Kindertrauer

Sterben, Tod und Trauer – diese Themen, so tabubehaftet sie oft sind, berühren und beschäftigen uns alle. Auch Kinder sind von Verlusterlebnissen betroffen. Inwiefern unterscheiden sie sich in ihrem Trauerverhalten von Erwachsenen? Welche besondere Unterstützung brauchen sie?

Liebe Leserinnen und Leser,

„Sterben“, „Tod“ und „Trauer“ – diese Themen, so tabubehaftet sie oft sind, berühren und beschäftigen uns alle. Auch Kinder und Jugendliche sind von Verlusterlebnissen betroffen. Und sie sollten mit ihrer Trauer und ihren Fragen nicht allein gelassen werden. Nicht selten fällt es jedoch den Erwachsenen schwer, über diese Themen zu sprechen, auch deshalb, weil sie mitunter selbst betroffen sind.

Dr. Franziska Röseberg vom Zentrum für Palliativmedizin am Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard in Bonn/Rhein-Sieg ist in der psychologischen und psychoonkologischen Beratung sowie in der Trauerbegleitung tätig. Zudem ist sie Gründungsmitglied und Sprecherin des Bundesarbeitskreises Trauerbegleitung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien. Im Interview berichtet sie, wie Kinder an das Thema Sterben und Tod herangeführt werden können, inwiefern sie anders trauern als Erwachsene und wie sie dabei unterstützt werden können.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats September interessante Literaturtipps zu den Themen „Kindertrauer“, „Trauerbegleitung“, „Sterben“ und „Tod“. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

Auch in der Print-Ausgabe von „report psychologie“ geht es um Sterben und Trauer. Unter anderem stehen die Versorgung von Sterbenden, ethische Fragen im Themenfeld und die psychologische Hospizarbeit im Fokus der November-Dezember-Ausgabe.

Einen guten Start in den Winter wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion



P.S.: Gefällt Ihnen unser Thema des Monats oder haben Sie weitere Anregungen oder Wünsche? Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

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5 Fragen an...

Franziska Röseberg

Inwiefern unterscheiden sich Kinder in ihrem Trauerverhalten von Erwachsenen? Welche besondere Unterstützung brauchen sie? Und welche Folgen kann unverarbeitete Trauer haben? Auf diese und weitere Fragen antwortet Dr. Franziska Röseberg im Interview.

Dr. Franziska Röseberg ist Psychologin, Mitarbeiterin am Zentrum für Palliativmedizin, Malteser Krankenhaus Seliger Gerhard Bonn/Rhein-Sieg, und in der psychologischen und psychoonkologischen Beratung sowie in der Trauerbegleitung tätig – unter anderem im Projekt „Trau Dich Trauern“. Zudem ist sie Gründungsmitglied und Sprecherin des Bundesarbeitskreises Trauerbegleitung von Kindern, Jugendlichen und deren Familien.

Lesen Sie hier das gesamte Interview


Literatur


Handbuch Kindertrauer

Das Buch gibt einen praxisbezogenen und theoretisch fundierten Einblick in die Thematik Trauer von Kindern und deren Familien. Trauer ist dabei weit gefasst und bezieht sowohl Erfahrungen vom Tod nahestehender Menschen, das Erleben von Sterben als auch andere Verlustsituationen ein. Hierbei werden die besonderen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen berücksichtigt. Die langjährig erfahrenen Autoren beschreiben Unterstützungsmöglichkeiten in der Familie, in Institutionen sowie in spezifischen Trauerbegleitungsangeboten. Praxisbeispiele oder Aussagen von Betroffenen leiten in die thematischen Aspekte ein. Neben Experten aus Deutschland sind auch internationale Autoren vertreten.

Franziska Röseberg, Monika Müller (Hrsg.)
Handbuch Kindertrauer
Die Begleitung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien
2014, 547 Seiten
ISBN 978-3-525-40227-6


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Familienorientierte Trauerbegleitung nach dem Tod eines nahe stehenden Menschen


Über 50 spezifische Trauerbegleitungsangebote für Kinder, Jugendliche und deren Familien wurden mittlerweile in Deutschland implementiert. Neben einer allgemeinen Einführung zu Trauertheorien im Kontext der Familientrauerbegleitung wird das Konzept des Bonner Projektes „Trau Dich Trauern“ vorgestellt. Franziska Röseberg untersuchte im Rahmen dieses Projekts die Motivation zur Teilnahme und die Zuschreibung der Wirkung der Trauergruppe von Kindern und Erwachsenen. Fünf Jahre lang wurden Familien im Anschluss an die Gruppenteilnahme mit Hilfe von Fragebögen befragt. Mit einer begründeten Auswahl von Teilnehmern wurden mindestens zwei Jahre nach deren Gruppenteilnahme Interviews durchgeführt. Die Fragebögen und transkribierten Interviews wurden inhaltsanalytisch ausgewertet.
Die überwiegende Mehrheit bewertete die Trauergruppe als positive Erfahrung. Kinder hoben insbesondere das kreative Gestalten, die Kommunikation mit anderen Teilnehmern, die Gruppenatmosphäre und die Pausen hervor. Die meisten Eltern beschrieben eine positive Auswirkung der Gruppenteilnahme auf ihre Kinder.


Franziska Röseberg
Familienorientierte Trauerbegleitung nach dem Tod eines nahe stehenden Menschen
Qualitative Untersuchung zur Teilnehmermotivation und Wirkung einer Gruppenintervention aus der Sicht von Kindern und Eltern
2013, 154 Seiten
ISBN 978-3-8440-2169-1


Download des Abstracts

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Kindertrauergruppen leiten


Die Nachfrage nach Möglichkeiten der Trauerarbeit mit Kindern wächst. Gerade Kindertrauergruppen bieten neue Perspektiven, Kindern in Krisen nach Tod und Verlust angemessen zu begegnen. Aber: Welche Grundsätze sollten bei dieser Arbeit beachtet werden? Welche Rahmenbedingungen sollten erfüllt sein, wenn die Arbeit gelingen soll? Und: Wie wird eine Stunde in der Kindertrauergruppe gestaltet? Der erste Teil dieses Handbuchs beantwortet umfassend und mit einem konsequenten Blick auf die Praxis solche Fragen. Der zweite Teil erschließt einen weiteren wichtigen Aspekt im Umfeld der Arbeit mit Kindertrauergruppen: die ergänzende Arbeit mit den Eltern bzw. anderen Bezugspersonen trauernder Kinder. Auch hier werden grundlegende Aspekte vorgestellt, die Rahmenbedingungen geklärt und eine Fülle von praktischen Anregungen gegeben.
Eine auf einer CD beigegebene umfangreiche Materialsammlung rundet das Handbuch ab.


Stephanie Witt-Loers, Birgit Halbe
Kindertrauergruppen leiten
Ein Handbuch
2013, 256 Seiten
ISBN 978-3-579-06845-9


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Trennung, Tod und Trauer in den ersten Lebensjahren


Früher oder später wird jedes Kind mit den Themen Trennung, Tod und Trauer konfrontiert. Die Autoren zeigen allen, die mit kindlicher Entwicklung befasst sind, wie effiziente Hilfestellungen für betroffene Kinder und ihre Familien ressortübergreifend entwickelt und verwirklicht werden können.
Allein in Deutschland erleben jährlich mehr als 150.000 Kinder die Trennung, den Tod oder die Scheidung ihrer Eltern. Die Auswirkungen davon auf Kleinkinder sind vielfältig. Neben den bestehenden familiären Belastungen erleben diese Kinder in ihren außerfamiliären Betreuungskontexten nicht selten verunsicherte professionelle Bezugspersonen.
Themen des Bandes sind unter anderem Fehl- und Totgeburten, früher Kindstod, die Praxis der Kinderhospizarbeit, Fragen der Inobhutnahme und Adoption, die psychotherapeutische Begleitung verwaister Kinder und die Betreuung von Pflegefamilien sowie das große Thema von Trennung und Scheidung der Eltern.
Der Band gibt den aktuellen Wissensstand über ein wichtiges Thema wieder und liefert Orientierung für Praktiker und Organisatoren aus der therapeutischen und beratenden Praxis, aber auch aus Gemeinden, Verbänden, Organisationen und der Politik.


Rüdiger Kißgen, Norbert Heinen (Hrsg.)
Trennung, Tod und Trauer in den ersten Lebensjahren
Begleitung und Beratung von Kindern und Eltern
2014, 247 Seiten
ISBN 978-3-608-94864-6


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Kinder bei Tod und Trauer begleiten


Jährlich sind Tausende von Kindern vom Tod einer nahe stehenden Person betroffen – ob innerhalb der eigenen Familie oder in Kindergarten und Grundschule. Die meisten Erwachsenen sind angesichts trauernder Kinder verunsichert und fühlen sich überfordert, sodass diese oft auf sich allein gestellt bleiben und in ihrer unterschiedlichen Art der Trauer nicht wahr- und ernst genommen werden.
Kinder brauchen Hilfestellungen, um mit ihren Verlusten umzugehen und ihre Ängste zu bewältigen. Die beiden Autorinnen geben dazu konkrete Anregungen: von der Elterninformation über die Aussprache im Kollegium bis hin zur gemeinsam gestalteten Trauerfeier. Voraussetzung für das Eingehen auf das trauernde Kind, die Bedürfnisse der Gruppe und der Betreuenden ist die eigene Auseinandersetzung mit dem meist tabuisierten Thema. Die Kunst, sich nicht zu identifizieren und Kinder trotzdem einfühlsam zu begleiten, wird anschaulich vermittelt. Daneben gibt es Anregungen, bereits im Vorfeld eine Kultur des „abschiedlichen Lebens“ in der Einrichtung zu entwickeln. Kinder bekommen so die Möglichkeit, Verlust und Trauer spielerisch zu begreifen.


Petra Hinderer, Martina Kroth
Kinder bei Tod und Trauer begleiten
Konkrete Hilfestellung in Trauersituationen für Kindergarten, Grundschule und zu Hause
2005, 123 Seiten
ISBN 978-3-936286-72-4


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Leidfaden


„Kinder und Jugendliche – ein Trauerspiel“: In der provokanten Formulierung steckt zum einen die immer wieder zu beobachtende spielerische und manchmal leichte Art, mit der Kinder ihren Umgang mit Tod und Trauer gestalten. Zum anderen ist es an einigen Stellen nach wie vor ein Trauerspiel, welche Unsicherheiten bei Erwachsenen zu beobachten sind, wenn es darum geht, Kindern und Jugendlichen in diesem Kontext zu begegnen. Immer wieder wird aus gutgemeinten Gründen versucht, sie außen vor zu halten, was am Ende oft zu einer Ausgrenzung führt, die nicht selten wiederum Schuldgefühle bei Kindern begünstigt.
Der kindlichen Frage danach, wohin wir einmal gehen, wird nicht selten mit der gleichen Unsicherheit und Ängstlichkeit begegnet, wie der Frage danach, woher wir kommen. Nach wie vor sind unvorteilhafte Beschönigungen zu beobachten, wie zum Beispiel „Oma ist eingeschlafen“, und man fragt sich, wie Kinder beruhigt einschlafen sollen, nachdem sie erfahren haben, dass Oma nach dem Einschlafen eingegraben oder verbrannt wurde.
Zum Glück gibt es vielfältige Angebote zum Thema trauernde Kinder und Jugendliche: Trauergruppen, Trauerreisen, Trauercamps, Trauerforen, Trauerseminare, Trauerliteratur. Doch sind es eher Erwachsenen, die Hilfe benötigen. Deshalb richtet sich dieses Heft nicht vornehmlich an Kinder und Jugendliche, sondern an diejenigen, die sich mit kindlicher und eigener Trauer auseinandersetzen möchten.

Lukas Radbruch, Heiner Melching (Hrsg.)
Leidfaden
Heft 4/2012: Kinder und Jugendliche – ein Trauerspiel
2012, 101 Seiten
ISBN 978-3-525-80600-5


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Wir nehmen jetzt Abschied


Das Erleben von Verlusten unterschiedlicher Art gehört zu den kindlichen Erfahrungen, die nicht leicht zu bewältigen sind. Und doch: Abschiede, Trennungen, Verlust, Tod und Trauer gehören elementar zum Leben, sind gleichsam „Urerfahrungen“, die unser Leben von der Geburt bis zum Tod begleiten. Das Buch leitet an und befähigt, Kinder und Jugendliche auf die schmerzhaften Erfahrungen von Abschiednehmen und Trauer vorzubereiten und sie dabei zu begleiten. Die Autorinnen sensibilisieren für den natürlichen Zugang von Kindern zu Fragen nach Leben und Sterben. Sie wecken Verständnis für die besonderen Reaktionen der Kinder auf ganz unterschiedliche Verlusterfahrungen.


Monika Specht-Tomann, Doris Tropper
Wir nehmen jetzt Abschied
Kinder und Jugendliche begegnen Sterben und Tod
2011, 216 Seiten
ISBN 978-3-8436-0006-4


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Lebensgärten – Wüstentäler


Die Anlässe der Trauer sind unterschiedlich, das Alter und damit das Todesverständnis der Kinder und Jugendlichen ist altersabhängig, aber dennoch können Kinder und Jugendliche gemeinsam nach dem Konzept „Brücken bauen“, das auf Artikulation, Reflexion und Integration basiert, einen Weg finden, damit ihr Leben trotzdem gelingen kann.
Seit vielen Jahren begleitet Elvira Pfleiderer Kinder und Jugendliche in Trauergruppen, bei erlebnispädagogischen Tagen und mit Einzelbegleitungs- und Beratungsangeboten. Das vorliegende Konzept konnte durch Reflexion, praktische Erfahrung und zahlreiche Fortbildungen stets weiterentwickelt werden. Dieses Praxisbuch erläutert das „Brücken bauen“-Konzept und zeigt konkret, wie Begleiter, Eltern, Lehrer und Erzieher in der Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher handeln können. Lieder-, Spiel- und Gesprächsvorschläge vermitteln individuelle Spielräume.

Elvira Pfleiderer
Lebensgärten – Wüstentäler
Ein Praxisbuch, um Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer besser verstehen und begleiten zu können
2014, 205 Seiten
ISBN 978-3-941251-63-2


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Sterben, Tod und Trauer in der Schule


Lehrer werden zu Trauerbegleitern, wenn akute Krankheits- und Sterbefälle den Schulalltag überschatten. Ihnen bietet der Band Information und Orientierung und eröffnet Handlungsmöglichkeiten. Wie trauern Kinder? Wie begleiten wir sie? Das ist auch ein Thema für die Schule, sei es dass ein Kind einen Verlust in der Familie beklagt, dass ein Mitschüler verunglückt ist oder ein Lehrer schwer krank wird. Wie kann der Klassenlehrer, wie kann das Kollegium reagieren? Welche Angebote können gemacht werden – in einem Fach, das auch für Lehrer fremd ist: Seelsorge? Der Band erörtert Grundlagen, Handlungsfelder und -möglichkeiten und entfaltet Praxisbeispiele.

Stephanie Witt-Loers
Sterben, Tod und Trauer in der Schule
Eine Orientierungshilfe mit Kopiervorlagen
2009, 96 Seiten
ISBN 978-3-525-58009-7


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Wenn Kinder traurig sind


Der kleine Max ist untröstlich, weil sein Wellensittich entflogen ist. Anna will nichts mehr essen, weil ihre beste Freundin wegzieht. Felix verkriecht sich in seinem Zimmer, weil sein Opa gestorben ist. Abschied, Trennung und Verlust sind schwer – auch für Kinder. Und es sind nicht immer nur die großen Verluste, die Kinder belasten. Was können Erwachsene tun, um Kindern zu helfen, Trauer zu bewältigen? Die erfahrene Psychologin Monika Specht-Tomann unterstützt Eltern, Erzieher und Lehrer dabei, kindliche Verhaltensweisen zu verstehen und traurige Kinder sensibel zu begleiten.


Monika Specht-Tomann
Wenn Kinder traurig sind
Wie wir helfen können
2008, 180 Seiten
ISBN 978-3-491-40136-5


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Trauer und Trauma


Jedes Jahr kommen Tausende von Menschen durch einen unerwarteten Tod ums Leben. Sie sterben bei Unfällen, werden ermordet, begehen Suizid, manche Babys sterben den plötzlichen Säuglingstod. Bei großen Katastrophen kommen oft viele, manchmal gar Hunderte ums Leben – bei Zugunglücken, Flugzeugabstürzen, Terroranschlägen oder Amokläufen. Für die Hinterbliebenen ist solch ein Tod ein Trauma. Betroffen sind aber auch die Helfer, Ärzte, Polizisten, Feuerwehrleute, Psychologen und Notfallseelsorger, die zu einem Unglück gerufen werden. Wie geht es diesen Helfern, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden, und wie erleben Hinterbliebene das Überbringen einer Todesnachricht? In diesem Buch werden auch die unterschiedlichen Reaktionen von Gesellschaft, Helfern und Trauernden untersucht. Es richtet sich an Menschen, die Trauernde und Traumatisierte beruflich oder ehrenamtlich oder in anderer Funktion begleiten: Psychologen, Therapeuten, Theologen, Notfallseelsorger, Ersthelfer, Mitarbeiter verschiedener Beratungsstellen, Hospiz-Mitarbeiter, aber auch interessierte Freunde und Bekannte.

Hanne Shah, Thomas Weber
Trauer und Trauma
Die Hilflosigkeit der Betroffenen und der Helfer und warum es so schwer ist, die jeweils andere Seite zu verstehen
2013, 164 Seiten
ISBN 978-3893345779


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Handbuch Trauerbegegnung und -begleitung


Palliativmedizin und Hospizarbeit haben sich in den vergangenen Jahren in vielfältiger Weise entwickelt. Das hat auch dazu geführt, dass Sterben, Tod und Trauer in der Gesellschaft intensiver wahrgenommen und diskutiert werden. In der Begegnung und Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen einschließlich ihres Umfelds sind Themen wie Schmerz, körperliche Symptome, psychosoziale Probleme, Erfahrungen von Leid, Abschied, Tod und Trauer allgegenwärtig. Eine wesentliche Aufgabe der im palliativen und hospizlichen Bereich Tätigen ist der Umgang mit Trauer. Das Handbuch klärt über die Möglichkeiten und Grenzen von Trauerbegegnung und -begleitung auf und gibt Antworten auf die zahlreichen Fragen zum Phänomen Trauer. Neben der Vermittlung theoretischen Grundwissens zum Verständnis von Trauer werden praktische Wege und Strategien zum Umgang mit Trauer gezeigt sowie immer wieder auftauchende Fragen von Schuld, Verzweiflung, Sinnsuche und Sehnsucht besprochen.

Monika Müller, Sylvia Brathuhn, Matthias Schnegg
Handbuch Trauerbegegnung und -begleitung
Theorie und Praxis in Hospizarbeit und Palliative Care
2014, 292 Seiten
ISBN 978-3-525-45188-5


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe


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Keine Angst vor fremden Tränen


Wie begrüße ich die Kollegin, die nach dem Tod des Mannes wieder zur Arbeit kommt? Wie verhalte ich mich bei der Nachbarin, deren Sohn kürzlich starb? Kann ich meinem Bruder helfen, nach dem Tod seiner Frau nicht zu verzweifeln? Tod und Trauer sind keine einfachen Themen. Vielen Menschen fällt es schwer, mit Trauernden umzugehen. Sie haben Angst, etwas falsch zu machen oder nicht die richtigen Worte zu finden.
Dieses Buch ist für alle geschrieben, die Trauernden begegnen. Denn für trauernde Menschen ist kaum etwas so wichtig wie ein stabiles soziales Netz. Chris Paul legt einen umfassenden Leitfaden für den Umgang mit Trauernden vor, der Sprach- und Hilflosigkeit überwinden hilft, zur Anteilnahme ermutigt und den Abbau von Ängsten und Überforderung ermöglicht.

Chris Paul
Keine Angst vor fremden Tränen
Trauernden Freunden und Angehörigen begegnen
2013, 176 Seiten
ISBN 978-3-579-07303-3


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Schuld – Macht – Sinn


Ein Mensch stirbt – und zurück bleiben trauernde Angehörige. Manchmal fühlen diese sich schuldig am Sterben des geliebten Menschen: Hätte ich seine Erkrankung früher erkennen müssen, gar verhindern können, wenn ich nur mutiger auf eine andere Lebensweise gedrängt hätte? Habe ich ihr zu viel Kummer gemacht, dass sie so plötzlich starb? Oder andere werden verantwortlich gemacht: Die Tochter hat der Mutter doch das Herz gebrochen! Die Ärzte haben viel zu früh aufgegeben und hatten ohnehin keine Ahnung!
In diesem Arbeitsbuch bietet Chris Paul einen innovativen Ansatz im Umgang mit Schuldkonstruktionen im Trauerprozess. Geklärt wird, was Schuld eigentlich ist, wie Schuldkonstruktionen entstehen, wie sie wirken und warum sie für Trauernde manchmal sehr wichtig sein können. Menschen, die Trauernde begleiten, finden umfassende, ungewöhnliche und erhellende Klärungen zu einem oft so unsinnig und undurchsichtig erscheinenden Phänomen. Und sie erfahren, wie Schuldvorwürfen im Trauerprozess sinnvoll und hilfreich begegnet werden kann.


Chris Paul
Schuld – Macht – Sinn
Arbeitsbuch für die Begleitung von Schuldfragen im Trauerprozess
2013, 224 Seiten
ISBN 978-3-579-06833-6


Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Downloads

Sterben, Tod und Trauer im Kindergarten


Sterben, Tod und Trauer machen vor den Toren eines Kindergartens nicht halt. Ausgelöst durch den Tod der Katze, die das Kind am Straßenrand leblos liegen sah, oder schwerwiegender noch, ausgelöst durch den Tod der Großmutter oder des Vaters eines Kindergartenkindes kommt das Thema in den Kindergarten, muss und darf dort seine Zeit und seinen Raum finden. Mitarbeiter von Kindertagesstätten haben mitunter wenig Erfahrung mit dem Thema, zudem war der Umgang mit Sterben und Tod kein Thema in ihrer Ausbildung. Es gibt vielleicht wenig Regelhaftes und Konkretes, was ihren Umgang mit einer solch sensiblen Situation bestimmt. Diese Broschüre von Cécile Droste zu Vischering und Gerlinde Dingerkus bietet ein Repertoire an Verhaltensweisen, Methoden oder auch Medien an, die Mitarbeitende in Kindertageseinrichtungen sowohl präventiv als auch in akuten Situationen nutzen können.

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Tod und Trauer in der Schule


Wenn ein Mensch stirbt, trauern Familie, Freunde, Kollegen – und Mitschüler. Der Verein „Trauernde Kinder Schleswig-Holstein“ bietet eine Handreichung zum Thema „Tod und Trauer in der Schule“ an. Sie gibt einen Überblick über Trauerphasen, darüber, wie man Eltern und Schüler möglichst schnell und umfassend informieren kann, und über Möglichkeiten, mit den Schülern über Tod und Trauer zu sprechen. Als regulärer Teil des Unterrichts oder im akuten Trauerfall in einer Klasse oder Schule.

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Mit Kindern über Krebs sprechen


Mit dem Ratgeber „Mit Kindern über Krebs sprechen“ möchte der Verein „Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e.V.“ erkrankten Eltern helfen, eine Brücke zu ihrem Kind zu bauen – damit diese gerade in dieser schwierigen Zeit für ihr Kind da sein können. Die Broschüre informiert darüber, wie Kinder die Diagnose Krebs eines Elternteils erleben und wie sie reagieren. Es werden Anregungen gegeben, wie Eltern mit ihren Kindern über die Krankheit, die Therapie und das Thema Sterben und Tod sprechen können.

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Links

Bundesverband Trauerbegleitung


Der Bundesverband Trauerbegleitung setzt sich für Qualitätsstandards in der Ausbildung und der Berufsausübung von Trauerbegleitern ein. Auf der Internetseite des Verbands werden diese genau erläutert. Zudem finden sich Hinweise auf Fortbildungsangebote sowie weitere Veranstaltungen.

Zur Website des Bundesverbands Trauerbegleitung

Wegweiser Hospiz und Palliativmedizin Deutschland


Der Wegweiser Hospiz und Palliativmedizin Deutschland bietet einen Überblick über Angebote der Trauerbegleitung. Zudem finden sich auf der Internetseite Texte zur Hospizarbeit und zur Palliativmedizin.

Zur Website des Wegweisers


Flüsterpost


Der Verein Flüsterpost setzt sich für Kinder krebskranker Eltern ein, deren Situation oft nicht ausreichend berücksichtigt wird. Auf der Internetseite finden sich hilfreiche Informationen zum Thema Krebs – für alle Altersgruppen aufbereitet. Zudem wird auf entsprechende Beratungsstellen, auf Links, Veranstaltungen und Infomaterialien hingewiesen.

Zur Website der Flüsterpost

Trau Dich Trauern


Auf der Internetseite des Projekts „Trau Dich Trauern“ finden sich Informationen zur Trauer allgemein sowie zur Trauer bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Zudem wird auf relevante Literatur und wichtige Links hingewiesen.

Zur Website des Projekts

Hospiz macht Schule


„Hospiz macht Schule“ ist der Name einer Projektwoche für Kinder der 3. und 4. Klasse an Grundschulen. Durchgeführt wird diese von ehrenamtlich engagierten Menschen aus örtlichen Hospizgruppen in Kooperation mit den Schulen. Die Ehrenamtlichen werden in dem speziell für das Projekt entwickelten Ausbildungsstandard der Bundes-Hospiz-Akademie für die Durchführung der Projektwoche vorbereitet.
In Kleingruppen und mit Hilfe von sach- und altersangemessenen Geschichten, Büchern und Filmausschnitten beschäftigen sich die Kinder mit Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod, Trauer sowie Trost und Trösten. Es geht darum, zu vermitteln, dass Leben und Sterben miteinander untrennbar verbunden sind. Die Kinder lernen darüber hinaus auch Jenseitsvorstellungen anderer Religionen kennen.

Zum Projekt: Hospiz macht Schule

Veranstaltungen

8. Januar bis 2. Mai 2015

Basiskurs „Trauerbegleitung“, Stuttgart


Die Begleitung von Menschen mit Verlusterfahrungen ist eine bedeutsame Aufgabe. Sie stellt sich in der Begegnung mit Trauernden und deren Angehörigen, in der kollegialen Zusammenarbeit, im ehrenamtlichen Einsatz und persönlichen Umfeld. Sie erfordert fachliche und emotionale Kompetenz, die Bereitschaft, sich mit existenziellen Fragestellungen auseinander zu setzen und eine Begleithaltung zu entwickeln. Ziel dieser Fortbildung ist es, eigene Betroffenheit und die Fähigkeiten zur Begleitung zu reflektieren, Trauerprozesse verstehen und kompetent begleiten zu können.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

9. Januar bis 14. März 2015

Seminar „Wenn Kinderherzen trauern“, Cappeln


Dieses Seminar richtet sich an alle, die im Rahmen von Hospiz- und Trauerarbeit mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. Es wird ein Überblick über typische und häufige Reaktionen von Kindern und Jugendlichen gegeben. Gängige Konzepte und Theorien über das Verständnis und die Bearbeitung von Verlust, Tod und Trauer werden unter Berücksichtigung entwicklungspsychologischer Aspekte vorgestellt und kritisch hinterfragt. Praktische Anregungen für eine Umsetzung des Themas im pädagogischen Alltag sowie Rituale, Spiele und Bücher geben Anregungen, das Thema aktiv in die Hospizarbeit mit Kindern und Jugendlichen zu integrieren. Praktische „Techniken und Methoden“ in der Beratung und Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher werden erprobt und vertieft. Es sollen in diesem Seminar Möglichkeiten, aber auch Grenzen in der Unterstützung und Beratung des familiären Umfelds, Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Eltern und anderen Bezugspersonen, die Bildung von Netzwerken und Kooperationen mit anderen „Helfersystemen“ aufgezeigt werden. Auch der persönliche Umgang mit eigenen Ressourcen, mit Hilflosigkeit, mit Grenzen der Unterstützung und mit persönlicher Betroffenheit wird reflektiert und im Austausch werden Ideen individueller und gegenseitiger Unterstützung erarbeitet.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

26. August 2015

Seminar „Verlustbewältigung mit Ego-State Therapie und integrativen Methoden“, Berlin


Die Arbeit mit trauernden Patienten kann für Therapeuten schwierig und belastend sein. Der Verlust ist unwiderruflich, dem stehen Therapeut und Patient, oftmals hilflos mit scheinbar leeren Händen gegenüber. Hier sollen Behandlungsstrategien und -techniken aufgezeigt werden, die zur Verfügung stehen, um die Psychodynamik der komplizierten Trauer angemessen behandeln zu können, sodass die Patienten in ein lebenswertes Leben zurückfinden.
Im Seminar werden Trauerkonzepte nach Joany Spierings und Roland Kachler vorgestellt und diskutiert sowie Behandlungsansätze zu den verschiedenen Verläufen der komplizierten Trauer besprochen. Es wird ein Überblick über hilfreiche Möglichkeiten vermittelt, um Integration im Trauerprozess zu erreichen, hin zu einer gelungenen Verlustbewältigung.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-)Psychotherapeuten und Ärzte sowie Psychotherapeuten in Ausbildung.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

17. September 2015 bis 27. Februar 2016

Fortbildung „Trauer begleiten“, Wien


Trauer ist ein natürlicher und heilsamer Prozess als Reaktion auf einen Verlust. Sie ist notwendig, jedoch meist sehr schmerzhaft. Trauernde brauchen viel Geduld und Einfühlungsvermögen um Abschied zu nehmen, ihre Gefühle zuzulassen, neue Lebensperspektiven zu entwickeln und die Beziehung zum/zur Verstorbenen angemessen in ein neues Leben zu integrieren. Dazu benötigen sie oftmals Wegbegleiter, die geduldig da sind, aufmerksam zuhören und die Gefühle des trauernden Menschen aushalten.
Die Fortbildung beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Inhalten: der Auseinandersetzung mit der eigenen Biografie und mit Verlusterfahrungen, mit der unterschiedlichen Trauertheorien und -modellen, der Begleitung von trauernden Kindern und Jugendlichen, Möglichkeiten der Gesprächsführung, Abschiedsritualen und Gestaltungsmöglichkeiten und der Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung