Psychische Störungen als Volkskrankheiten

Aus welchen Gründen sind psychische Störungen auch selbst als Volkskrankheiten anzusehen und weshalb zählen sie zu den teuersten Erkrankungen überhaupt?

Liebe Leserinnen und Leser,

psychische Störungen werden meist als von körperlichen Erkrankungen klar abgrenzbar wahrgenommen. Doch sie treten häufig zeitgleich mit körperlichen Beschwerden auf und haben einen entscheidenden Einfluss auf die Dauer von Heilungsprozessen. Auch können psychischen Störungen Folge organischer Erkrankungen sein oder ihnen vorangehen und diese mitbedingen.
Welchen Stellenwert die Psychologie in der Versorgung von Volkskrankheiten hat und haben könnte, ist das Thema des Berichts „Die großen Volkskrankheiten – Beiträge der Psychologie zu Prävention, Gesundheitsförderung und Behandlung“ vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). Prof. Dr. Frank Jacobi von der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) gehört zu den Autoren des Bandes. Im Interview mit "report psychologie" erklärt er, aus welchen Gründen psychische Störungen auch selbst als Volkskrankheiten anzusehen sind und weshalb sie zu den teuersten Erkrankungen überhaupt zählen. Zudem spricht er über Komorbidität mit körperlichen Erkrankungen und die aktuelle Versorgungslage in Deutschland.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats im November/Dezember interessante Literaturtipps zu psychischen Störungen im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

Auch die Print-Ausgabe „report psychologie“ beschäftigt sich in der letzten Ausgabe dieses Jahres mit dem BDP-Bericht 2012: Im „Fokus“ stehen eine schon lange bekannte und eine neue Volkskrankheit: Rückenschmerz und Burnout.

Eine entspannte Vorweihnachtszeit wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion


P.S.: Wir freuen uns über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

Foto © David Sim / flickr.com unter CC BY 2.0

5 Fragen an...

Frank Jacobi

Aus welchen Gründen können psychische Störungen als Volkskrankheiten angesehen werden? Wie erklären sich die hohen Krankheitskosten, die durch psychische Störungen verursacht werden? Wie steht es derzeit um die Versorgungslage in Deutschland? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Dr. Frank Jacobi im Interview.

Prof. Dr. Frank Jacobi ist Psychologischer Psychotherapeut und Professor für Klinische Psychologie an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB). Zudem leitet er die Arbeitsgruppe Epidemiologie und Versorgungsforschung am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Technischen Universität Dresden.

Lesen Sie hier das gesamte Interview

Mehr zu Prof. Dr. Frank Jacobi

Literatur

Die großen Volkskrankheiten

Welchen Stellenwert die Psychologie in der Versorgung von Volkskrankheiten hat und haben könnte, ist das Thema des BDP-Berichts 2012. „Die großen Volkskrankheiten – Beiträge der Psychologie zu Prävention, Gesundheitsförderung und Behandlung“ lautet der Titel des 112 Seiten starken Bandes.
Im ersten Kapitel wird in zwei Beiträgen zum einen die gesundheitliche und ökonomische Bedeutung von chronischen Erkrankungen und psychischer Komorbidität erläutert und zum anderen die Frage beantwortet: „Warum sind psychische Störungen Volkskrankheiten?“ Im zweiten Kapitel werden Ansätze und Konzepte bei Depression, Burnout, Rückenschmerz, Adipositas, koronarer Herzerkrankung, Krebs und Diabetes beschrieben. Aus diesen Kapiteln leiten sich auch die BDP-Empfehlungen in Bezug auf die Volkskrankheiten ab.
Mit Beiträgen von Jürgen Bengel, Oskar Mittag, Frank Jacobi, Martin Hautzinger, Julia Scharnhorst, Michael Pfingsten und anderen.

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) (Hrsg.)
Die großen Volkskrankheiten
Beiträge der Psychologie zu Prävention, Gesundheitsförderung und Behandlung
2012, 112 Seiten
ISBN 978-3-942761-16-1

Bestellmöglichkeit

Das Erstinterview

Erstinterview und Folgegespräche stehen am Beginn jeder Psychotherapie, gehören also zum Alltagsgeschäft von Psychotherapeuten. Trotzdem ist die Literatur zu diesem Thema nicht besonders ausführlich. Angehende Psychotherapeuten lernen zwar in ihrer Ausbildung, wie Erstinterviews geführt werden sollten. In Erstinterview-Seminaren lässt sich aber immer wieder beobachten, wie lückenhaft die Kandidaten oft über die Lebensgeschichte ihrer Patienten informiert sind. Das vorliegende Buch hilft dabei, solche Lücken zu schließen, indem es eine strukturierte Anleitung zur psychodynamischen Anamneseerhebung, Diagnostik, Indikationsstellung und Therapieplanung gibt.
Als Anhang zum Buch werden über das Internet herunterladbare Arbeitshilfen angeboten.

Udo Boessmann, Arno Remmers
Das Erstinterview
Praxis der psychodynamischen Anamneseerhebung, Diagnostik, Indikationsstellung und Therapieplanung
2011, 136 Seiten
ISBN 978-3-942761-03-

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Bestellmöglichkeit


Gesundheitspsychologie

Hauptsache gesund! Der entscheidende Ansatz der Gesundheitspsychologie ist es, die Gesundheit (und nicht die Abwesenheit von Krankheit) in den Mittelpunkt zu stellen. Dies tun auch Babette Renneberg und Philipp Hammelstein konsequent: Die Themenvielfalt spiegelt die zahlreichen Tätigkeitsfelder des Fachgebietes wieder – sie reicht von der Verminderung des Konsums von Nikotin und Alkohol, Ernährung und Dentalhygiene, Bewegungsverhalten und Stress-Management bis hin zu sexuellem Kontaktverhalten.
Die Inhalte sind für Studierende und angehende Gesundheitspsychologen praxisbezogen aufbereitet. Zahlreiche Beispiele, Merksätze und Definitionen veranschaulichen die Materie: So wird der Einstieg in das noch junge Fachgebiet leicht gemacht.

Babette Renneberg, Philipp Hammelstein (Hrsg.)
Gesundheitspsychologie
2006, 327 Seiten
ISBN 978-3-540-25462-1

Leseprobe und Bestellmöglichkeit

Psychische Störungen bei körperlichen Erkrankungen


In der Versorgung von Patienten mit einer chronischen körperlichen Erkrankung wird die Hälfte der Patienten mit einer komorbiden psychischen Störung nicht erkannt. Wiederum die Hälfte der erkannten Störungen wird nicht adäquat behandelt. Die negativen Effekte einer solchen Komorbidität: ein erhöhtes Mortalitätsrisiko, steigende Gesundheitskosten, sinkende Lebensqualität von Patienten. Erforderlich ist daher eine interdisziplinäre Behandlung chronisch somatisch und psychisch erkrankter Patienten in der primär (psycho)somatischen, psychotherapeutischen und psychiatrischen Versorgung. Voraussetzung ist das hier zusammengestellte Wissen über Auftretenshäufigkeit, Diagnostik und Ätiologie komorbider psychischer Störungen.
Neben Symptomatologie und Diagnostik psychischer Störungen bei körperlichen Erkrankungen stellen die Autoren auch Behandlungsansätze für verschiedene Erkrankungsbereiche und einen Fortbildungsansatz für Mediziner und Psychologen vor.

Martin Härter, Harald Baumeister, Jürgen Bengel (Hrsg.)
Psychische Störungen bei körperlichen Erkrankungen
2007, 166 Seiten
ISBN 978-3-540-25455-3

Inhaltsverzeichnis, Leseprobe und Bestellmöglichkeit

Klinische Psychologie: Körperliche Erkrankungen


Chronische körperliche Erkrankungen ändern das Leben der Betroffenen oft grundlegend. Die Auseinandersetzung mit der Krankheit, die Lebensumstellung und medizinische Behandlung führen zu erheblichen psychischen Belastungen und können das emotionale Gleichgewicht ins Wanken bringen.
Psychotherapeuten haben es nicht nur mit Menschen mit psychischen Störungen zu tun, sondern immer häufiger auch mit Patienten mit körperlichen Erkrankungen wie Krebs, Diabetes oder Rheuma. Die erfolgreiche Behandlung muss auch psychische Faktoren berücksichtigen, denn Symptome wie Depression und Angst sind häufige Begleiterscheinungen.
Das vorliegende Kurzlehrbuch verbindet medizinische Krankheitsbilder mit psychologischen Therapieansätzen. Die einheitlich gegliederten Kapitel beschreiben jeweils Ursachen und Entwicklung, häufige psychische Begleiterscheinungen, psychologische Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten verschiedener häufiger Erkrankungen.

Claus Vögele
Klinische Psychologie
Körperliche Erkrankungen kompakt
2012, 170 Seiten
ISBN 978-3-621-27754-9

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Kranke Körper zum Seelentherapeut!


Menschen mit körperlichen Erkrankungen können auch seelisch krank sein und psychisch kranke Menschen können auch körperlich erkrankt sein. Diese scheinbare Banalität weist auf zwei Probleme: Patienten und Therapeuten wissen nur wenig über die seelischen Wege, den Körper zu heilen und die körperlichen Wege, die Seele zu stabilisieren.
Zwar kennen wir die Körperpsychotherapie begründet auf den Ideen von Janet, Freud und Reich, doch ist diese Denkweise kein Richtlinienverfahren und kaum versorgungsrelevant.
Auf den 15. Rheinischen Allgemeinen PSYCHOtherapietagen wurde dieses Thema diskutiert, um Geister und Körper zu wecken, die mithelfen, gerade den mehrfach betroffenen Leidenden, den körperlich und seelisch erkrankten Patienten die bestmöglichste Therapie anzubieten. Ausgewählte Beiträge finden sich im vorliegenden Tagungsband.

Jürgen Junglas (Hrsg.)
Kranke Körper zum Seelentherapeut!
Körperlich Kranke in Psychotherapie, Psychosomatik und Psychiatrie
2011, 155 Seiten
ISBN 978-3-942761-02-4

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Psychologische Betreuung im Krankheitsverlauf


Die 30. Jahrestagung des Arbeitskreises Klinische Psychologie in der Rehabilitation war zugleich auch eine Premiere: Zum ersten Mal wurde die Tagung gemeinsam mit der Fachgruppe Klinische Psychologinnen und Psychologen im Allgemeinkrankenhaus veranstaltet. Der Blick zurück zu den Anfängen der Arbeitskreis-Tagungen führte auch zu Fragen: Woher kommen die Patienten in der Rehabilitation und wohin gehen sie? Wie sieht die Psychologische Behandlung vor und nach der Rehabilitation aus?
Klar ist, dass in 21 Tagen im Regelfall keine bahnbrechenden psychischen Veränderungen erfolgen können und auch der Aufbau nachhaltiger Verhaltensänderungen ist in diesem Zeitrahmen nur sehr begrenzt möglich. Deshalb scheint es logisch, den gesamten Krankheitsprozess in den Fokus zu nehmen und sowohl die Behandlung vor der Rehabilitation, als auch die Zeit danach genauer anzusehen. Dieser Fragestellung widmen sich auch die Beiträge des Tagungsbands zur 30. Jahrestagung.

Arbeitskreis Klinische Psychologie in der Rehabilitation (BDP) (Hrsg.)
Psychologische Betreuung im Krankheitsverlauf
Beiträge zur 30. Jahrestagung des Arbeitskreises Klinische Psychologie in der Rehabilitation 2011
2011, 232 Seiten
ISBN 978-3-942761-07-9

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ABC der Verhaltensänderung


Wie kann man Menschen motivieren, ein gesünderes Leben zu führen und ihr Verhalten gezielt zu verändern? Unter dieser Fragenstellung gibt ein internationales Autorenteam aus verschiedenen Fachgebieten einen Überblick über alle maßgeblichen Faktoren der Verhaltensänderung: Persönliche und psychologische Faktoren, soziale und umweltbedingte Faktoren, Kommunikation sowie Probleme und Hindernisse, die bei der Verhaltensänderung entstehen.
Eine Fragenliste (Vademecum), Checklisten und direkte Handlungsanweisungen helfen bei der Konzeption einer konkreten Intervention oder Kampagne. Zusätzlich finden sich viele Beispiele für erfolgreiche und erfolglose Interventionen.
Dieses Buch eignet sich für alle Berufsgruppen, die sich mit dem Thema Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention befassen.

Jacqueline Kerr, Rolf Weitkunat, Manuel Moretti (Hrsg.)
ABC der Verhaltensänderung
Der Leitfaden für erfolgreiche Prävention und Gesundheitsförderung
2006, 400 Seiten
ISBN 978-3-437-48160-4

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Gesundheitskommunikation und Medien


Medien beeinflussen sowohl den individuellen als auch den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Umgang mit Gesundheit und Krankheit. Dieser Band dient der Systematisierung des Forschungsfeldes medialer Gesundheitskommunikation. Neben der Definition und Diskussion von Grundbegriffen werden Darstellungsformen und Nutzung gesundheitsbezogener Medieninhalte beschrieben und Ansätze der Medienwirkungsforschung mit Modellen zur Erklärung individuellen Gesundheitsverhaltens verknüpft. Den Abschluss bilden Strategien der Gesundheitsförderung.

Bettina Fromm, Eva Baumann, Claudia Lampert
Gesundheitskommunikation und Medien
Ein Lehrbuch
2010, 188 Seiten
ISBN 978-3-17-020683-0

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Leseprobe

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Neurobiologie der Psychotherapie


Die Psychotherapie hat durch die neurobiologische Forschung sowohl eine handfeste Bestätigung ihrer Wirksamkeit als auch neue Impulse für die Weiterentwicklung des Faches erfahren. Günter Schiepeks „Neurobiologie der Psychotherapie“ bietet dem Leser einen ebenso breiten wie vertieften Einblick in aktuelle Forschungsgebiete und -trends.
Über 100 Autoren stellen die Funktionsweise des Gehirns bei der Generierung und Verarbeitung von Emotionen, Kognitionen und interpersoneller Kommunikation (Affective, Cognitive, Social Neuroscience) dar und bieten dem Leser eine Einführung in wichtige Messmethoden (MRT, PET, EEG), in die molekularen und zellulären Grundlagen von Hirnfunktionen sowie in die Psychoneuroimmunologie und Psychoneuroendokrinologie.
In der Neuauflage nehmen die klinischen Aspekte der Neurobiologie und die hirnphysiologischen Korrelate psychischer Störungen breiten Raum ein. Diskutiert werden auch praktische Konsequenzen der Hirnforschung für eine Psychotherapie der Zukunft.
In mehreren Beiträgen wird das Gehirn als komplexes, nichtlineares System vorgestellt, in dem Prozesse der Synchronisation und Selbstorganisation eine zentrale Rolle spielen (Systemic Neuroscience). Mit den Themengebieten der Systemischen und Sozialen Neurowissenschaft werden höchst aktuelle und zukunftsweisende Entwicklungen aufgegriffen.

Günter Schiepek (Hrsg.)
Neurobiologie der Psychotherapie
2011, 702 Seiten
ISBN 978-3-7945-2674-1

Bestellmöglichkeit

Downloads

Die großen Volkskrankheiten


Der BDP-Bericht 2012 „Die großen Volkskrankheiten – Beiträge der Psychologie zu Prävention, Gesundheitsförderung und Behandlung“ thematisiert den Stellenwert, den die die Psychologie in der Versorgung von Volkskrankheiten hat und haben könnte. Er kann im pdf-Format kostenlos heruntergeladen werden.

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) (Hrsg.)
Die großen Volkskrankheiten
2012, 112 Seiten

Kostenfreier Download (pdf)

Gesundheit und Stress


Der Begriff Burnout legte in letzter Zeit eine steile Karriere hin und schaffte es sogar bis auf den Titel eines Wirtschaftsmagazins. Die Erschöpfungsdepression als Trophäe für den modernen Helden der Arbeit? Denn ausgebrannt kann schließlich nur sein, wer sich in seinem Job übermäßig engagiert hat. Ist Burnout und Depression ein unvermeidbarer Arbeitsunfall der Moderne? Das eDossier des Fachmagazins Wirtschaftspsychologie aktuell gibt Antworten auf Fragen zu Stress und Gesundheit im Unternehmen.

Wirtschaftspsychologie aktuell (Hrsg.)
Gesundheit und Stress
2010, 27 Seiten

Kostenfreier Download (pdf)

Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland


Der Bericht beleuchtet das Thema „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“ aus den verschiedensten Perspektiven. So wird nicht nur die psychische Gesundheit beziehungsweise die Belastung am Arbeitsplatz untersucht, sondern auch die von Arbeitslosen und Berufstätigen, die sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen.
Zudem werden die gesundheitlichen Risiken bestimmter Berufsgruppen beleuchtet und der Frage nachgegangen, warum gerade Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Lehrer und Lokführer besonders unter beruflichen Belastungen leiden. Beispielhafte werden Projekte zur Gesundheitsförderung besonders stark betroffener Berufsgruppen vorgestellt und Strategien beschrieben, wie jeder Einzelne, aber auch Organisationen und Unternehmen Stress besser bewältigen und sich besser auf die weiteren Umwälzungen im Arbeitsleben vorbereiten können.

Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) (Hrsg.)
Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland
2008, 83 Seiten

Kostenfreier Download (pdf)

Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS)


Auf diesen Seiten finden sich Informationen zur Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland (DEGS) des Robert Koch-Instituts – zum Projekt als solches, zu den Methoden sowie auch zu ersten Ergebnissen und weiteren kommenden Veröffentlichungen.

Zur Website der Studie


Veranstaltungen

2. Februar 2012

Chronischer Schmerz und Psychologische Schmerztherapie – Ein neuropsychologischer Zugang, Berlin


Chronische Schmerzen werden als das Gesundheitsproblem des 21. Jahrhunderts bezeichnet. Sie sind oft Quellen von tiefem Leid für die Betroffenen, stellen eine große Herausforderung für die Behandelnden dar und bedeuten immense Kosten für das Gesundheitssystem. Zur produktiven Herangehensweise sind Problemlösungen auf vielen Ebenen erforderlich. Die psychologische Schmerztherapie mit ihren vielfältigen und kreativen Vorgehensweisen bietet hier einen soliden und nachhaltigen Zugang.
Im Seminar wird ein Schmerzprotokoll, basierend auf Erkenntnissen der Neuropsychologie und Psychologischen Schmerztherapie vermittelt, das einen kreativen Umgang mit chronischen Schmerzen erlaubt und oft zu einem Frieden mit der Erkrankung und ihrer Geschichte und auch zu einer Freundschaft mit dem Körper führt. Das Protokoll bezieht typische Problemlagen und Traumata ein, die bei chronisch Schmerzkranken eine große Rolle spielen, wie zum Beispiel Unfälle, Operationen, Missbräuche, Viktimisierungen oder auch das typische Trauma der meisten chronisch Schmerzkranken vom eigenen Körper als Opfer und Täter.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-) Psychotherapeuten und Ärzte.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung


22. und 23. März 2013

Kurzzeittherapeutische psychologische Interventionsmöglichkeiten in der Reha, Stuttgart


Kurzzeittherapeutische psychologische Interventionsmöglichkeiten gewinnen in der Reha immer mehr an Bedeutung. Die wesentlichen Veränderungen bei Therapien passieren in den ersten 2-3 Sitzungen. 35 % der Therapiesuchenden haben nur 1-2 Kontakte und zusätzliche 40 % nur 3-10 Kontakte. Auf Grundlage dieser empirischen Fakten wird in der Veranstaltung ein lösungs- und ressourcenorientierter Ansatz für psychologische Interventionen im kurzzeittherapeutischen Setting vorgestellt.
Der Kurs setzt sich zusammen aus einem Grundkurs und einem Aufbaukurs, die einzeln buchbar sind.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-)Psychotherapeuten, Ärzte sowie Studierende der Psychologie, die kurz vor ihrem Abschluss stehen.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung



26. und 27. April 2013

Psychologische Schmerztherapie – Kognitiv-behaviorales Programm mit Schwerpunkt orthopädischer Schmerz, Bad Sooden-Allendorf


Besonders im orthopädischen Bereich haben chronische Schmerzen oft geringe somatische Korrelate. Das Risiko von Chronifizierungsprozessen lässt sich dagegen gut mit psychologischen Theorien und biopsychosozialen Faktoren erklären. Entsprechend sind psychologische und psychotherapeutische Programme im multimodalen Kontext und mit kognitiv-behavioraler Ausrichtung sinnvoll, erfolgreich und mit hoher Wirksamkeit belegt. Neurobiologische Erkenntnisse zur Schmerzverarbeitung und zur sogenannten Schmerzmatrix machen das Zusammenspiel von biologischen, psychischen und sozialen Faktoren in der Genese und Aufrechterhaltung chronischer Schmerzen wie in ihrer therapeutischen Beeinflussbarkeit deutlich und nachvollziehbar.
Inhalte des Seminars sind Screening, Anamneseerhebung und Psychodiagnostik bei chronischem Schmerz, die Neurobiologie chronischer Schmerzen, Psychoedukation, Ressourcenorientierung und Schmerzhemmung sowie die Darstellung eines kognitiv-behavioral ausgerichteten psychotherapeutischen Vorgehens im multimodalen Kontext.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-)Psychotherapeuten, Ärzte sowie Studierende der Psychologie mit Ausrichtung auf dieses Themengebiet.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung



14. und 15. Juni 2013

Curriculum Gynäkologische Psychosomatik – Basismodul, Berlin


Lebensübergänge, sogenannte normative Entwicklungskrisen, in denen ein erhöhtes Risiko für die Manifestation einer psychischen Erkrankung besteht, gehen bei Frauen häufig mit gynäkologischen Themen einher (zum Beispiel hormonelle Umbrüche in der Pubertät, in Schwangerschaft und Wochenbett, in der Perimenopause).
Gynäkologische und geburtshilfliche Erkrankungen oder Komplikationen wie zum Beispiel chronischer Unterbauchschmerz, unerfüllter Kinderwunsch, Fehl- und Totgeburten, Spätabbrüche und onkologische Erkrankungen stellen für die Betroffenen oft eine große psychische Belastung dar und können psychische Störungen zur Folge haben.
Das Seminar vermittelt Grundwissen in der gynäkologischen Psychosomatik für die alltägliche psychotherapeutische und beraterische Arbeit und fördert ein detailliertes Verständnis für Störungsbilder und deren Behandlungsmöglichkeiten.
Erste Einblicke in medizinisches Basiswissen und Psychosomatische Aspekte werden zu Themenbereichen wie zum Beispiel Kinderwunsch, Pränatalzeit oder Sexualität vermittelt und eingeübt.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, psychologische Psychotherapeuten und Ärzte.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

7. Februar bis 19. Oktober 2013

Fortbildungscurriculum Psychoonkologie, Berlin


Jährlich erkranken in Deutschland ungefähr 430.000 Menschen neu an Krebs. Aktuelle Studien zeigen, dass etwa 30 bis 40 Prozent der an Krebs erkrankten Menschen als Folge der Erkrankung erhebliche psychische Belastungen aufweisen und dass psychische Variablen einen bedeutenden Einfluss auf den Krankheitsverlauf und die Lebensqualität haben. Dem wird in der derzeitigen Krebsbehandlung noch nicht genügend Rechnung getragen.
Das vorliegende Curriculum vermittelt einen praxisnahen, umfassenden Überblick über aktuelles psychoonkologisches Basiswissen und gibt vielfältige Anregungen für ein integratives, ressourcenorientiertes Vorgehen im Rahmen eines psychoonkologisch-salutogenetischen Behandlungsansatzes.
Das Curriculum bietet die Möglichkeit, eigene therapeutische Kompetenzen zu erweitern und den ganzheitlichen Blick in der Arbeit mit Krebspatienten zu schärfen. Sowohl für neu in diesem Arbeitsbereich Tätige als auch für erfahrene Praktiker bietet es eine Fülle von Anregungen und konkrete Handlungsstrategien.
Das Angebot richtet sich an Psychologen, (Kinder- und Jugend-)Psychotherapeuten und Ärzte.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung