Rituale

Die Taufe eines Kindes, die alljährliche Weihnachtsfeier, bestimmte Kleidungs- und Verhaltensroutinen im Fußballstadion – verschiedenste Rituale begleiten uns in unserem Leben. Inwiefern gehören Rituale zur Natur des Menschen? Welche kulturellen Unterschiede zeigen sich? Wie entwickeln sich Rituale und wie verändern sie sich? Auf diese und weitere Fragen antwortet der Psychologe Dr. Jan Weinhold im Interview.

Liebe Leserinnen und Leser,

der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus und für uns Menschen beginnt mit dem Frühjahr eine Zeit der Rituale. Wir haben Ostereier bemalt und versteckt und um den Maibaum getanzt. Nun begehen wir den Mutter- und den Vatertag und feiern Pfingsten sowie die Übergangsrituale der katholischen Kommunion, der evangelischen Konfirmation oder der Jugendweihe.

Rituale gibt es in allen Kulturen und in den verschiedensten Lebensbereichen. Sie begleiten und strukturieren unser Leben. Doch was genau macht eine Handlung zu einem Ritual, was unterscheidet Rituale von Alltagshandlungen? Welche Funktion erfüllen Rituale? Und wie entwickeln sie sich? Auf diese und weitere Fragen antwortet der Psychologe Dr. Jan Weinhold, ehemals wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsverbund „Ritualdynamik“ der Universität Heidelberg, im Interview.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats Mai interessante Literaturtipps rund um Rituale in den verschiedensten Lebensbereichen. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

In der Print-Ausgabe von „report psychologie“ geht es im Mai um Diversity und Kultur: Im Fokus stehen unter anderem die „Altersdiversität“ sowie die Frage nach den Chancen und Herausforderungen durch Vielfalt.

Einen schönen Wonnemonat Mai wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion

P.S.: Wir freuen uns wie immer über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

Foto: © Christian Schwier – Fotolia.com

5 Fragen an...

Dr. Jan Weinhold


Was macht Rituale aus? Wie unterscheiden sie sich von Alltagshandlungen? Welche Funktion erfüllen Rituale? Und wie entwickeln und verändern sie sich? Auf diese und weitere Fragen antwortet Dr. Jan Weinhold im Interview.

Dr. Jan Weinhold ist Diplom-Psychologe und war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich „Ritualdynamik“ der Universität Heidelberg. Dabei befasste er sich unter anderem mit Ritualen in Organisationen, interkulturellen Aspekten von Heilritualen sowie der Wirksamkeit und Ritualdynamik von Systemaufstellungen.

Lesen Sie hier das gesamte Interview.

Literatur

Rituale


Rituale sind ständige Begleiter: Im Alltag, in der Politik und in der Religion – zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Als inszenierte Form symbolischen Handelns sind Rituale ein zentraler Gegenstand der kulturwissenschaftlichen Analyse. Was macht aus einer Handlung oder einem Ereignis ein Ritual? Welche Typen von Ritualen gibt es? Der Band führt, anschaulich durch viele Beispiele, in alle Aspekte des Themenfeldes ein.

Burckhard Dücker
Rituale
Formen – Funktionen – Geschichte.
2007, 250 Seiten
ISBN 978-3-476-02055-0

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Ritualtheorien


Dieser Band vereint die bedeutendsten Ansätze zur Ritualforschung und macht die wichtigsten Beiträge aus dem Forschungsgebiet „Ritual Studies“ zum ersten Mal in deutscher Sprache und in einem Band zugänglich. Über 20 Artikel werden in zwei Kategorien aufgeteilt: „Allgemeine Ritualtheorien“ und „Konkrete Studien zum Ritual in Kultur und Gesellschaft“. Im allgemeinen Teil finden sich neben Klassikern der Ritualforschung wie Clifford Geertz, Victor Turner, Mary Douglas und Erving Goffman auch neuere Autoren wie zum Beispiel der amerikanische Soziologe Albert Bergesen mit seiner Theorie der „Rituellen Ordnung“, Catherine Bell mit der epistemologischen Theorie der „Ritualkonstruktion“, Caroline Humphrey und James Laidlaw mit der Theorie der „Rituellen Einstellung“ und die umfassende Analyse des Rituals von Jan Platvoet. Im zweiten Teil finden sich Artikel über rituelles Handeln in verschiedenen Bereichen von Kultur und Gesellschaft sowie Politik, Psychotherapie, Kunst, Sport, Medien, Literatur, Theater, Recht und Feminismus. Die Herausgeber stellen den Artikeln eine umfassende Einführung in das Gebiet der Ritualforschung voran. Das Buch ist als Handbuch der Ritualforschung für Fachleute und als Basistext für alle, die das Phänomen des Rituals in Religion, Kultur und Gesellschaft näher kennenlernen wollen, konzipiert.

Andréa Belliger, David J. Krieger (Hrsg.)
Ritualtheorien
Ein einführendes Handbuch
2012, 474 Seiten
ISBN 978-3-531-19499-8

Inhaltsverzeichnis

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Ritual und Ritualdynamik


Rituale spielen in vielen Forschungsbereichen eine wichtige Rolle. Das Handbuch macht mit Schlüsselbegriffen, Theorien und Problemen der Ritualforschung vertraut. Renommierte Autoren und junge Forscher stellen den Forschungsstand zum Thema „Rituale“ nach zehn Jahren intensiver Arbeit zusammen und illustrieren ihn mit zahlreichen Beispielen.

Christiane Brosius, Axel Michaels, Paula Schrode
Ritual und Ritualdynamik
Schlüsselbegriffe, Theorien, Diskussionen
2013, 304 Seiten
ISBN 9783825238544

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Interaktionsrituale


Goffmans Studien über Verhalten in direkter Kommunikation sind in erster Linie ethnographische Untersuchungen mit dem Ziel, die syntaktischen Beziehungen zwischen den Verhaltensäußerungen verschiedener, in einer sozialen Situation gleichzeitig anwesender Personen aufzudecken. Untersuchungsgegenstand sind also jene Ereignisse, die im Verlauf und aufgrund des Zusammenkommens von Menschen geschehen.

Erving Goffman
Interaktionsrituale
Über Verhalten in direkter Kommunikation
1986, 292 Seiten
ISBN 978-3-518-28194-9

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Rituale und Spiritualität in der Psychotherapie


Das gestiegene Interesse an Spiritualität und ihrer Bedeutung für persönliche Entwicklungsprozesse spiegelt sich auch in Beratungs- und alternativen Therapieangeboten wider. Es geht dabei um eine therapeutisch heilsame Dimension. Mit einem integrativen Ansatz aus humanistischem Menschenbild sowie systemischen und tiefenpsychologischen Konzepten schlagen die Autoren eine Brücke zwischen psychologischen und spirituellen Modellen. Sie stellen schamanische, buddhistische, Quantenheilungs- und hawaiianische Heiltraditionen vor. So können sich Psychotherapeuten mit den Glaubenssystemen ihrer Klienten vertraut machen. Therapeutische Rituale sind besonders geeignet, spirituelle Ebenen zu aktivieren und anzusprechen. Die vorgestellten Rituale beziehen sich auf individuelle Themen und Paardynamiken. Konkrete Übungen geben Anregungen für die psychotherapeutische Arbeit.

Martin Brentrup, Gaby Kupitz
Rituale und Spiritualität in der Psychotherapie
2015, etwa 160 Seiten
ISBN 978-3-525-40379-2
Neuerscheinung

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Rituale


Rituale dienen nicht in erster Linie der Bewahrung des Alten, sondern der Gestaltung des Übergangs zu Neuem. Rituelle Verschreibungen haben ihre feste Tradition in der Systemischen Therapie. Wie Rituale wirken und welchen Stellenwert sie im menschlichen Leben haben, ist aber in diesem Zusammenhang kaum reflektiert worden. Davon handelt dieses Buch in seinem ersten Teil. Luc Ciompi schlägt darauf die Brücke zwischen Anthropologie und Beratung bzw. Therapie, indem er die Bedeutung von Ritualen für die Kanalisierung von Gefühlen herausarbeitet. Evan Imber-Black, Ulrich Clement, Gunthard Weber und Celia Falicov stellen daran anschließend ihre therapeutische Arbeit mit Ritualen vor. Wie Rituale auch in der Organisationsentwicklung fruchtbar gemacht werden können – vor allem dann, wenn es um Wandel in Organisationen geht – illustrieren die Beiträge von Tom Levold, Jochen Schweitzer-Rothers und Elisabeth Nicolai. Dass Politik, Wirtschaft und Sport Felder sind, die ohne Rituale kaum vorstellbar wären, machen der Schweizer Alt-Bundespräsident Moritz Leuenberger, der Sportjournalist Richard B. Reich und Beat Kappeler in ihren Beiträgen deutlich. Abschließend zieht Rosmarie Welter-Enderlin anhand eines Fallbeispiels ein Fazit für die Praxis von Beratung und Therapie.

Rosmarie Welter-Enderlin, Bruno Hildenbrand (Hrsg.)
Rituale
Vielfalt in Alltag und Therapie
2011, 255 Seiten
ISBN 978-3-89670-460-3

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Rituale


Ein spannendes und umfassendes Buch über therapeutische Rituale in deutscher Sprache. Es zieht Leser auf mehrfache Weise in seinen Bann: Die lebendigen Berichte über unterschiedlichste Rituale in Familien, die anschaulichen Erläuterungen über normative Rituale und die aufschlussreiche Darstellung ihrer Funktionen lassen jeden unwillkürlich die eigene Familie unter diesen Aspekten betrachten und die in ihr entwickelten Rituale neu erleben. Und schließlich hält dieses Buch für alle, die mit Familien arbeiten, eine Fülle sehr konkreter und praxisnaher Anregungen bereit, wie man Rituale entwirft und in unterschiedlichsten therapeutischen Situationen anwendet. Wer das Buch gelesen hat, sieht seine eigene Familie mit anderen Augen und fühlt sich in seinem Repertoire bereichert, ganz gleich, welchem Familientherapiemodell sie oder er folgt.

Evan Imber-Black, Janine Roberts, Richard A. Whiting (Hrsg.)
Rituale
Rituale in Familien und Familientherapie
2006, 431 Seiten
ISBN 978-3-89670-546-4

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Rituale, Kunst und Kunsttherapie


Sie sind immer noch geheimnisvoll, die Rituale, obwohl sie seit geraumer Zeit in der Ethnologie, der Soziologie und anderen Wissenschaften erforscht und analysiert werden. Wir wissen nicht, warum sie in allen Kulturen zu finden sind, ob sie nur symbolische Kommunikation sind oder ein geheimes Erfahrungswissen umsetzen oder gar übersinnlich wirken. Auf jeden Fall sind sie nicht selten effektive Therapie bei Krankheiten. Das Buch geht auf dem Stand des heutigen psychologischen Wissens den Ursachen solcher Wirkung nach. Die Grundorientierung ist dabei empirisch wissenschaftlich, ohne den Blick aber nur auf das bisher Bewiesene und Bekannte einzuengen. Es geht zum Beispiel auch um die Wirkung des Glaubens und des Gebetes. Ziel dieses Buches ist, die Kraft der Rituale für das Heilungshandeln in unserer Zeit erneut nutzbar zu machen. Dafür eignet sich besonders die Kunsttherapie. Es wird aber auch überlegt, an welcher Stelle die Gesellschaft neue Rituale entwickeln kann. Die Kunst, die heute in weiten Teilen therapeutisch ist, steuert wichtige Grundlagen zu einem neuen Ritualbewusstsein bei.

Martin Schuster
Rituale, Kunst und Kunsttherapie
2008, 211 Seiten
ISBN 978-3-939069-42-3

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Rituale in der Kindheit


Die Gute-Nacht-Geschichte, das gemeinsame Abendessen oder auch das Begrüßungslied im Kindergarten: All das sind Rituale und Traditionen, die wir seit vielen Generationen weitergeben und pflegen. Manche helfen gegen Angst, andere beim Einschlafen, wieder andere, den Tagesablauf zu strukturieren. Dieses Buch beschreibt die Bedeutung von Ritualen in der Kindheit. Dabei geht es sowohl auf Alltagsrituale in der Familie ein, als auch auf das Ritual als pädagogisches Hilfsmittel in der Schule.

Carina Groth, Sandy Brunner, Nicole Wuttke, Peter-Michael Schulz, Matthias Quinzer
Rituale in der Kindheit
Wie Gewohnheiten helfen, das Leben zu meistern
2014, 132 Seiten
ISBN 978-3956871276

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Unbewusste Rituale in der Liebe


Wie kann es geschehen, dass zwei Menschen, die einander innig zugetan waren, sich plötzlich wie Feinde gegenüberstehen? Wie wachsen Bindungen zwischen Erwachsenen und wie gehen sie wieder verloren? Der bekannte Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer entwickelt zu dieser spannenden Frage das Konzept des „unbewussten Rituals“. Jede Paarbeziehung lebt von diesem individuellen Zusammenspiel, das sich zum Beispiel auf Kommunikation oder Erotik bezieht. Beide Partner gewinnen an Sicherheit und Selbstwert – solange die Rituale nicht aufgekündigt werden. In der Paaranalyse werden die „guten Rituale des Anfangs“ rekonstruiert und erforscht, wie die Entwertungsspirale in Gang kam. Nicht selten ist der Prozess dann umkehrbar. Dies zeigt der Autor detailliert und nachvollziehbar an zahlreichen Fallbeispielen.

Wolfgang Schmidbauer
Unbewusste Rituale in der Liebe
Einführung in die Paaranalyse
2014, 252 Seiten
ISBN 978-3-608-89152-2

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Rituale im Alltag von Paaren


Die transdisziplinäre Arbeit veranschaulicht die hohe Relevanz von Ritualen in der alltäglichen Beziehungsgestaltung und Entwicklung von Paaren und erschließt über klinische Untersuchungsfelder hinaus Perspektiven für die psychologische Erforschung des Phänomens. Mit ihrem differenzierten Verständnis von Alltagsritualen reagiert die Arbeit nicht nur auf ein Desiderat in der psychologischen Paarforschung. Sie erweitert das Wahrnehmungsspektrum der Bedeutung von Ritualhandlungen in der alltäglichen Lebensführung und bietet wichtige Anschluss- und Ergänzungsmöglichkeiten für weitere Forschungsfelder.

Anke Birnbaum
Rituale im Alltag von Paaren
Perspektiven für die psychologische Paarforschung
2012, 320 Seiten
ISBN 978-3893345755

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Rituale – zwischen Pathos und Folklore


Ein Ritual ist eine besondere (oft religiöse) Handlung, die nach festen Regeln immer wieder auf die gleiche Weise ausgeführt wird und so ein Gefühl der Sicherheit erzeugt. Bei der Beratung in Krisen, Leid und Trauer werden rituelle Strukturen zur erhöhten Wirksamkeit und für Sinn gebende Interventionen in der individuellen Veränderungsarbeit verwendet.

Von Ritualen sind formalisierte Handlungen zu unterscheiden, wie Routinen oder Gewohnheiten des alltäglichen privaten oder auch institutionellen Lebens sie darstellen. Sie sind Ritualen zwar sehr ähnlich, aber es fehlt ihnen an der über den Alltag und sich selbst hinausweisenden Erfahrung des Rituals. Kennzeichnend für ein Ritual ist, dass es immer einen symbolischen Charakter hat und somit auf die Existenz anderer Dimensionen von Zeit und Raum verweist. Rituale werden niemals willkürlich und spontan durchgeführt, sondern immer bewusst und mit Absicht gewählt. Sie sind stereotyp, förmlich, repetitiv, öffentlich, unwiderruflich. Fehlt eine der genannten Komponenten, handelt es sich nicht um ein Ritual. Gewohnheitsmäßige Handlungen oder Bräuche sind zum Beispiel absichtslos und oft nicht bewusst und bei der Routine mangelt es an Unwiderrufbarkeit.

Das Heft „Ritual – zwischen Pathos und Folklore“ beschäftigt sich mit dem Ritual, seinen Wirkungsweisen, Formen und Abgrenzungen. Besondere Beachtung findet hierbei die Hinführung zur Transzendenz, die für Wirkung und Begrifflichkeit eines Rituals unerlässlich scheint.

Monika Müller, Petra Rechenberg-Winter (Hrsg.)
Rituale – zwischen Pathos und Folklore
Leidfaden 2013-1
2013, 104 Seiten
ISBN 978-3-525-80601-2

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Die Macht der Gewohnheit


Charles Duhigg kennt die positive Macht der Routine, aber auch die dunklen Seiten der Gewohnheit. Er beleuchtet Forschung und Alltag und erklärt, warum einige Menschen es schaffen, über Nacht mit dem Rauchen aufzuhören, oder weshalb das Geheimnis sportlicher Höchstleistung in antrainierten Automatismen liegt. Nicht zuletzt schildert er, wie Konzerne Millionen ausgeben, um unsere Angewohnheiten für ihre Zwecke zu manipulieren.

Charles Duhigg
Die Macht der Gewohnheit
Warum wir tun, was wir tun
2013, 432 Seiten
ISBN 978-3-492-30407-8

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Wozu Rituale?


Manche Forscher betrachten Rituale als evolutionäres Erbe, das oft längst seinen Sinn verloren hat. Für andere gehören sie untrennbar zur menschlichen Natur – und sind womöglich gar für unser Überleben notwendig.
Prof. Dr. Axel Michaels ist Professor für Indologie an der Universität Heidelberg und war für den Sonderforschungsbereich „Ritualdynamik“ tätig. In seinem Artikel beschreibt er unter anderem, was die Wissenschaft unter Ritualen versteht, welcher Sinn ihnen zugewiesen wird und wie sie sich entwickeln.

Download des Artikels „Wozu Rituale?“

Links

Ritualdynamik


Von 2002 bis 2013 untersuchte der interdisziplinäre Sonderforschungsbereich „Ritualdynamik“, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Rituale sowie deren Veränderung und Dynamik. Er war der bislang erste und einzige kulturwissenschaftliche Sonderforschungsbereich in Deutschland, der sich ausschließlich mit dem Thema „Rituale“ auseinandersetzte. In 31 verschiedenen Teilprojekten behandelten mehr als 140 Wissenschaftler, vor allem aus dem Bereich der Geisteswissenschaften, verschiedene Themen.

Zur Website des Sonderforschungsbereichs

Veranstaltungen

22. bis 26. Juni 2015

International Interdisciplinary Summer School 2015, Tübingen


Unter dem Titel „Origins of Human Cooperation“ veranstaltet die Eberhard Karls Universität Tübingen vom 22. bis 26. Juni 2015 eine internationale interdisziplinäre Sommerschule unter der Leitung des amerikanischen Psychologen und Verhaltensforschers Michael Tomasello. Michael Tomasello ist Direktor des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig (Abteilung für vergleichende und Entwicklungspsychologie).

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung