Religionspsychologie

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 5 Fragen an Sebastian Murken

Womit beschäftigt sich eigentlich die Religionspsychologie? Und wieso ist sie an deutschen Unis so wenig präsent? Diese und weitere Fragen beantwortet uns Prof. Sebastian Murken im Interview.
Prof. Dr. Sebastian Murken ist Religionswissenschaftler, Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut. Er ist Gründer und Leiter der Arbeitsgruppe Religionspsychologie des Forschungszentrums für Psychobiologie und Psychosomatik (FPP) der Universität Trier.

Lesen Sie hier das gesamte Interview (PDF)


R.W. Hood, P.C. Hill, B. Spilka
The Psychology of Religion
An Empirical Approach
2009, 636 Seiten
ISBN 978-1606233030

 The Psychology of Religion

Dieses Buch integriert klassische und aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu verschiedenen religiösen Gruppen. Es beinhaltet religiöses Denken, Glauben und Verhalten über die Lebensspanne. Zusammenhänge zwischen Religion und Biologie werden ebenso dargestellt wie die Formen und Bedeutung religiöser Erfahrungen, die Sozialpsychologie religiöser Organisationen, Zusammenhänge zwischen Moral, psychischem Wohlbefinden und Psychopathologie.

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M. Leuzinger-Bohleber, P.-G. Klumbies (Hrsg.)
Religion und Fanatismus Psychoanalytische und theologische Zugänge
2010, 340 Seiten
ISBN 978-3-525-45184-7

Religion und Fanatismus

Nach dem 11. September 2001 hat sich das Thema »Religion und Fanatismus« mit Vehemenz ins öffentliche Bewusstsein gedrängt. Wir sind mit dem Phänomen konfrontiert, dass es vor allem orthodoxe und konservative Strömungen in den verschiedenen Weltreligionen sind, die heute Zulauf haben. Fundamentalistische Überzeugungen üben eine neue Attraktivität vor allem auf Jugendliche und Spätadoleszente aus.
In diesem Buch nehmen Psychoanalytiker und Theologen die psychologischen, individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Hintergründe von religiösem Fanatismus und Gewalt in den Blick.

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Carmine Maiello
Messung und Korrelate von Religiosität
Beziehungen zwischen Glaubensintensität und psychologisch, pädagogisch, soziologisch sowie medizinisch relevanten Variablen
2007, 224 Seiten
ISBN 978-3-8309-1715-1

Messung und Korrelate von Religiosität

In dieser Studie wurde ein Messinstrument zur Erfassung von Religiosität entwickelt und validiert sowie Hypothesen über Zusammenhänge zwischen Religiosität und verschiedenen psychologischen, pädagogischen, soziologischen und medizinischen Variablen untersucht. Religiosität wird hierbei als Glaubensintensität operationalisiert und als eine Persönlichkeitseigenschaft verstanden. Anhand einer großen multikulturellen Stichprobe wurden schließlich zahlreiche Kausalmodelle zu den Beziehungen zwischen Religiosität und Extraversion, Neurotizismus, Ängstlichkeit, Selbstwert, Selbstkonzept, Identität, Lebenszufriedenheit, Depressivität, Stressbewältigung, kritische Lebensereignisse, Gesundheit, Sport, soziale Integration und abweichendes Verhalten konzipiert und getestet.

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Robert Kugelmann
Psychology and Catholicism
Contested Boundaries
2011, 500 Seiten
ISBN 978-1107006089

Psychology and Catholicism

Robert Kugelmann erforscht hier die komplizierte Beziehung zwischen Wissenschaft und Religion. Er untersucht Themen wie die Rolle des Unterbewusstseins bei der Erklärung von Spiritualität und Wundern, Psychoanalyse und Beichte, Mythen und Symbole in Psychologie und Religion sowie humanistische Psychologie als eine spirituelle Bewegung.

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Bernhard Grom
Religionspsychologie
2007, 336 Seiten
ISBN 978-3-466-36765-8

Religionspsychologie

Wie wirkt sich Religiosität auf den Menschen aus? Bernhard Grom erklärt die Vielfalt, in der sich religiöses Erleben, Denken und Verhalten ausprägen kann. Dieses Handbuch gibt einen umfassenden Überblick über die Psychologie der Religion.

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James L. Griffith
Religion that heals, Religion that harms
A Guide for Clinical Practice
2010, 278 Seiten
ISBN 978-1-60623-889-9

Religion that heals, Religion that harms: A Guide for Clinical Practice

Dieses Buch ist für Kliniker geschrieben, die in Situationen intervenieren müssen, in denen Religion Leid und Unglück hervorruft. Beispiele illustrieren, wie religiöse Überzeugungen und Praktiken zu Selbstmord, Gewalt, Vernachlässigung und emotionalen Herausforderungen führen können. Auch die Zusammenhänge zwischen psychischer Krankheit und verzerrten religiösen Erfahrungen werden dargestellt und empathische und respektvolle Wege der Gesprächsführung mit Patienten aufgezeigt, die psychologische Hilfe verweigern oder die sich und andere durch religiöse Ansichten in Gefahr bringen.

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Sussan Namini
Selbst gewählte Mitgliedschaft in neuen religiösen Bewegungen – eine Frage der Passung?
Empirische Befunde und kritische Überlegungen
2009, 396 Seiten
ISBN 978-3-8288-2105-7

Selbst gewählte Mitgliedschaft in neuen religiösen Bewegungen – eine Frage der Passung?

Mitglied einer sogenannten Sekte oder neuen religiösen Bewegung (NRB) wird nur, wer sich von ihren destruktiven Heilsversprechen blenden und manipulieren lässt. Diese Überzeugung gilt in der öffentlichen Debatte als gesetztes Faktum. Vielmehr scheint jedoch eine wechselseitige Passung zwischen Person und Gruppe sowohl für den Eintritt in eine neue religiöse Bewegung als auch für die damit verbundenen psychosozialen Konsequenzen und den weiteren Mitgliedschaftsverlauf entscheidend. Sussan Namini untersucht anhand einer Literaturübersicht und einer Längsschnittstudie an Mitgliedern und Interessenten der Neuapostolischen Kirche, einer Pfingstgemeinde und der Zeugen Jehovas, ob sich das Modell der Person-NRB-Passung empirisch bewährt.

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Malcolm Jeeves, Warren S. Brown
Neuroscience, Psychology and Religion
Illusions, Delusions and Realities about Human Nature
2009, 168 Seiten
ISBN 978-1599471471

Neuroscience, Psychology and Religion

Was sagt die Wissenschaft über religiöse Ansichten von Persönlichkeit? Eine interdisziplinäre Sicht auf den Grenzbereich zwischen Wissenschaft und Religion.

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Udo Rauchfleisch
Wer sorgt für die Seele?
Grenzgänge zwischen Psychotherapie und Seelsorge
2004, 229 Seiten
ISBN 978-3-608-94099-2

Wer sorgt für die Seele?

Religiöse Themen kommen in den meisten Psychotherapie-Schulen nicht zur Sprache; umgekehrt lehnen manche kirchliche Kreise psychotherapeutische Anliegen vehement ab. Dabei kann es im Hinblick auf das Wohl der Ratsuchenden bzw. Patienten enorm förderlich sein, wenn es zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Vertretern beider Disziplinen käme, wenn diese um die Inhalte des jeweils anderen Faches wüssten und einander mit Respekt begegneten. Dann können Psychologie und Psychotherapie den Kirchen Impulse zur Reflexion ihrer Positionen im Umgang mit Ratsuchenden geben und Hilfe bei seelsorgerischen Fragestellungen anbieten.

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Sebastian Murken (Hrsg.)
Ohne Gott leben
Religionspsychologische Aspekte des Unglaubens
2008, 262 Seiten
ISBN 978-3-939346-07-4

Ohne Gott leben – Religionspsychologische Aspekte des Unglaubens

"Ohne Gott leben. Wie geht das?" Diese Frage stellte das Erzbistum Köln auf seiner Internetseite www.ohne-gott.de. Die Antworten von tausenden Internet-Nutzern spiegeln ein breites Spektrum des Zweifels, der Enttäuschung, der Kritik, aber auch der Suche nach Spiritualität jenseits der etablierten Kirchen. In einem einjährigen Projekt wurden die Antworten der Menschen aus dem Internet ausgewertet und einer religionspsychologischen Deutung unterzogen. Entstanden ist ein Panorama des Unglaubens, des Nicht-Glaubens und der alternativen Religiosität.

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Norbert Mönter (Hrsg.)
Seelische Erkrankung, Religion und Sinndeutung
2007, 190 Seiten
ISBN 978-3-88414-419-0

Seelische Erkrankung, Religion und Sinndeutung

Der persönliche Glaube von Menschen mit einer psychischen Erkrankung ist das zentrale Thema dieses Titels: es geht um die Kraft des Glaubens, der Berge versetzen und um die Gefahren des Glaubens, der Wahn und Selbstzerstörung bedingen kann. Religiöser Glaube und Spiritualität haben für viele Menschen in seelischen Krisen eine hohe Bedeutung, bisweilen ist es sogar der entscheidende Halt in ihrem Leben. Mit der Erfahrung individuellen Leidens wird häufig die Sinnfrage thematisiert. In diesem Band belegen die Beiträge von psychisch kranken Menschen, ihrer Angehörigen und ihrer Behandler diesen Zusammenhang eindrucksvoll.

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Michael Utsch
Religiöse Fragen in der Psychotherapie
Psychologische Zugänge zu Religiosität und Spiritualität
2005, 328 Seiten
ISBN 978-3-17-017524-2

Religiöse Fragen in der Psychotherapie

Nach einer weit verbreiteten Meinung haben die Psychotherapeuten das Erbe der spirituellen und religiösen Lehrmeister, der Schamanen und Priester angetreten. In einer Zeit, in der unterschiedlichste Wertesysteme die gleiche Gültigkeit beanspruchen, ist ein großer Bedarf nach persönlicher weltanschaulicher Orientierung entstanden. Zunehmend werden Psychotherapeuten deshalb mit heilenden und sinngebenden Erwartungen aufgesucht - ihnen werden religiöse Funktionen zugetragen. Dabei verwischt die Grenze zwischen Wissenschaft und Weltanschauung, und ist unklar und umstritten, ob fachlich und wann persönlich geantwortet werden soll. Wie gestaltet sich ein professioneller Umgang mit religiösen Fragen? Was bedeutet Spiritualität aus psychologischer Sicht? Kann eine Psychotherapie als Sinngeber fungieren? Welche gesicherten Befunde über die Heilkraft des Glaubens gibt es? In diesem Buch werden psychologische Zugänge zur Religiosität und Spiritualität sowohl wissenschaftlich fundiert als auch praxisnah beschrieben.

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Claudia Müller
„...vielleicht mal ein Gebet mehr gesprochen…“
Religiosität im Verarbeitungsprozess von Angst und Todesangst bei Brustkrebspatientinnen
2008, 221 Seiten
ISBN 978-3-8288-9520-1

Religiosität im Verarbeitungsprozess von Angst und Todesangst bei Brustkrebspatientinnen

Einer Krebsdiagnose folgt oft Angst. Auch im Verlauf der Erkrankung können Ängste verschiedener Art und Ausprägung entstehen. Krebspatienten müssen sich neben der Erkrankung auch mit solchen Emotionen auseinandersetzen. Jeder greift dazu auf unterschiedliche persönliche Ressourcen zurück. Ist religiöser Glaube eine solche Verarbeitungsressource? Nutzen Krebspatienten religiöse Strategien, wenn sie versuchen, Angst und Todesangst zu bewältigen? Ist Religiosität hilfreich oder vielleicht sogar hinderlich zur Verarbeitung einer Krebserkrankung? Claudia Müller gibt zunächst einen Überblick über den psychoonkologischen und religionspsychologischen Forschungsstand. Aufbauend stellt sie eine empirische Untersuchung mit 167 Brustkrebspatientinnen und 67 gesunden Frauen vor. Anhand der Ergebnisse diskutiert sie Ideen für Forschung und Praxis.

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 Religionspsychologie im BDP

Diese Broschüre gibt einen Überblick über religionspsychologische Fragestellungen, Literatur und angrenzende psychologische Fachgebiete.

Download der Broschüre (PDF)
Internetseite des Bereichs Religionspsychologie im BDP

 

Religiosität als gelebter Glaube wirkt auf die seelische Gesundheit

Wie wirkt es sich bei Menschen und in Gemeinschaften indvidual- und sozialpsychologisch aus, wenn sie von „göttlichem Wirken“ und von einer unsterblichen Seele ausgehen?
Diese Frage beantwortet die Broschüre von Maximilian Rieländer aus dem Arbeitskreis „Psychomarkt und Religion“ des BDP.

Zur Broschüre (PDF)

 

Dissertation: Sinnfindung als Bewältigungsmöglichkeit einer Darmkrebserkrankung

Die Längsschnittstudie untersucht Sinnfindung als Einflussgröße auf die Anpassung an eine Darmkrebserkrankung. Dabei zeigte sich, dass sich innerhalb der Untersuchungsgruppe die Lebensqualität und der Gesundheitszustand innerhalb von sechs Monaten signifikant verbesserten. In diesem Zusammenhang wurde das Konstrukt der Religiosität wichtig, da Personen, denen Religion wichtig war, auch höhere Werte bei der Sinnfindung aufwiesen als Personen, bei denen die Religiosität im Alltag keine Rolle spielte. Religiosität kann demnach als Element zur Sinnfindung betrachtet werden. Im Bereich der Therapie könnte die Kenntnis um die relative Bedeutsamkeit beider Konstrukte, sowohl dem der Sinnfindung, als auch dem der Religiosität, Eingang in Therapiekonzepte und praktische Umsetzung finden.

Zum Download der Dissertation

 

 Psychology of Religion Pages

Von der Integration von Religion in die Therapie über verschiedene religiöse Konflikte bis hin zu sexuellem Missbrauch in der Kirche – auf den Seiten von Prof. Michael Nielsen finden Sie Fachartikel rund um die Religionspsychologie. Außerdem Buch- und Filmempfehlungen sowie eine Zusammenstellung relevanter Fachzeitschriften.

Zu Psychology of Religion Pages

 

Literaturliste Religionspsychologie

Die Religionspsychologie ist ein in Deutschland bisher vernachlässigtes Teilgebiet der Psychologie. In den letzten Jahren wurden jedoch mehrere wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema erstellt, womit die deutschsprachige Religionspsychologie langsam eine eigenständige Perspektive entwickelt, so Dr. Michael Utsch. Er hat eine Literaturliste von Forschungsarbeiten zur Religionspsychologie zusammengestellt.

Zur Literaturliste Religionspsychologie (PDF )

Arbeitsgruppe Religionspsychologie an der Universität Trier

Die Webseite der Arbeitsgruppe Religionspsychologie des Forschungszentrums für Psychobiologie und Psychosomatik der Universität Trier beinhaltet Texte zur Religionspsychologie, Literatur- und Linklisten sowie Informationen zu bisherigen und aktuellen Forschungsprojekten der Arbeitsgruppe.

Zur Homepage der Arbeitsgruppe Religionspsychologie