Macht

Beim Kampf um politischen Einfluss, den wir im Vorfeld der Bundestagswahl beobachten dürfen, geht es auch um das Thema „Macht“. Wie definiert die Psychologie den Begriff Macht und woher kommt das menschliche Bedürfnis nach Macht?

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bundestagswahlen stehen vor der Tür. Es geht um Parteien und Wahlprogramme, um Umfrageergebnisse und Glaubwürdigkeit, um Kanzlerkandidaten und TV-Duelle, um Prognosen und Wahlkampfstrategien… Und vor allem geht es darum, wer am Ende die (politische) Macht erringen kann.

„Der hat die Macht, an den die Menge glaubt", schrieb der Schriftsteller Ernst Raupach. Ist dem so? Wie definiert die Psychologie „Macht“? Welche verschiedenen Formen von Macht und welche Quellen der Macht gibt es? Und woher kommt das Bedürfnis nach Macht? Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. em. Dr. Leo Montada im Interview.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats Juli interessante Literaturtipps, unter anderem zur Psychologie der Macht, zu Macht in Unternehmen und zur Macht in Gesellschaft und Politik. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

Auch die Print-Ausgabe „report psychologie“ rückt in ihrem Sommerheft die Bundestagswahl in den „Fokus“: Prof. Dr. Siegfried Preiser beschäftigt sich mit dem Thema „Politikverdrossenheit“, Prof. Dr. Rolf van Dick mit „politischem Engagement“. Zudem werden im Heft die Wahlprüfsteine 2013 des BDP vorgestellt.

Einen schönen Sommer wünschen

Alenka Tschischka

Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion


P.S.: Wir freuen uns über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

Foto © David Paul Ohmer / flickr.com unter CC BY 2.0

 

5 Fragen an...

Leo Montada

Wie definiert die Psychologie „Macht“? Welche verschiedenen Formen von Macht und welche Quellen der Macht gibt es? Und woher kommt das Bedürfnis nach Macht? Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. em. Dr. Leo Montada im Interview.

Prof. em. Dr. Leo Montada war viele Jahre an der Universität Trier tätig und zugleich bis zum Jahr 2003 Direktor des Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation. Er forschte im Bereich der angewandten Psychologie, insbesondere zu den Themen Gerechtigkeit und Konfliktmediation.

Lesen Sie hier das gesamte Interview

Literatur

Psychologie der Macht


Macht betrifft jeden: Sie ermöglicht Lebensgestaltung, gibt Handlungsfreiheit und steigert das Selbstwertgefühl. Doch Macht macht auch korrupt. Für sie sind Menschen bereit, zu manipulieren, zu intrigieren und den persönlichen Vorteil über alles zu stellen. Macht macht süchtig. Wer sich einmal eine Machtposition erarbeitet hat, will sie kaum wieder aufgeben – die Beispiele Wulff, Guttenberg oder Grasser zeigen das aufs Deutlichste. Machtgefüge halten auch die Wirtschaft in Gang. Um auf der Karriereleiter nach oben zu klettern, braucht es eine ordentliche Portion Biss, um Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Bestimmte Menschentypen sind da besonders erfolgreich – Narzissten und kaltblütige Psychopathen, die an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn manövrieren. Da ist es zum bösen Antlitz der Macht nicht mehr weit, das nur danach trachtet, seine Feinde zu demütigen und zu vernichten. Mit zahlreichen Fallbeispielen aus Politik, Wirtschaft und Medien gibt dieses Buch einen umfassenden Einblick in die Mechanismen der Macht. Damit wird es möglich, sich selbst in den Machtgefügen des Lebens zu positionieren und gleichzeitig Machtmissbrauch und Persönlichkeitsdeformationen zu verhindern.

