Parallelkulturen und Kulturparallelen

Integration – ein politisches Thema, eine gesellschaftliche Aufgabe und eine große Chance. Im Thema des Monats Januar gehen wir aus psychologischer Sicht den Fragen nach: Wann gelingt Integration und wann nicht? Und wie können kulturelle Abgrenzung und gegenseitige Skepsis abgebaut und Prozesse der Integration gefördert werden?

Liebe Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Jahren sind in den Medien immer wieder die umstrittenen Begriffe der „Parallelkulturen“ oder „Parallelgesellschaften“ aufgetaucht, wenn es um die unzureichende Integration von Migranten ging. Mit diesen Begriffen verbinden sich Vorstellungen von ethnisch homogenen Bevölkerungsgruppen, die sich nicht nur räumlich, sondern auch sozial und kulturell von der Mehrheitsgesellschaft abschotten. Vergessen wird dabei häufig die Rolle, die die Mehrheitsgesellschaft bei einem freiwilligen oder unfreiwilligen Rückzug einzelner Bevölkerungsgruppen spielt.
Prof. Dr. Thomas Kessler beschäftigt sich im Rahmen seiner Forschungen an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit Akkulturationsprozessen und Beziehungen zwischen Gruppen. Im Interview erklärt er unter anderem, was er unter gelungener Integration versteht, welche Faktoren positiv auf diese einwirken, und weshalb sie immer die Beteiligung aller erfordert.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats Januar interessante Literaturtipps zu Akkulturation, Kulturvergleich und Migration sowie zu Vorurteilen und Diskriminierung. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

Auch die Zeitschrift „report psychologie“ beschäftigt sich im Fokus mit Inklusion, Integration und Partizipation und berichtet vom Tag der Psychologie, der im November 2012 die gleichen Themen in den Mittelpunkt stellte.

Einen gelungenen Start in ein gesundes und glückliches Jahr 2013 wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion


P.S.: Wir freuen uns über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

Foto © Saxon/flickr.com unter CC BY 2.0

5 Fragen an...

Thomas Kessler

Wie kann es dazu kommen, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen als parallele Kultur wahrgenommen werden? Wie lässt sich verhindern, dass Stereotype zu Vorurteilen und zu Diskriminierung führen? Wann ist Integration gelungen? Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. Dr. Thomas Kessler im Interview.

Prof. Dr. Thomas Kessler ist seit August 2010 Lehrstuhlinhaber am Lehrstuhl für Sozialpsychologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er forscht im Bereich der Akkulturation und der Beziehungen zwischen sozialen Gruppen.

Lesen Sie hier das gesamte Interview

Zur Website von Thomas Kessler

Literatur

Kulturvergleichende Psychologie

Ziel des Buches ist die Darstellung grundlegender Konzepte der Kulturvergleichenden Psychologie, der kulturvergleichenden empirischen Forschung sowie die Einführung in die Methodik und die methodischen Probleme der kulturvergleichenden Forschung. Die Lektüre des Buches soll die Leser befähigen, eine eigene, methodisch gut fundierte kulturvergleichende Studie auszuarbeiten. Implikationen für die Forschung und die praxisorientierte Anwendung in Wirtschaft und Bildung werden ebenfalls mit konkreten Beispielen angeboten.

Petia Genkova
Kulturvergleichende Psychologie
Ein Forschungsleitfaden
2012, 240 Seiten
ISBN 978-3-531-94132-5

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Theorien und Methoden der kulturvergleichenden Psychologie

Die kulturvergleichende Forschung zeigt, wie ähnlich, aber auch, wie verschieden die Menschen in anderen Kulturen denken, fühlen und handeln und von welchen Zielen, Werten und Motiven sie in anderen Kulturen ausgehen. In diesem Band werden theoretische Ansätze des Kulturvergleichs und der Kulturpsychologie behandelt, indem zum Beispiel verschiedene Kulturkonzepte und kulturpsychologische Ansätze dargestellt werden. Es folgen grundlegende methodologische und methodische Überlegungen zur Dateninterpretation und eine Behandlung allgemeiner methodologischer und methodischer Probleme des Kulturvergleichs.

Gisela Trommsdorff , Hans-Joachim Konradt (Hrsg.)
Theorien und Methoden der kulturvergleichenden Psychologie
Kulturvergleichende Psychologie
2007, 766 Seiten
ISBN 978-3-8017-1502-1

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Erleben und Handeln im kulturellen Kontext


Alle Menschen wachsen in Interaktion mit ihren soziokulturellen Rahmenbedingungen auf, welche sehr unterschiedlich sein können. In diesem Band wird die Varianz psychischer Phänomene, Prozesse und Funktionsbereiche in ihrer Abhängigkeit vom kulturellen Kontext thematisiert. Enthalten sind unter anderem Beiträge zur Wahrnehmungs- und Kognitionsforschung, zum Problemlösen, zur sprachlichen Kommunikation und zu kulturellen Unterschieden im Spracherwerb. Weiterhin wird auf die Kulturspezifität und Universalität von Emotionen und Motiven eingegangen oder auf die Entwicklung des moralischen Urteils unter verschiedenen Kulturbedingungen.

Gisela Trommsdorff , Hans-Joachim Konradt (Hrsg.)
Erleben und Handeln im kulturellen Kontext
Kulturvergleichende Psychologie 2
2007, 678 Seiten
ISBN 978-3-8017-1503-8

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Anwendungsfelder der kulturvergleichenden Psychologie


In diesem Band werden Anwendungsfelder der kulturvergleichenden und kulturpsychologischen Forschung dargestellt. So werden zum Beispiel kulturelle Unterschiede und Rahmenbedingungen im schulischen und außerschulischen Lernen behandelt. Weiterhin werden kulturelle Unterschiede in der Struktur, in Standards, Zielsetzungen und Verhaltensregeln in Organisationen beschrieben. Es wird die Frage erörtert, ob Methoden und Formen der Werbung universellen Prinzipien folgen oder Kulturspezifika berücksichtigen müssen. Abschließend werden Fragen der kulturellen Unterschiede im Gesundheitsverhalten und in der Psychotherapie behandelt.

Gisela Trommsdorff , Hans-Joachim Konradt (Hrsg.)
Anwendungsfelder der kulturvergleichenden Psychologie
Kulturvergleichende Psychologie 3
2007, 604 Seiten
ISBN 978-3-8017-1509-0

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Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz


Die von Thilo Sarrazin heraufbeschworenen Untergangsszenarien sind uralt. Schon im vorletzten Jahrhundert waren es angeblich die „Falschen“, die am meisten Kinder bekamen: Ungebildete, Unterschichten und Volksfremde. Doch die befürchtete Degeneration blieb aus; die offene, moderne Gesellschaft erwies sich als leistungsfähiges Erfolgsmodell. Worin liegt die Popularität der Sarrazin-Thesen begründet? Der vorliegende Sammelband diskutiert aus Sicht verschiedener Wissenschaftsdisziplinen die Behauptung, in modernen Gesellschaften finde eine Gegenauslese zu Gunsten der „Dummen“ statt. Die Autoren weisen dieser inzwischen weit verbreiteten Argumentation zahlreiche Fehler und Missverständnisse nach. Sie zeigen, dass die von Sarrazin angestoßene Debatte um eugenische Ideen kreist und sich zu weiten Teilen auf dubiose Forschungsergebnisse eines internationalen Zitierkartells stützt.

Michael Haller, Martin Niggeschmidt (Hrsg.)
Der Mythos vom Niedergang der Intelligenz
Von Galton zu Sarrazin: Die Denkmuster und Denkfehler der Eugenik
2012, 212 Seiten
ISBN 978-3-531-94341-1

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Psychologie der Akkulturation


Wie eignen sich Menschen kulturelle Umwelten an? Welche psychologischen und sozialen Prozesse laufen ab, wenn Menschen Kulturen wechseln? Wann führt Migration zu Konflikten, wie kann Integration gelingen? Zu diesen Fragen der Akkulturations- und Migrationsforschung bietet der Band eine aktuelle internationale Forschungsübersicht. Auf der Grundlage einer Diskussion von mehr als 170 Theorien der Psychologie und Sozialwissenschaften wird eine sozialpsychologische Theorie der akkulturativen Verortung entwickelt, die den Kulturwechsel als einen Prozess der Aneignung von Räumen versteht. Der Band bietet den derzeit umfassendsten Überblick zur Akkulturationsforschung und ist zugleich eine Einführung in ein neues Forschungsfeld, das weit über die Grenzen der Psychologie reicht.

Andreas Zick
Psychologie der Akkulturation
Neufassung eines Forschungsbereiches
2010, 653 Seiten
ISBN 978-3-531-16828-9

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The Cambridge Handbook of Acculturation Psychology


In recent years the topic of acculturation has evolved from a relatively minor research area to one of the most researched subjects in the field of cross-cultural psychology. This edited handbook compiles and systemizes the current state of the art by exploring the broad international scope of acculturation. A collection of the world's leading experts in the field review the various contexts for acculturation, the central theories, the groups and individuals undergoing acculturation (immigrants, refugees, indigenous people, expatriates, students and tourists) and discuss how current knowledge can be applied to make both the process and its outcome more manageable and profitable. Building on the theoretical and methodological framework of cross-cultural psychology, the authors focus specifically on the issues that arise when people from one culture move to another culture and the reciprocal adjustments, tensions and benefits involved.

David L. Sam, John W. Berry (Eds.)
The Cambridge Handbook of Acculturation Psychology
2006, 576 Seiten
ISBN 9780521614061

Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeit




Akkulturation und Identifikation bei eingebürgerten Migranten in Deutschland


Die Bundesregierung hat im Jahr 2007 die Integration von Migranten zu einer zentralen Aufgabe der Gesellschaft erklärt und einen nationalen Integrationsplan aufgestellt. Einer der Eckpfeiler war die Verleihung der Staatsbürgerschaft als Maßnahme zur Integration von Individuen mit Migrationshintergrund.
Die Autorin untersucht die psychologische Bedeutung der Einbürgerung für Migranten in Deutschland: Sind Akkulturation in die deutsche Gesellschaft und Identifikation mit Deutschland Bedingung oder Folge? Welche Faktoren moderieren Akkulturation und Identität? Wie ist die Beziehung zwischen ethnischer und nationaler deutscher Identität? Ein umfangreiches quer- und längsschnittliches Design wurde entworfen und eingebürgerte sowie nicht eingebürgerte Personen mit Migrationshintergrund wurden untersucht.

Débora B. Maehler
Akkulturation und Identifikation bei eingebürgerten Migranten in Deutschland
2012, 430 Seiten
ISBN 978-3-8309-2581-1

Inhaltsverzeichnis


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Familie, Akkulturation und Erziehung


In jüngster Zeit ist die kontroverse Debatte um die Integration von Migranten und den gesellschaftlichen Umgang mit Menschen anderer kultureller Herkunft wieder aufgebrochen. Meinungsmacher schlagen Alarm, die Rede ist vom „sozialen Sprengstoff". Kaum ins Blickfeld gerät dabei, dass wesentliche Integrationsleistungen in den Familien der Migranten selbst erbracht werden. Zwischen den Stühlen der eigenen und fremden Kultur sehen sich die Familien besonderen Belastungen ausgesetzt. Ob in den Eltern-Kind-Beziehungen, in Erziehungsfragen, im Verhältnis der Generationen und der Weitergabe von Werten, Normen und Einstellungen oder im Hinblick auf die Frage der ethnischen Identität – hier liegen zahlreiche Konfliktpotenziale, die in und von den Familien bewältigt werden müssen. Das Buch analysiert aus interdisziplinärer Perspektive, welche Problembewältigungspotentiale in den Familien vorhanden und welche Hilfen notwendig sind, damit Integration gelingen kann. Das Buch liefert so nicht nur Analysen einer angewandten Kulturpsychologie, sondern vor allem auch praxisrelevantes Grundlagenwissen für die Arbeit in interkulturellen Problembereichen.

Urs Fuhrer, Haci-Halil Uslucan (Hrsg.)
Familie, Akkulturation und Erziehung
Migration zwischen Eigen- und Fremdkultur
2005, 244 Seiten
ISBN 978-3-17-018439-8

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Einwanderung – Bedrohung oder Zukunft?


Einwanderung als Bedrohung? Thilo Sarrazin hat mit seinen Thesen zur erblichen Intelligenz ethnischer Gruppen alte Weltbilder in die gesellschaftliche Diskussion zurückgeholt, so auch die Angst vor dem Fremden. Die Debatte darüber nehmen die Autoren zum Anlass, neben der Frage der Genetik auch die Mythen zu Kriminalität, Integrationsbereitschaft, Schul- und Wirtschaftsleistung von Migranten kritisch zu beleuchten. Sie zeigen, dass das eigentliche Integrationsproblem nicht die Migranten selbst sind, sondern der eindimensionale Standpunkt der Gesellschaft.

Andreas Heinz, Ulrike Kluge (Hrsg.)
Einwanderung – Bedrohung oder Zukunft?
Mythen und Fakten zur Integration
2012, 331 Seiten
ISBN 9783593397597

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe


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Leben in zwei Welten


Das Buch analysiert die zentralen Themen der sozialen Integration der zweiten Generation ausländischer Jugendlicher. Wege zur Integration, soziale Platzierung in Bildung und Beruf und soziale Kontaktkreise werden auf empirischer Basis geschildert: Wovon hängen Schulerfolge ab, wie gestalten sich die Übergänge in den Arbeitsmarkt? Wie wirken sich Elternhaus und ethnische Bindungen der Eltern auf die eigene Lebensweise und Identität aus? Die Ergebnisse machen deutlich, dass es die Polarität, entweder Leben in der ethnischen Enklave oder Assimilation, nicht gibt.
Die einzelnen Beiträge des Bandes haben eine in Österreich durchgeführte Studie zur Grundlage. Die Stichprobe umfasste 1000 Jugendliche der zweiten Generation im Alter von 16 bis 26 Jahren und 400 Jugendliche einer autochthonen österreichischen Kontrollgruppe. Anhand systematischer Vergleiche kann gezeigt werden, welche spezifische Problemlagen auf den Migrationshintergrund der Jugendlichen zurückzuführen sind. Eine eigens durchgeführte Studie befasst sich mit der Bedeutung des Islam für Muslime der zweiten Generation und untersucht, wie sich die Religion auf Lebensweisen und Werthaltungen auswirkt.

Hilde Weiss (Hrsg.)
Leben in zwei Welten
Zur sozialen Integration ausländischer Jugendlicher der zweiten Generation
2007, 246 Seiten
ISBN 978-3-531-15438-1

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Vorurteile und Rassismus


Das Buch „Vorurteile und Rassismus" ist als Einführung in die Vorurteils- und Rassismusforschung konzipiert, die dem Leser den Einstieg in dieses mitunter recht unübersichtliche Forschungsfeld erleichtern soll. Ziel ist die systematische Darstellung von Theorien über die Ursachen von Vorurteilen und Rassismus. Darüber hinaus wird die Frage gestellt, welche Befunde die jeweiligen Theorien stützen oder zu ihnen im Widerspruch stehen und wie dieses Wissen zur Reduktion von Vorurteilen eingesetzt werden kann.

Andreas Zick
Vorurteile und Rassismus
Eine Einführung
2013, Ca. 300 Seiten
ISBN 978-3-531-16518-9

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Diskriminierung und Toleranz


Das vorliegende Buch möchte die akademische und interessierte Öffentlichkeit zu psychologischen Grundlagen und Anwendungsperspektiven von Diskriminierung und Toleranz informieren. Ausgewiesene Experten berichten über den aktuellen psychologischen Forschungsstand und beleuchten neben den Grundlagen die Ursachen und Folgen von Diskriminierungsphänomen in einer Vielfalt von sozialen Kontexten. Zudem werden Möglichkeiten der Prävention und Intervention, zum Beispiel durch Toleranzförderungsprogramme bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, Integrationsmaßnahmen für Migranten oder durch interkulturelle Kompetenzbildung, dargestellt und erörtert.

Andreas Beelmann, Kai J. Jonas (Hrsg.)
Diskriminierung und Toleranz
Psychologische Grundlagen und Anwendungsperspektiven
2009, 540 Seiten
ISBN 978-3-531-15732-0

Bestellmöglichkeit

Mythos Überfremdung


Von Finnland bis Italien verändert derzeit ein Hirngespinst die politische Landschaft Europas: der Mythos der Überfremdung. Dem Weltbild paranoider Extremisten wie Anders Breivik oder der Mitglieder der Zwickauer Terrorzelle, dem Thesen-Anschlag eines Thilo Sarrazin und den Programmen skandinavischer „Heimat“-Parteien ist dabei eines gemein – ihre fremdenfeindliche Rhetorik bedient sich vermeintlich stichhaltiger wissenschaftlicher Argumente. Mit den zu Fakten verbrämten Vorurteilen räumt Doug Saunders in seinem neuen Buch Punkt für Punkt auf.
Saunders’ Abrechnung verfolgt die Herkunft sämtlicher Halb- und Unwahrheiten, die eine Überfremdung des Westens durch muslimische Migranten belegen sollen, zurück und entlarvt sie als das, was sie sind. Dabei wird erschreckend deutlich, dass Positionen, die noch vor ein paar Jahren als Parolen vom rechten Rand gegolten hätten, heute im Mainstream kultureller, politischer und sozialer Sichtweisen angekommen sind.

Doug Saunders
Mythos Überfremdung
Eine Abrechnung
2012, 256 Seiten
ISBN 978-3-89667-486-9

Leseprobe und Bestellmöglichkeit

Wirtschaftspsychologie aktuell


Die globale Wirtschaft stellt Unternehmen und Führungskräfte vor enorme Herausforderungen. Denn auch wenn das „Business“ scheinbar weltweit immer ähnlicher wird, scheitern viele Geschäfte an interkulturellen Unterschieden und Missverständnissen. Umso erstaunlicher ist es, dass die Auseinandersetzung mit Kulturstandards und Wertvorstellungen bei Personalmanagern oftmals noch immer keine hohe Priorität hat. Auch bei Personalsuche und Mitarbeiterbindung erfordern interkulturelle Besonderheiten ein Umdenken. So ist es etwa in vielen Ländern ganz unterschiedlich, was jeweils die Belegschaft motiviert. Und wenn Virtuelle Teams scheitern, stecken dahinter meist psychologische Probleme
http://www.psychologenverlag.de/product_info.php/info/p209_Wirtschaftspsychologie-aktuell-1-2008--Going-global.html

Wirtschaftspsychologie aktuell
Themenschwerpunkt: Going global
2008, 70 Seiten
ISSN 1611-9207

Informationen zu den Inhalten und Bestellmöglichkeit

Downloads

Lebenswelten junger Muslime in Deutschland


Der Forschungsbericht „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“ vom Bundesministerium des Innern beschäftigt sich mit den ambivalenten muslimischen Lebenswelten in Deutschland und den Beziehungen zwischen der deutschen, nicht-muslimischen Mehrheitsgesellschaft und den in Deutschland lebenden Muslimen. Zentrales Ziel des Projekts war dabei die Herausarbeitung von Kriterien, um junge Muslime in Deutschland auf der Grundlage ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen als integriert beziehungsweise radikalisiert und unter Umständen extrem islamistisch beurteilen zu können.

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Download Zusammenfassung der Studie

E-Book: Kultur der Therapie der Kulturen


Zwar will Psychotherapie den anderen, als Patient, „dort abholen, wo er steht“ und ist auch bereit, sich auf dessen Sprache einzustellen, jedoch grundsätzlich mit dem Ziel, mit ihm dorthin zu gehen, wo die Psychotherapie „Emanzipation und Selbstbestimmung“ definiert hat. Faszination und Angst liegen in der Begegnung zunächst Fremder eng beieinander.

Jürgen Junglas (Hrsg.)
Kultur der Therapie der Kulturen
Psychotherapie und Psychiatrie mit Migrationshintergrund
2008, 238 Seiten
ISBN 978-3-931589-87-5

Kostenpflichtiger Download

Anerkennung, Teilhabe, Integration


Die Publikation „Anerkennung, Teilhabe, Integration“ aus der Reihe „Aus Politik und Zeitgeschichte“ der Bundeszentrale für politische Bildung beschäftigt sich unter anderem mit den Maßstäben erfolgreicher Integration sowie mit der privaten, beruflichen und politischen Teilhabe von Migranten in der Einwanderungsgesellschaft.

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Parallelgesellschaften?


Mit der Publikation "Parallelgesellschaften?" aus der Reihe „Aus Politik und Zeitgeschichte“ greift die Bundeszentrale für politische Bildung die öffentliche Debatte um die Vorstellung von ethnisch homogenen Bevölkerungsgruppen, die sich räumlich, sozial und kulturell von der Mehrheitsgesellschaft abschotten, auf.

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Integration


Die Publikation „Integration“ aus der Reihe „Aus Politik und Zeitgeschichte“ der Bundeszentrale für politische Bildung beschäftigt sich unter anderem mit Integration im Zusammenhang mit Sprache, Arbeit und Familie sowie mit der Integrationspolitik.

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Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration


Auf der Website der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration finden sich neben allgemeinen Informationen zu Migration und Integrationspolitik auch aktuelle Pressemitteilungen zum Thema sowie interessante Publikationen zum Download.

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Mediendienst Integration


Der Mediendienst Integration ist ein Service für Medienschaffende und andere Interessierte und bietet aktuelle Informationen rund um die Themen Migration, Integration und Asyl in Deutschland.

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Veranstaltungen

17. - 23. Februar 2013

Internationaler Workshop-Kongress „Grenzen-System-Kulturen 2013“, Taroudant (Marokko)


Der 4. Internationale Workshop-Kongress „Grenzen-System-Kulturen 2013 in Taroudant (Marokko) beschäftigt sich im Schwerpunkt mit den Themen Konflikte und Konfliktbewältigung. Die Inhalte orientieren sich dabei an den Begriffen „Grenzen“, „Systeme“ und „Kulturen“ und haben das Ziel, in einem kulturübergreifenden und kulturvermittelnden Sinne sowohl systemische als auch allgemein psychotherapeutische und beraterische Inhalte zu thematisieren. Eingebettet in einen orientalisch geprägten Kontext wird breites, praxisorientiertes Programm geboten. Dieses bietet aktuellem Wissen von Kommunikations- und Konfliktlösungsmodellen, bis zu traditionellen Formen der Klärung von Konfliksituationen Raum. Dabei wird das Thema auch in einen interkulturellen Kontext gesetzt.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

21. - 22. März 2013

Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit – ein alltagskulturelles Phänomen? Kommunale Handlungsstrategien, Berlin


Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit sind mittlerweile keine Randerscheinungen mehr, sondern drohen zu einem Teil der Alltagskultur zu werden. Viele Bemühungen rechtsextremer Organisationen setzen dabei im Alltagsleben von Kommunen an.
Bei der Frage, wie sich das demokratische Gemeinwesen dagegen wehren kann, stehen Ansätze im Mittelpunkt, die an den gesellschaftlichen Ursachen des Rechtsextremismus ansetzen. Das lokale Gemeinwesen bietet hier Raum zur Mitgestaltung des persönlichen Umfelds und für positive Demokratieerfahrungen. Wichtig ist dabei eine vertrauensvolle Kooperation zwischen Kommunen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
Orientiert an den Problemlagen in den Kommunen bietet das Seminar des Deutschen Instituts für Urbanistik die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion der Wirksamkeit kommunaler Lösungsstrategien.
Das Angebot richtet sich an Führungs- und Fachpersonal aus den Bereichen Soziales, Integration, Bildung, Stadtentwicklung, der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Familie; Wohlfahrtsverbände sowie Ratsmitglieder.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung