Muße

Was würden wir nicht alles tun, wenn wir Zeit und Muße hätten... Doch was genau ist das eigentlich – „Muße“? Wie entstehen Momente der Muße? Und aus welchen Gründen brauchen wir sie?

Liebe Leserinnen und Leser,

ach ja, was würden wir nicht alles tun, wenn wir Zeit und Muße hätten... Doch was genau ist das eigentlich – „Muße“? Diese Frage stellten sich auch die Wissenschaftler eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sonderforschungsbereichs an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Prof. Dr. Stefan Schmidt, einer der Projektleiter, erläutert im Interview, warum Muße nur bedingt mit Nichtstun und Leerlauf zu tun hat und vielmehr „erfülltes Tun in Freiheit und Gelassenheit“ ist. Er erklärt, aus welchen Gründen Menschen – auch und besonders in einer Zeit der sozialen Beschleunigung – Freiräume der Muße brauchen und mit welchen Mitteln er und sein Team versucht haben, Muße im schulischen Kontext zu fördern.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats Februar interessante Literaturtipps rund um Arbeit, Muße und Achtsamkeit. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

In der Print-Ausgabe von „report psychologie“ geht es im Februar um ein Thema, das – so vermuten Psychologen – eng mit Muße verknüpft sein könnte: Im Fokus stehen unter anderem Kreativität und Möglichkeiten, diese zu fördern.

Ausreichend Mußestunden im Februar wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion

P.S.: Wir freuen uns wie immer über Anregungen und Kommentare zum Thema des Monats. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

Foto: © Sergey Nivens – Fotolia.com

5 Fragen an...

Prof. Dr. Stefan Schmidt


Was ist das eigentlich genau – Muße? Warum brauchen wir Freiräume der Muße? Und wie können wir sie uns schaffen? Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. Dr. Stefan Schmidt im Interview.

Prof. Dr. Stefan Schmidt arbeitet als Diplom-Psychologe am Universitätsklinikum Freiburg in der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Seit Januar 2013 leitet er zusammen mit Prof. Dr. Joachim Bauer den von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten interdisziplinären Sonderforschungsbereich „Muße“.

Lesen Sie hier das gesamte Interview.

Literatur

Muße


Muße ist zur bedrohten Ressource geworden. Die Beschleunigungsgesellschaft mit ihrem Arbeitsdruck und dem Zwang zur permanenten Kommunikation lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Dabei haben Hirnforscher und Psychologen längst herausgefunden, wie wichtig Phasen absichtslosen „Nichtstuns“ sind. Sie fördern nicht nur die Regeneration und stärken das Gedächtnis, sondern sind auch die Voraussetzung für Kreativität. Ulrich Schnabel zeigt uns, wo wir auch heute noch Inseln der Muße finden können und bietet Anregungen für alle, die dem permanenten Drang zur Beschleunigung widerstehen wollen.

Ulrich Schnabel
Muße
Vom Glück des Nichtstuns
2012, 288 Seiten
ISBN 978-3-570-55175-2

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Achtsamkeit


Das Konzept der Achtsamkeit ist 2.500 Jahre alt und stammt aus dem Buddhismus. Jetzt erobert es die Wissenschaften: So konnten Psychologen, Neurowissenschaftler und Mediziner inzwischen stichhaltig nachweisen, dass sich Achtsamkeitsmeditationen positiv auf unterschiedlichste Erkrankungen und Belastungen auswirken. Aber auch in der Pädagogik und anderen Gesellschaftswissenschaften stößt die Achtsamkeit auf ein positives Echo.
Erstmals klären internationale Experten aus Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften sowie Vertreter des Buddhismus, wie die Achtsamkeit die Wissenschaft und die Gesellschaft verändern kann. Auch der Dalai Lama hat sich mit einem Beitrag an dem Projekt beteiligt.

Michael Zimmermann, Christof Spitz, Stefan Schmidt (Hrsg.)
Achtsamkeit
Ein buddhistisches Konzept erobert die Wissenschaft
2012, 358 Seiten
ISBN 9783456851549

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Achtsamkeit mitten im Leben


Immer mehr Menschen möchten Meditation und Achtsamkeit als einen zentralen Bestandteil in ihr Lebens integrieren. Wie das familiäre und soziale Beziehungen beeinflussen kann, dokumentieren hier eindrucksvoll Britta Hölzel und Christine Brähler. Die Hirnforscherin und die Psychotherapeutin geben einen fundierten Überblick darüber, wie Achtsamkeit in vielen wichtigen Lebensbereichen umgesetzt werden kann. Wer selbst mehr Achtsamkeit in sein Leben bringt – etwa im Umgang mit Kollegen, Klienten, Kindern, Partnern und Freunden – verändert auch die Gesellschaft im Ganzen. Das Grundlagenwerk vereint einige der wichtigsten deutschsprachigen Achtsamkeitsautoren.

Britta Hölzel, Christine Brähler (Hrsg.)
Achtsamkeit mitten im Leben
Anwendungsgebiete und wissenschaftliche Perspektiven
2015, 336 Seiten
ISBN 978-3-426-29236-5

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Meditieren heilt


Die Praxis der Achtsamkeit bedeutet die Bewusstwerdung dessen, was im jeweiligen Augenblick um mich herum und in mir geschieht. Sie ist der Schlüssel zu neuem, gesünderem Leben. Sie wirkt sowohl vorbeugend als auch heilend. Wie die Achtsamkeitsübung konkret durchgeführt wird, zeigen zwei erfahrene Ärzte und Therapeuten in diesem Buch.

Harald Banzhaf, Stefan Schmidt
Meditieren heilt
Vorbeugen und gesund werden durch Achtsamkeit
2015, 192 Seiten
ISBN 978-3-451-61332-6

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Meditation für Skeptiker


In allen Weisheitstraditionen dient Meditation als unübertroffenes Instrument der Selbsterforschung. Aktuelle Studien belegen eine positive und nachhaltige Wirkung von Meditation auf wichtige Areale des Gehirns. Ulrich Ott vermittelt auf nachvollziehbare und fundierte Art den Stand der Forschung und führt in fünf Schritten anschaulich in die Meditationspraxis ein.

Ulrich Ott
Meditation für Skeptiker
Ein Neurowissenschaftler erklärt den Weg zum Selbst
2010, 208 Seiten
ISBN 978-3-426-29100-9

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Arbeit


Schaffen wir die Arbeit – oder schafft sie uns? Der Mediziner und Neurobiologe Joachim Bauer nimmt unsere Art zu arbeiten unter die Lupe. Wie können wir angesichts der beispiellosen Zunahme von Stress, Depression und Burnout mit den immer umfassenderen Erwartungen an ständige Verfügbarkeit umgehen? Was sollten Unternehmen tun, um ihre Mitarbeiter nicht zu verschleißen? Ein aufrüttelndes, streitbares Manifest für die Rückkehr des Menschlichen in die Arbeitswelt. Bauer zeigt, wie Arbeit wieder Raum bietet für unsere Energie, schöpferische Lust und Selbstverwirklichung: eine Quelle großen Glücks!

Joachim Bauer
Arbeit
Warum unser Glück von ihr abhängt und wie sie uns krank macht
2015, 272 Seiten
ISBN 978-3-453-60354-7

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Arbeit und Muße


Die Autoren erläutern, wie moderne Gesellschaften die Arbeitstätigkeit einerseits zum Lebensmittelpunkt der Menschen und andererseits zum Kostenfaktor der Wirtschaft machen, und thematisieren die soziale Frage, die aus dieser Spannung erwächst. Eine kurze Begriffsarchäologie von Arbeit und Muße lässt deutlich werden, wie eigenartig und einzigartig dieses Weltbild ist, aus dem Leistungsexplosionen und Zerstörungen in vorher unvorstellbaren Ausmaßen entspringen. Hans-Jürgen Arlt und Rainer Zech stellen Alternativen vor: Arbeit in die Schranken des Notwendigen verweisen, Tätigkeiten in bunter Vielfalt am selbstbestimmten Bedarf orientieren, der Muße als Ausdruck idealer Humanität Geltung und die Lebensführung verschaffen.

Hans-Jürgen Arlt, Rainer Zech
Arbeit und Muße
Ein Plädoyer für den Abschied vom Arbeitskult
2015, 41 Seiten
ISBN 978-3-658-08899-6

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Muße und der Sinn von Arbeit


Ausgehend von einer Klärung des Sinnbegriffs im Allgemeinen wird zunächst die Frage nach dem Sinn von Arbeit angegangen. Dabei zeigt sich, dass der Diskurs des neuzeitlichen Arbeitsethos, quasi zwischen den Zeilen, stets begleitet ist von den Gegenbegriffen des Nichtarbeitens. Unter diesen werden dann die Muße und die spezifische Zeitstruktur der Muße eigens behandelt. Schließlich wird erörtert, wie Muße und Arbeit im Sinnbegriff dialektisch miteinander verschränkt sind. Das dem Ökonomieprinzip komplementäre Kulturprinzip lässt die Zielerreichungsvermeidung als die Gestalt der Muße in Arbeit erscheinen. Abschließend werden Konsequenzen für die politische Theorie gezogen.

Kurt Röttgers
Muße und der Sinn von Arbeit
Ein Beitrag zur Sozialphilosophie von Handeln, Zielerreichung und Zielerreichungsvermeidung
2014, 39 Seiten
ISBN 978-3-658-05385-7

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Einführung in die Freizeitwissenschaft


Freizeit ist die frei zur Verfügung stehende Zeit des Menschen, vor allem im Gegensatz zur Arbeitszeit. In einer Gesellschaft, in der diese Zeiten quantitativ zunehmen, versteht sich die Freizeitforschung als interdisziplinäre Spektrumswissenschaft für die Freizeitbereiche Tourismus, Medien, Kultur, Sport, Spiel und Unterhaltungskonsum. Das Lehrbuch führt grundlegend in Frage- und Problemstellungen der Freizeitwissenschaft ein und stellt das pädagogische, soziologische und psychologische Basiswissen zur Verfügung.

Horst W. Opaschowski
Einführung in die Freizeitwissenschaft
2008, 332 Seiten
ISBN 978-3-531-16169-3

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Beschleunigung


Das Buch unternimmt erstmals den Versuch, die sich potenzierende Dynamisierung gesellschaftlicher Verhältnisse, wie sie in der jüngsten politischen und digitalen Beschleunigungswelle etwa unter dem Stichwort „Globalisierung“ firmiert, systematisch zu erfassen und sie in ihren kulturellen und strukturellen Ursachen ebenso wie in ihren Auswirkungen auf die individuelle und kollektive Lebensführung zu analysieren. Entwickelt wird dabei die These, dass die zunächst befreiende und befähigende Wirkung der modernen sozialen Beschleunigung, die mit den technischen Geschwindigkeitssteigerungen des Transports, der Kommunikation oder der Produktion zusammenhängt, in der Spätmoderne in ihr Gegenteil umzuschlagen droht. Individuell wie kollektiv verändert sich die Erfahrung von Zeit und Geschichte: An die Stelle einer gerichteten Vorwärtsbewegung tritt die Wahrnehmung einer gleichsam bewegungslosen und in sich erstarrten Steigerungsspirale.

Hartmut Rosa
Beschleunigung
Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne
2005, 537 Seiten
ISBN 978-3-518-29360-7

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Beschleunigung und Entfremdung


Die rasante Beschleunigung des sozialen Lebens ist eines der hervorstechenden Merkmale der Gegenwart, wird in den Sozialwissenschaften aber häufig übersehen. Hartmut Rosa hat mit seinen maßgeblichen Untersuchungen diesbezüglich Grundlagenarbeit geleistet. In seinem neuen Essay legt er dar, wie eine kritische Gesellschaftstheorie verfasst sein muss, die den Zusammenhang von Beschleunigung und Entfremdung ernst nimmt.

Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem guten Leben – und warum es uns heute vielfach nicht gelingt, ein solches zu führen. Immerhin sind durch die Liberalisierung moralischer Normen und sozialer Konventionen die in den westlichen Gesellschaften vorhandenen Freiräume des Einzelnen größer denn je, sich ein eigenes Konzept des guten Lebens zu wählen und zu verwirklichen. Dieser Liberalisierung steht jedoch die scheinbar unaufhaltsame Beschleunigung des sozialen Lebens im Kapitalismus gegenüber. Dieses Regime der Deadlines lässt Lebensentwürfe scheitern und führt zu einem sich immer stärker ausbreitenden Gefühl der Entfremdung. Anhand von konkreten Beispielen sucht Rosa nach Formen nichtentfremdeten Lebens. Sein pointierter Essay ist nicht nur eine konzise Einführung in die Theorie der Beschleunigung, sondern eröffnet auch erste Perspektiven, wie wir dem rasenden Stillstand entkommen können.

Hartmut Rosa
Beschleunigung und Entfremdung
Entwurf einer kritischen Theorie spätmoderner Zeitlichkeit
2013, 154 Seiten
ISBN 978-3-518-58596-2

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Downloads

Muße. Konzepte, Räume, Figuren


Mit der Broschüre „Muße. Konzepte, Räume, Figuren“ stellt sich der an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg angesiedelte Sonderforschungsbereich 1015 einer breiteren Öffentlichkeit vor und gibt einen Überblick über die im Projekt betrachteten Themenschwerpunkte.

Download der Broschüre

Vom Meditieren in der beschleunigten Leistungsgesellschaft


Meditation fördert in vielfacher Hinsicht die Gesundheit, reduziert Stress und beugt anderem Leiden vor. Das ist mittlerweile wissenschaftlich gut belegt. Anlässlich der Tagung „Meditation und Wissenschaft“ im Oktober 2014 sprach Ursula Richard mit Prof. Dr. Stefan Schmidt im Beitrag „Vom Meditieren in der beschleunigten Leistungsgesellschaft. Kulturveränderung oder Konsumprodukt?“ über mögliche Schattenseiten.

Schmidt, S. (2015). Vom Meditieren in der beschleunigten Leistungsgesellschaft. Kulturveränderung oder Konsumprodukt? Buddhismus aktuell, 2, 22–25.

Links

Sonderforschungsbereich „Muße, Konzepte, Räume, Figuren“


Der Ruf nach Freiräumen der Muße in Wissenschaft und Gesellschaft ist unüberhörbar geworden. Längst überschlagen sich die Analysen unserer Gegenwart, die rasante Beschleunigung nicht nur in Verkehr, Handel oder Finanzwelt diagnostizieren, sondern auch im Bereich von Medien, Wissen und Kommunikation. Der Sonderforschungsbereich „Muße, Konzepte, Räume, Figuren“ an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg strebt theoretisch und methodisch gesicherte Kulturgeschichten der Muße an, die in Projekten aus der Philosophie, Soziologie, Psychologie und Ethnologie unmittelbar in die Erforschung der Gegenwart einmünden.

Zur Website des Projektes

Immer schneller, immer oberflächlicher


Unsere Gesellschaft hat die Muße ins Abseits gedrängt, es bleibt kaum Zeit für Langeweile, für die gemächliche Reflexion und das produktive Herumgammeln. Dabei ist Muße ein wichtiger Nährboden: Muße ist gleich Kreativität ist gleich Ideenreichtum ist gleich Achtsamkeit. Prof. Dr. Joachim Bauer, Psychosomatiker an der Universitätsklinik Freiburg, erforscht zusammen mit Prof. Dr. Stefan Schmidt und anderen Kollegen in einem Sonderforschungsbereich Aspekte der Muße. In der SWR2 Aula erläuterten sie, wie Muße, Achtsamkeit und Kreativität zusammenhängen.

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Neue Blickwinkel


Achtsamkeit eröffnet neue Blickwinkel und hilft, eigene Denk- und Verhaltensmuster zu hinterfragen. War zum Beispiel dieser Tag wirklich so schlecht? Oder liegt es an unserer Betrachtungsweise, dass wir nur das Negative sehen? Diese Fragen stellte sich anscheinend auch Chanie Gorkin, eine Schülerin aus New York. Mit ihrem Gedicht „Worst day ever?“ zeigt sie eindrucksvoll, wie sich ein und derselbe Text verändert, wenn er buchstäblich von einer anderen Seite betrachtet wird.

Zum Gedicht

Veranstaltungen

26. Juni bis 01. Juli 2016

Intensivseminar „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ im Kloster Benediktbeuern


In der Geschäftigkeit des Alltags sind wir oft in automatischen Denk- und Verhaltensmustern gefangen. Die Gedanken führen uns in die Vergangenheit oder in die Zukunft, wir fühlen uns angetrieben. Jon Kabat-Zinn der Begründer von MBSR (mindfulness based stress reduction) nennt diesen Zustand Tun-Modus. Er stellt durch sein Achtsamkeitstraining Methoden und eine innere Haltung zur Verfügung, die uns in den Sein-Modus bringen, ins gegenwärtige Erleben. Die Teilnehmer erfahren alle Übungen des MBSR selbst und werden angeregt, im Anschluss an das Seminar eine eigene, kontinuierliche Übungspraxis aufzubauen – als ein Fundament für die eigene Psychohygiene und Selbstfürsorge. Anwendungen für die Arbeit im Gesundheits- und Therapiebereich werden vorgestellt und Impulse für die Integration in den eigenen Arbeitsalltag vermittelt. Die Klosterumgebung stellt einen Rahmen zur Verfügung, der hilft, in die Gegenwart und zur Stille zu finden.

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15. bis 19. August 2016

3rd International Conference on Time Perspective, Kopenhagen (Dänemark)


The overall aim of the 3rd International Conference on Time Perspective is dedicated to multifaceted exploration of the concept of time. What does it mean „to have time“ and „not to have time“. What constitutes our individual past, present or future? And what about a collective? These questions are not new, they have been around since people started to distinguish between „before“ and „after“. The 3rd International Conference on Time Perspective is dedicated to celebration of the concept of time, be it even a persisting illusion.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

29. bis 30. August 2016

Seminar „Stressbewältigung durch Achtsamkeit – MBSR (mindfulness based stress reduction)“, Lychen


Wir sind oft in automatischen Denk- und Verhaltensmustern gefangen, die uns schnell zu Bewertungen und Handlungen drängen. Um einengende, gesundheitsgefährdende Gewohnheiten zu bemerken und zu verändern, braucht es ein achtsames, freundliches Innehalten. Achtsamkeitsbasierte Verfahren ermöglichen, die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu lenken und Fühlen, Denken und Handeln bewusst wahrzunehmen.

Das Konzept der Stressbewältigung durch Achtsamkeit (MBSR) nach Jon Kabat-Zinn ist ein strukturiertes Übungsprogramm zur Schulung von Achtsamkeit und basiert auf folgenden Methoden: Body Scan, achtsames Yoga, Geh- und Sitzmeditation.
Neben diesen formalen Übungen wird die Selbstbeobachtung gefördert und Achtsamkeit im Alltag eingeübt. Eine innere Haltung von freundlicher Akzeptanz, Präsenz und Offenheit für das gegenwärtige Erleben wird kultiviert.

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10. September 2016

Seminar „Achtsamkeit – Neue Perspektiven in Beratung und Coaching“, Berlin


Achtsamkeit ist die Fähigkeit, die eigene Aufmerksamkeit bewusst auf das zu lenken, was im Augenblick gerade passiert, verbunden mit einer inneren Grundhaltung nicht wertender Freundlichkeit. Achtsamkeitsangebote für verschiedene Zielgruppen wurden entwickelt und im klinischen Kontext auf ihre Wirksamkeit hin beforscht: Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR) bei Stress und Mindfulness-Based Cognitive Therapy (MBCT) bei Depressionen. Aktuell tritt zunehmend die gelebte Achtsamkeitspraxis von Beratern und Coaches als einflussreiche Variable für Beratungserfolg in den Fokus. Positive Wirkungen zeigen sich insbesondere dann, wenn Achtsamkeit nicht als ein weiteres trendiges „Tool“ begriffen wird, sondern als innere Haltung zur Verfügung steht, die eine einfühlsame Präsenz auch in schwierigen Situationen ermöglicht.

Das Tagesseminar behandelt theoretische und praktische Aspekte des Achtsamkeitskonzeptes sowie dessen Integration in den beruflichen Alltag.

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25. und 26. November 2016

Kongress „Meditation & Wissenschaft 2016“, Berlin


Beim Kongress „Meditation & Wissenschaft 2016“ werden renommierte Experten aus Neurowissenschaft, Medizin, Psychologie, Philosophie und Arbeitswelt mit Beispielen aus Forschung, Therapie und Alltagspraxis der Frage nachgehen, wie sich das Verständnis der Wirklichkeit unseres Lebens und unsere Fähigkeit, es zu gestalten, im Spiegel der Achtsamkeit verändern. Drei Themenschwerpunkte beleuchten die Bedeutung von Meditation in der Lebens- und Arbeitswelt, zeigen, was Achtsamkeit in Medizin und Therapie bewirken kann, und entwickeln neue Blickwinkel auf das Menschsein unter den Vorzeichen einer bewussten Selbstentwicklung.

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