Michael Schmitz
Psychologie der Macht
Kriegen, was wir wollen
2012, 304 Seiten
ISBN 978-3-218-00846-4

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Macht


Warum beschäftigt sich der CEO der Royal Bank of Scotland eher mit der Auswahl seiner Besprechungskekse als mit der Rettung seiner Firma vor dem Finanzkollaps? Was hat Picassos Sohn mit Bill Clintons Freund Tony Blair zu tun? Und was hat das mit uns zu tun? Alle wollen Macht. Aber was machen wir damit und wie verändern wir uns durch zu viel oder zu wenig Macht? Anhand zahlreicher auch prominenter Beispiele führt uns Ian H. Robertson durch die Untiefen unseres Gehirns und zeigt auf, was einen Sieger ausmacht und was es bei uns auslöst, Macht über andere zu haben. Mit zahlreichen Tests kann man den eigenen Drang zum Siegen ausloten.

Ian H. Robertson
Macht
Wie Erfolge uns verändern
2013, 336 Seiten
ISBN 978-3-423-28012-9

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Was ist Macht?


Spätestens seit Nietzsche gehört „Macht" zu den umstrittensten, aber auch faszinierendsten Begriffen der Geistesgeschichte. Byung-Chul Han untersucht das vielschichtige Phänomen unter verschiedenen Fragestellungen, unter anderem: Was bedeutet Macht? Welche metaphysischen Vorstellungen stehen hinter ihr? Wie funktioniert die Logik der Macht? Gibt es eine eigene Ethik der Macht?

Byung-Chul Han
Was ist Macht?
2005, 149 Seiten
ISBN 978-3-15-018356-4

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Macht in Unternehmen


Kaum ein Begriff ist so diskreditiert wie der der Macht. Sie wird mit Missbrauch, Willkür und Irrationalität verbunden, allein das Streben danach gilt als verdächtig. Dabei ist die regulierende und gestaltende Funktion der Macht für und in Organisationen aus dem Blick geraten, aber auch die Frage nach den Ursprüngen und den Regulativen von Macht. Das Buch untersucht diese Thematik aus der Perspektive von Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen und von „Praktikern der Macht“ aus Unternehmen und Politik.

Bianka Knoblach, Torsten Oltmanns, Ivo Hajnal, Dietmar Fink (Hrsg.)
Macht in Unternehmen
Der vergessene Faktor
2012, 300 Seiten
ISBN 978-3-8349-2960-0

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Die helle und die dunkle Seite der Macht


Viele Jahre von der Öffentlichkeit verkannt und von der Psychologie ignoriert, war die Macht für die meisten Menschen ein Tabuthema. Durch die Verschärfung des Wettbewerbs und den Wertewandel in der Gesellschaft ist heute jeder Einzelne gezwungen, die Machtfrage zu stellen. Über den Missbrauch der Macht wurde schon viel geschrieben, nun ist es an der Zeit, dass auch die helle Seite zu ihrem Recht kommt. Ethik und Gewissen können auf die Dauer nicht ausgeblendet werden. Erst mit Machtkompetenz werden Erfolge auch unter erschwerten Bedingungen möglich. Wie man trotz starker Konkurrenz einen Job bekommt, Karriere macht oder Mitarbeiter führt, wie man in Bürgerinitiativen oder NGOs seine Interessen nachhaltig vertritt: Immer geht es um Durchsetzung der eigenen Ziele gegen den Widerstand von anderen.
Die Autorin macht Mut zur Macht und gibt auch auf die Geschlechterfrage überraschende Antworten jenseits der gängigen Vorurteile. Praktische Anleitungen zur Entwicklung von Abwehr- und Verhandlungsstrategien liefern das Rüstzeug für den kultivierten Umgang mit der Macht, ohne die eigenen Werte zu verraten.

Christine Bauer-Jelinek
Die helle und die dunkle Seite der Macht
Wie Sie Ihre Ziele durchsetzten, ohne Ihre Werte zu verraten
2009, 232 Seiten
ISBN 978-3-902404-68-8

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Die geheimen Spielregeln der Macht


Die Spielregeln haben sich grundlegend geändert, die guten alten Werte existieren nicht mehr. Bescheidenheit und Understatement haben ausgedient. Der Neoliberalismus hat sich in Europa durchgesetzt. Nun gelten andere Gesetze und neue Werte – für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Doch wer seine persönlichen Ziele durchsetzen will, muss sich für Machtinstrumente entscheiden, die wirksam sind. Durchsetzungsfähigkeit, taktisches und strategisches Denken gehören heute zur Grundausstattung der Kommunikation, sie sind der tabuisierte Teil der Sozial-Kompetenz. Wer hingegen in seinen Illusionen gefangen bleibt, wird persönlich weiterhin erfolglos sein und auch die Gesellschaft nicht verändern. Zu dieser besonders gefährdeten Spezies, die aufgrund falscher Annahmen immer weniger erreicht und sich zunehmend selbst ausbeutet, zählen vor allem Gutmenschen, Idealisten und Frauen. Das Buch stellt die neuen Spielregeln vor sowie auch die Mittel, ein kompetenter Machtgestalter zu werden.

Christine Bauer-Jelinek
Die geheimen Spielregeln der Macht
Und die Illusionen der Gutmenschen
2007, 192 Seiten
ISBN 978-3-902404-41-1

Leseprobe

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Psychologie der Menschenführung


In der Politik, in der Arbeitswelt, im Leben: Welche Mechanismen bewirken, dass Menschen anderen Menschen folgen? Warum sind manche Führungskräfte erfolgreich, während andere scheitern? Dieses Buch verknüpft fundamentale Einsichten mit praktischen Antworten für die wichtigsten Führungsprobleme und Herausforderungen. Jedes Kapitel nimmt einen bestimmten Gesichtspunkt von Führung genauer unter die Lupe und erklärt, wie persönliche „Führungs-Kräfte“, zum Beispiel Charisma, Motivations- oder Durchsetzungsfähigkeit entwickelt, Krisen und Konflikte bewältigt oder Strukturen geschaffen werden können. Auch Fragen der Ethik sowie mögliche Fehlentwicklungen im Zusammenhang mit Führung und Macht werden beleuchtet.
Ein Buch für etablierte oder angehende Führungskräfte, die sich konzeptionell und psychologisch breiter für diese Aufgabe wappnen möchten und reflektieren wollen, wie sie ihre Führungspotenziale noch besser entfalten können.

Michael Paschen, Erich Dihsmaier
Psychologie der Menschenführung
Wie Sie Führungsstärke und Autorität entwickeln
2011, 255 Seiten
ISBN 978-3-642-19877-9

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Narzissmus und Macht


Gesellschaftliche Macht übt eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf Personen aus, die an einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung leiden. Karrierebesessenheit, ungezügelte Selbstbezogenheit, Siegermentalität und Größenfantasien sind Eigenschaften, die der narzisstisch gestörten Persönlichkeit den Weg an die Schaltstellen ökonomischer oder politischer Macht ebnen. Geblendet von seinen eigenen Größen- und Allmachtsfantasien verliert der Narzisst den Kontakt zur gesellschaftlichen Realität und muss letztlich scheitern. Eng verknüpft mit dem Realitätsverlust ist die Abkehr von den Normen, Werten und Idealen, denen die Führungsperson eigentlich verpflichtet ist. Machtbesessenheit, Skrupellosigkeit und Zynismus können bei einem narzisstischen Despoten bis zur brutalen Menschenverachtung führen.
Mit Hilfe detaillierter Fallstudien – Uwe Barschel, Helmut Kohl, Joschka Fischer und Slobodan Milosevic – analysiert der Autor die Verflechtungen zwischen der individuellen Psychopathologie und den ethnischen, religiösen und kulturellen Identitätskonflikten der umgebenden Gruppe.

Hans-Jürgen Wirth
Narzissmus und Macht
Zur Psychoanalyse seelischer Störungen in der Politik
2011, 440 Seiten
ISBN 3-89806-044-6

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Der Luzifer-Effekt


Was bringt gute Menschen dazu, Böses zu tun? Wie können normale Menschen dazu verleitet werden, unmoralisch zu handeln? Das Buch erläutert, wie wir alle für die Verlockungen „der finsteren Seite“ anfällig sind – und die unzähligen Gründe dafür. Anhand historischer Beispiele sowie Zimbardos eigener bahnbrechender Forschung führt es detailliert aus, wie situative Kräfte und gruppendynamische Prozesse zusammenwirken können, um aus anständigen Männern und Frauen Ungeheuer werden zu lassen.
Zimbardo ist vielleicht am besten bekannt als der Kopf hinter dem Stanford Prison Experiment, einem Meilenstein der psychologischen Forschung. Hier erzählt er die Geschichte der Studie, in der eine Gruppe freiwilliger Studenten zufällig in „Wärter“ und „Häftlinge“ aufgeteilt wurde, um dann in einem simulierten Gefängnis zu arbeiten und zu leben. Innerhalb einer Woche musste das Experiment abgebrochen werden, da normale Studenten sich in brutale, sadistische Wärter oder emotional gebrochene Gefangene verwandelt hatten. Indem er die psychischen Ursachen solcher verstörenden Metamorphosen analysiert, versetzt Zimbardo den Leser in die Lage, vielerlei entsetzliche Phänomene besser zu verstehen, von Straftaten der Wirtschaftskriminalität über organisierten Völkermord bis hin zu den Misshandlungen und Folterungen, die ursprünglich rechtschaffene US-amerikanische Soldaten in Abu Ghraib begangen haben. Die landläufige Vorstellung vom „faulen Apfel“ ersetzt er durch das Bild vom „bösen Fass“ – also der Hypothese, dass das soziale Umfeld und das System das Individuum pervertieren, und nicht etwa umgekehrt.

Philip G. Zimbardo
Der Luzifer-Effekt
Die Macht der Umstände und die Psychologie des Bösen
2008, 504 Seiten
ISBN 978-3-8274-3027-4

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Das Milgram-Experiment


Das Milgram-Experiment gilt als eine der berühmtesten sozialpsychologischen Untersuchungen. Es zeigt uns deutlich, wie schonungslos grausam die meisten Menschen sein können, wenn sie sich in einem strikten Schema von Befehl und Gehorsam befinden. Eindrücklich schildert uns Stanley Milgram, wie Durchschnittskandidaten ihnen unbekannte Menschen quälen und foltern. Wer an das Gute im Menschen glaubt und auf humanitäre gesellschaftliche Fortschritte hofft, wird schockiert sein, wissenschaftlich untermauert zu bekommen, worüber wir uns zum Beispiel bei Nachrichten aus modernen Kriegen doch immer wieder wundern: Menschen sind bereit, sich diametral entgegen ihren eigenen Wertvorstellungen zu verhalten, wenn dieses belohnt beziehungsweise klar autoritär gefordert wird.

Stanley Milgram
Das Milgram-Experiment
1982, 256 Seiten
ISBN 978-3-499-17479-7

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Die Formel der Macht


Unsichtbare Netzwerke durchziehen jedes Land. Sie lassen Dinge reibungslos geschehen, Probleme verschwinden und fördern Karrieren. Sie beginnen in den Büros mit schönem Ausblick, machen Abstecher bei intimen Freundeskreisen und enden im Zentrum der Politik. Die Netzwerke der Macht bestimmen unser aller Leben.
Die Autoren zeigen präzise, wie Macht funktioniert, wer im Spiel der Macht den Ton angibt, wer mitspielt und wer zusehen muss. Sie sagen aber auch, dass Einfluss nur sehr selten eine Frage des Glücks ist, sondern fast immer das Ergebnis der richtigen Kombination unterschiedlicher Ressourcen. Denn Macht folgt einer ganz einfachen Formel: Macht = Geld x Beziehungen.

Harald Katzmair, Harald Mahrer
Die Formel der Macht
2011, 176 Seiten
ISBN 978-3-7110-0003-3

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Warum Nationen scheitern


Starökonom Daron Acemoglu und Harvard-Politologe James Robinson geben eine ebenso schlüssige wie eindrucksvolle Antwort auf diese grundlegende Frage. Anhand zahlreicher, faszinierender Fallbeispiele – von den Conquistadores über die Industrielle Revolution bis zum heutigen China, von Sierra Leone bis Kolumbien – zeigen sie, mit welcher Macht die Eliten mittels repressiver Institutionen sämtliche Regeln zu ihren Gunsten manipulieren – zum Schaden der vielen Einzelnen. Ein spannendes und faszinierendes Plädoyer dafür, dass Geschichte und Geographie kein Schicksal sind. Und ein überzeugendes Beispiel, dass die richtige Analyse der Vergangenheit neue Wege zum Verständnis unserer Gegenwart und neue Perspektiven für die Zukunft eröffnet.

Daron Acemoglu, James A. Robinson
Warum Nationen scheitern
Die Ursprünge von Macht, Wohlstand und Armut
2013, 608 Seiten
ISBN 978-3-10-000546-5

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Eliten und Macht in Europa


In seinem aktuellen Buch zeigt Michael Hartmann, wer Europas Eliten sind und wer die europäische Politik und Wirtschaft maßgeblich beeinflusst. Neben den drei großen EU-Ländern Deutschland, Frankreich und Großbritannien nimmt er die Eliten aus Italien, Spanien, Österreich, den Niederlanden, Skandinavien, der Schweiz und vielen weiteren, auch osteuropäischen Ländern in den Blick. Nach wie vor, so sein Ergebnis, herrschen nationale Rekrutierungs- und Aufstiegsmuster vor. Die Herkunft und Homogenität der Eliten steht dabei in direktem Zusammenhang mit der sozialen Ungleichheit. Allgemein gilt: Je exklusiver und homogener eine nationale Elite, umso größer die Kluft zwischen Arm und Reich.

Michael Hartmann
Eliten und Macht in Europa
Ein internationaler Vergleich
2007, 268 Seiten
EAN 9783593384344

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Downloads

Skizze zur Politischen Psychologie


Unter dem Titel „…wirst Du mich dreimal verleugnen – Skizze zur Politischen Psychologie“ schreibt Prof. Dr. Klaus-Jürgen Bruder von der Freien Universität Berlin über die Verleugnung der gesellschaftlichen Macht als den entscheidenden Beitrag zur Aufrechterhaltung der Herrschaftsverhältnisse „von unten“. Der Beitrag kann online gelesen oder im pdf-Format heruntergeladen werden.

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Politische Psychologie


Politische Psychologie will die Ursachen politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen genauer bestimmen. Die entsprechende Broschüre der Bundeszentrale für politische Bildung geht unter anderem den Fragen nach: Gibt es Faktoren in der Sozialisation eines Menschen, die dessen Zustimmung zu autoritären Regimen wahrscheinlicher machen? Wie werden Macht- und Herrschaftsverhältnisse begründet? Und ist Zivilcourage erlernbar?

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Links

Macht: Perspektiven


Die Website „Macht: Perspektiven“ nähert sich aus verschiedenen Blickwinkeln dem Thema Macht an: Interessierte Leser finden hier Interviews mit Experten zu Themen wie „Macht und Psychologie“, „Macht und Politik“, „Macht und Gesellschaft“ oder „Macht und Wirtschaft“.

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Politische Psychologie im BDP


Auf diesen Seiten finden sich Informationen zur Sektion Politische Psychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP), zu ihrer Geschichte und ihren Aktivitäten, zur allgemeinen Bedeutung der Politischen Psychologie sowie Veranstaltungshinweise und weiterführende Links.

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Veranstaltungen



Seminar „Führung und Macht“


So universal das Phänomen der Macht ist, so sehr eine jede Führungskraft sie ausübt oder auch in der innerbetrieblichen Konkurrenz erleiden und ertragen muss, so sehr scheuen sich Trainings für Führungskräfte, dieses Thema in den Fokus der Betrachtung zu stellen.
In diesem Seminar der Grundig Akademie steht der Umgang mit Macht im Mittelpunkt: mit der Macht, die Führungskräfte selbst einsetzen, um Mitarbeiter zu motivieren, um eigene Ziele zu erreichen und ein anerkannter und respektierter Akteur im betrieblichen Kräftefeld zu werden, mit der Macht und den Machtspielen von anderen und mit den Spielfeldern und Arenen der Machtausübung.
Ziel des Seminars soll nicht ein machiavellistisches Denken sein – die kühle und kalkulierte Handhabung von Machtstrategien. Vielmehr sollen die Reflexionsprozesse im Seminar hinführen zu einem verantwortungsbewussten und ethisch fundierten Nutzen der Chancen, die betriebliche Handlungsmacht eröffnet.

Informationen zur Veranstaltung, Termine und Anmeldung

Seminar „Führung ohne hierarchische Macht“

In zunehmend komplexer werdenden Organisationen entstehen immer häufiger Arbeitsbeziehungen, in denen keine klaren hierarchischen Strukturen vorliegen, die vorgeben, wer wem weisungsberechtigt oder unterstellt ist. Die Beteiligten vertreten die Interessen ihrer Bereiche, haben konträre Ziele und unterschiedliche Auffassungen über Vorgehensweisen und Dringlichkeit von Aufgaben. Wer in diesen Konstellationen seine Ziele erreichen will, muss Flexibilität zeigen, ohne dabei die eigenen Interessen aufzugeben. Neue Formen der Kooperation müssen entdeckt und integriert werden, damit die Arbeit vorankommt.
Dieses Seminar der Grundig Akademie vermittelt die Grundlagen erfolgreicher Führung, ohne ein Machtmandat zu haben. Es reflektiert Führungskompetenzen und gibt nützliche Empfehlungen aus der Praxis, die dabei helfen, mit fachlicher Kompetenz und natürlicher Autorität zu führen.

Informationen zur Veranstaltung, Termine und Anmeldung

25. und 26. September 2013

Seminar „Team- und Gruppenprozesse in Organisationen“, Bonn


In den vergangenen Jahren erhielt Coaching im Rahmen von Kleingruppen und Teams eine immer größere Bedeutung. Dabei hat das Coaching sowohl Entwicklungsperspektiven der einzelnen Mitarbeiter, teaminterne Prozesse, die Kooperation zwischen verschiedenen Abteilungen als auch die institutionelle Einbindung des Teams zu berücksichtigen. Der Coach wird dabei in multiplen Rollen angesprochen und hat allseitige Parteilichkeit und Neutralität, Konfliktvermittlung, Lösungsorientierung und nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe für das Team zu praktizieren. Die Kenntnis der Gesetzmäßigkeiten von Gruppe und Team ermöglichen es dem Coach, Zustände und Entwicklungen des Teams im Coaching rasch und treffsicher zu diagnostizieren sowie in den eigenen Interventionen zu steuern.
Das Seminar findet im Wechsel von Vortrag, Kleingruppen- und Einzelarbeit, Rollenspiel, Pro- und Contra-Diskussion, Plenumsdisput, Darstellung von Gruppenergebnissen und Feedbacksequenzen statt. Es ist prozessorientiert angelegt und nimmt zu Fragen und Erfahrungen der Teilnehmer ausführlich Stellung.
Das Angebot richtet sich an Psychologen sowie Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler mit psychologischer Vorbildung.

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4. bis 6. Oktober 2013

Symposium „Fair Führen oder ver-führen? Ethik und Nachhaltigkeit in Organisationen“, Salzburg


Was verändert sich in unserer Gesellschaft, in unseren Organisationen, dass Schlagworte wie Moral, Ethik, Nachhaltigkeit immer häufiger auftauchen und diskutiert werden? Aber auch Begriffe wie „Burnout“, „neue Arme", „Spaßgesellschaft" und „Korruption" prägen das Bild, füllen die Nachrichten und Berichte. Ist Arbeit noch etwas wert oder sind Beziehungen wichtiger zum Weiterkommen? Was passiert gerade in unserer Gesellschaft? Diesen Fragen geht die Österreichische Gesellschaft für Transaktionsanalyse im Symposium „Fair Führen oder ver-führen? Ethik und Nachhaltigkeit in Organisationen“ nach. Ziel ist es, mit Hilfe von Impulsvorträgen, Workshops und Diskussion im World-Cafe-Modus anzuregen, Führung als eine spannende, machbare und sich selbst nicht auspowernde Tätigkeit zu sehen, die sowohl die Mitarbeiter als auch die Führungskräfte in einem neuen Ethikverständnis zusammenführt.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung