien im Umgang mit dem Verdacht auf sexuellen Kindesmissbrauch vorgestellt. Die Aufgaben der Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie bei sexuellem Kindesmissbrauch sowie der Zusammenhang von sexuellem Missbrauch und psychischen Erkrankungen bei Erwachsenen werden behandelt. Ein umfangreicher Teil des Bandes widmet sich der Psychotherapie von Opfern sexuellen Missbrauchs. Hierzu werden die Grundlagen der analytischen, der personzentrierten und der verhaltenstherapeutischen Behandlung bei Kindern und Jugendlichen sowie bei Erwachsenen dargestellt. Weitere Kapitel des Bandes stellen verschiedene Ansätze der Prävention bei Kindern und Jugendlichen dar. Schließlich setzen sich mehrere Kapitel ausführlich mit den Grenzen und Möglichkeiten der Behandlung von Sexualstraftätern als wichtige Form der Prävention auseinander.


Wilhelm Körner, Albert Lenz (Hrsg.)
Sexueller Missbrauch 
Band 1: Grundlagen und Konzepte 
2004, 647 Seiten
ISBN 978-3-8017-1469-7 


Inhaltsverzeichnis


Leseprobe

Bestellmöglichkeit

Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung


Sexueller Missbrauch, Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern mit ihren oft verheerenden Folgen im Erwachsenenalter sind emotional hoch besetzte Themen. Ihre Diskussion oszilliert zwischen Überbewertung und Verleugnung. 
Das Buch leistet eine sachliche Bestandsaufnahme. Auf der Grundlage wissenschaftlich fundierter Studien geben die Autoren aus psychiatrischer, schulenübergreifend psychotherapeutischer, psychosomatischer und psychodynamischer Sicht eine differenzierte Darstellung der Krankheitsbilder, von Therapie, Prävention und Begutachtung schwer traumatisierter Patienten sowie der Täter selbst. Die zahlreichen anschaulichen Fallbeispiele lassen ein praxisorientiertes Fachbuch entstehen. 
In neuen Beiträgen der dritten Auflage werden die zunehmend besser erforschten psychobiologischen Zusammenhänge, die Relevanz von Ein-Eltern-Familien für das Einwirken früher Stresserfahrungen sowie Probleme der Begutachtung sexueller Missbrauchserfahrungen bei retrospektiver Beschuldigung im Erwachsenenalter abgehandelt. Eine besondere Ausweitung erfährt das Buch auch hinsichtlich der heutigen Möglichkeiten präventiver Maßnahmen und Interventionen.


Ulrich Tiber Egle, Sven Olaf Hoffmann, Peter Joraschky (Hrsg.)
Sexueller Missbrauch, Misshandlung, Vernachlässigung
Erkennung, Therapie und Prävention der Folgen früher Stresserfahrungen
2005, 816 Seiten
ISBN 978-3-7945-2314-6

 

Bestellmöglichkeit

Kinderpornographie und Internet 


Der Band 9 der Reihe Internet und Psychologie: Neue Medien in der Psychologie“ beleuchtet ein kriminelles Phänomen, das erst seit den 90er Jahren verstärkt in den Fokus der (fach-)öffentlichen Diskussion geraten ist und in seinem Umfeld in besonderer Weise an die Technologien des Mediums Internet gekoppelt zu sein scheint: die Kinderpornographie. 
Aufgerollt werden Fakten und Mythen des Terrains, in dem sich das sexuelle Begehren einer globalen Subkultur auf die bildliche Inszenierung des sexuellen Missbrauchs von Kindern richtet. Mit differenziertem Blick auf die Kommunikations- und Distributionsoptionen der unterschiedlichen Internetdienste analysiert die Autorin nicht nur die konkreten Handlungsspielräume von Tätern und internationaler Strafverfolgung, sondern untersucht auch Erscheinungsformen, typische Wahrnehmungsmuster und Definitionsproblematiken rund um die Bilder. Kritisch hinterfragt werden zudem gängige Wirkungsannahmen.

http://www.hogrefe.de/programm/kinderpornographie-und-internet.html
Korinna Kuhnen
Kinderpornographie und Internet 
Medium als Wegbereiter für das (pädo-)sexuelle Interesse am Kind? 
2007, 323 Seiten
ISBN -8017-2085-8 

http://www.hogrefe.de/programm/media/catalog/Book/978-3-8017-2085-8_inh.pdf

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe


Bestellmöglichkeit

Downloads

Hamburger Modellprojekt für sexuell auffällige Minderjährige

In den letzten zwanzig Jahren sind sexuelle Grenzüberschreitungen durch
Minderjährige gesellschaftlich und auch von Wissenschaftlern vermehrt diskutiert worden. Dennoch bleibt die Forschung im deutschsprachigen Raum lückenhaft.
Im Jahr 2009 sind 20% der Sexualstraftaten von jungen Menschen unter 21 Jahren begangen worden, etwa 10 bis 15% der sexuell auffälligen Jugendlichen setzen ihr Verhalten im Erwachsenenalter fort. Um sexuelle Auffälligkeiten zu verhindern und gezielte Präventions- und Interventionsprogramme schaffen zu können, müssen zunächst spezifische Defizite und Ressourcen sexuell auffälliger Minderjähriger herausgearbeitet werden.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel aus der Zeitschrift „Praxis der Rechtspsychologie“ 1/2011

www.praxis-der-rechtspsychologie.de

Informationsbroschüre: Wohin gehst du?


Die Broschüre der Polizeilichen Kriminalprävention befasst sich mit Problemlagen und Kriminalitätsformen, von denen Kinder und Jugendliche im Alltag – als Opfer oder als Täter – betroffen sein können. Ausführlich wird dabei u.a. auf Kindesmisshandlung und das Thema sexueller Missbrauch eingegangen. Eltern und andere Erziehungsverantwortliche erhalten neben grundlegenden Informationen Hinweise bei der Suche nach geeigneten Anlauf- und Beratungsstellen.

Download der Broschüre

Informationsbroschüre: Mutig fragen – besonnen handeln


Die Broschüre des Bundeministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bietet für Mütter und Väter Informationen zum sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen sowie Hinweise zur Prävention.

Download der Broschüre



Links

Website „Kein Täter werden“ zum Präventionsprojekt Dunkelfeld (PPD)


Auf dieser Seite finden sich weiterführende Informationen zum Präventionsprojekt Dunkelfeld (PPD). Neben Hintergrundinformationen zur sexuellen Präferenz, zu Pädophilie und Hebephilie, zu Kindesmissbrauch und Missbrauchsabbildungen finden sich auch Angaben zum Projekt selbst, seinen Zielen und bisherigen Ergebnissen sowie zur Therapie mit ihren Voraussetzungen und Inhalten. Hinweise auf aktuelle Entwicklungen ergänzen das Angebot. 

kein-taeter-werden.de


Themenseiten der Polizeilichen Kriminalprävention


Auf den Themenseiten der Polizeilichen Kriminalprävention finden sich im Bereich „Themen und Tipps“ Informationen zu sexuellem Missbrauch von Kindern sowie zur Kinderpornografie: zu rechtlichen Bedingungen, Schutzmechanismen und entsprechenden Hilfseinrichtungen. Auch „Opferinformationen“ sind zu den Themen sexuelle Nötigung und Vergewaltigung sowie sexueller Missbrauch von Kindern zu finden.

polizei-beratung.de


Bild: www.polizei-beratung.de

Veranstaltungen

14. - 15. September 2012

Seminar „Wenn das Unfassbare geschieht. Hilfe für die Kleinen und Kleinsten – Krisenintervention und frühe Hilfsmöglichkeiten nach belastenden Ereignissen“


Der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen, die Konfrontation mit dem Thema Suizid oder das (Mit)erleben anderer extremer Situationen sind für Kinder und Eltern eine Herausforderung, die Grenzen berührt. Verlorene Sicherheit, das Infragestellen des Verständnisses der eigenen Welt, sich aufdrängende Bilder und schwierige Fragen bringen Familien in ungewohnte und nicht selten ängstigende Situationen. 
Im Seminar wird allgemeines notfallpsychologisches Wissen zur speziellen Situation von Kindern und Jugendlichen in Notfallsituationen in Beziehung gesetzt und die damit verbundenen besonderen Handlungsnotwendigkeiten dargestellt. Den Teilnehmern werden praxisbezogen hilfreiche Techniken und Ansätze zum Umgang mit entstehender Symptomatik und bedeutsame Regeln in Beratung, Begleitung und Therapie vermittelt. In einem Exkurs soll auch der Frage nachgegangen werden, wie Kindereinrichtungen und Fachpersonal wirkungsvoll im Umgang mit diesen Ausnahmesituationen geschult und begleitet werden können.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-)Psychotherapeuten, psychotherapeutisch tätige Ärzte sowie Mitarbeiter von Beratungsstellen, Krisendiensten, Jugendämtern und mit Leitungsaufgaben in Kinder- und Jugendeinrichtungen. 

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung


19. - 20. Oktober 2012

Seminar „Trauma und Traumafolgestörungen im Leben von Kindern und Jugendlichen“


Das Seminar behandelt neben allgemeinen Grundkenntnissen der Psychotraumatologie vor allem die Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen.
Die Teilnehmer erlernen, Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen und erwerben Kenntnisse über Neurobiologie und Trauma. Es wird die Frage reflektiert, ob Traumafolgestörungen eine besondere Pädagogik erfordern. Zur Psychotherapie von Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen wird eine Einführung gegeben.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-)Psychotherapeuten, Ärzte sowie Studierende der Psychologie, die kurz vor ihrem Abschluss stehen.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

21. - 23. September 2012

Seminar „Föderative Weiterbildung in Rechtspsychologie: Psychologie der Zeugenaussage II“


In diesem Seminar werden Kenntnisse über spezielle Probleme der Glaubhaftigkeitsbegutachtung, den Begutachtungsprozess, das Gutachten, Explorationskonzepte und Fragestrategien vermittelt. Inhaltliche Schwerpunkte sollen u.a. die Prüfung der Suggestionshypothese, spezielle Fragen der Glaubhaftigkeitsbegutachtung (teilweise unstreitiges Geschehen, Widerruf, Traumatisierung, Missbrauchsverdacht im familiengerichtlichen Verfahren), Begutachtungsprozesse, Grundkonzepte der Befragung, Ablauf der Exploration sowie die Analyse von Explorationsprotokollen sein.
Das Angebot richtet sich an Psychologen und Psychologische Psychotherapeuten.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

5. -  6. Mai 2012

Seminar „Föderative Weiterbildung in Rechtspsychologie: Psychologische Gutachten in Familiensachen unter besonderer Berücksichtigung des in Kraft tretens des FamFG am 1.9.2009“


Das Seminar beschäftigt sich in einem ersten Teil mit der rechtspsychologischen Tätigkeit im Rahmen der Regelung der elterlichen Sorge, des Aufenthaltsbestimmungsrechts und des Umgangsrechts bei Trennung und Scheidung nach § 1671 BGB.
Im zweiten Teil des Seminars werden u.a. die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte behandelt: Regelung der elterlichen Sorge und des Umgangsrechts bei Trennung und Scheidung und bei einer Kindeswohlgefährdung nach § 1666 BGB (z.B. Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch, seelische Erkrankung der Eltern, Alkohol- und Drogensucht der Eltern etc.), die Rückführung eines Kindes in die Herkunftsfamilie aus der Pflegefamilie nach § 1632 Abs. 4 BGB, die Wegnahme eines Kindes vom Stiefelternteil sowie Inobhutnahme eines Kindes.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, Psychologische Psychotherapeuten sowie Studierende der Psychologie mit einem rechtspsychologischen Schwerpunkt, die kurz vor ihrem Abschluss stehen.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung