Sprache

Sie ist eine Grundlage und Teil unserer Kultur, strukturiert unsere Welt und wir nutzen sie alltäglich, ohne groß darüber nachzudenken: unsere Sprache. Inwiefern gehört Sprache zum Menschen? Wie erwerben wir unsere erstaunlichen Fähigkeiten im Umgang mit Lauten, Strukturen und Bedeutungen? Und inwiefern beeinflusst unsere Sprache unser Denken, Wahrnehmen und Handeln?

Liebe Leserinnen und Leser,

der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick sagte einmal „Man kann nicht nicht kommunizieren, denn jede Kommunikation […] ist Verhalten, und genauso wie man sich nicht nicht verhalten kann, kann man nicht nicht kommunizieren.“ Obwohl Watzlawick damit vor allem auch auf nonverbale Ausdrucksformen anspielte: Eines unserer mächtigsten Kommunikationsmittel ist und bleibt die Sprache. Sie ist Grundlage und Teil unserer Kultur, sie strukturiert unsere Welt und wir nutzen sie täglich – ohne allerdings viel darüber nachzudenken.

Prof. Dr. Joachim Grabowski von der Leibniz Universität Hannover stellt die Sprache in den Mittelpunkt seiner Forschung. Im Interview unseres Themas des Monats erklärt er, inwiefern Sprache zum Menschen gehört, wie wir unsere erstaunlichen Fähigkeiten im Umgang mit Lauten, Strukturen und Bedeutungen erwerben und inwiefern unsere Sprache unser Denken, Wahrnehmen und Handeln beeinflusst.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats Februar interessante Literaturtipps rund um Sprache und Kommunikation. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

In der Print-Ausgabe von „report psychologie“ geht es im März um die Stimme: Im Fokus stehen unter anderem die Themen „Stimme im Coaching“, „Musik als Verstärker“ sowie „Stottern, Lispeln und Co“.

Immer ein Gefühl für die richtigen Worte wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion

P.S.: Wir freuen uns wie immer über Anregungen und Kommentare zum „Thema des Monats“. Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff „Thema des Monats“ an: verlag(at)psychologenverlag.de

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5 Fragen an...

Prof. Dr. Joachim Grabowski


Inwiefern gehört Sprache zum Menschen? Wie erwerben wir unsere erstaunlichen Fähigkeiten im Umgang mit Lauten, Strukturen und Bedeutungen? Und beeinflusst unsere Sprache unser Denken, Wahrnehmen und Handeln? Auf diese und weitere Fragen antwortet Prof. Dr. Joachim Grabowski im Interview.

Prof. Dr. Joachim Grabowski ist Professor für Pädagogische Psychologie und Privat-Dozent für Germanistische Linguistik an der Leibniz Universität Hannover. In seiner Forschung beschäftigt er sich unter anderem mit sprachpsychologischen Forschungsmethoden, der Theorie der Sprachproduktion, Schreibkompetenz und dem Arbeitsgedächtnis bei sprachlichen Prozessen.

Lesen Sie hier das gesamte Interview.

Literatur

Sprache und Denken


Wie funktioniert Sprache? Was spielt sich beim Denken in unserem Kopf ab? Wie lösen wir Probleme? Und in welchem Verhältnis stehen Denken und Sprache zueinander? Das Buch liefert Antworten und verschafft einen fundierten Überblick. In Einbezug historischer Experimente und aktueller Forschungsergebnisse werden grundlegende Konzepte und Theorien zu Sprache und Denken vermittelt.

Reinhard Beyer, Rebekka Gerlach
Sprache und Denken
2011, 181 Seiten
ISBN 978-3-531-17135-7

Bestellmöglichkeit

Allgemeine Psychologie


Der Band informiert über zwei zentrale kognitive Fähigkeiten des Menschen: Denken und Sprache. Denken und Sprache sind eng mit der Intelligenz des Menschen verbunden, mit Rationalität und Kreativität, mit Reflexion und Einsicht, mit Kommunikation und Kultur. Der erste Teil des Buches widmet sich Fragen zum Denken: Nach welchen Strategien ziehen wir induktive und deduktive Schlüsse? Sind unsere Urteile und Entscheidungen rational? Wie lösen wir Probleme, und was haben Experten uns darin voraus? Wie kommen wir zu neuen Einsichten, und welche Rolle spielt dabei die Kreativität? Der zweite Teil des Buches ist Fragen zur Sprache gewidmet: Was zeichnet die Sprachkompetenz des Menschen im Vergleich zu Tieren aus? Wie entwickeln sich Sprachen und wie entwickelt sich die Sprache beim Kind? Aus welchen Bausteinen ist unsere Sprache aufgebaut? Welche Prozesse laufen beim Verstehen ab und welche bei der Produktion von Sprache? Und schließlich: In welcher Beziehung steht das Denken zur Sprache? Der Band stellt in zwölf Kapiteln aktuelle Erkenntnisse zu diesen Fragen vor, vermittelt aber auch klassische Theorien und Befunde.

Sieghard Beller, Andrea Bender
Allgemeine Psychologie
Denken und Sprache

2010, 318 Seiten
ISBN 978-3-8017-2141-1

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Bestellmöglichkeit

Psychologie der Kommunikation


Dieser Band vermittelt Basiswissen über den Ablauf menschlicher Kommunikation mit ihren Besonderheiten und Phänomenen sowie daraus abgeleitete Anwendungsgebiete. Die wichtigsten Kommunikationsmodelle werden kurz und verständlich erklärt. Praktische Beispiele und Exkurse festigen das Gelesene und wecken Interesse für diesen spannenden Themenbereich.

Jessica Röhner, Astrid Schütz
Psychologie der Kommunikation
2012, 118 Seiten
ISBN 978-3-531-16707-7

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Die Kunst der Kommunikation


Uns alle verbindet ein fundamentaler Wunsch nach Interaktion mit unseren Mitmenschen. Wir haben ein tief verwurzeltes Bedürfnis zu kommunizieren, und je größer unsere Fähigkeit in dieser Hinsicht ist, umso befriedigender und lohnenswerter verläuft unser Leben. Dass kompetente interpersonale Kommunikation einen großen Beitrag zum Erfolg im privaten wie auch beruflichen Bereich leistet, gilt mittlerweile als allgemein anerkannt und ist umfassend erforscht. So gesehen ist die Kenntnis der verschiedenen Arten von kommunikativen Fertigkeiten und ihrer Auswirkungen auf die soziale Interaktion für ein erfolgreiches Beziehungserleben von entscheidender Bedeutung.

Owen Hargie
Die Kunst der Kommunikation
Forschung, Theorie, Praxis

2013, 692 Seiten
ISBN 978-3-456-85232-4

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Menschliche Kommunikation


Kommunikation ist eine Conditio sine qua non menschlichen Lebens und gesellschaftlicher Ordnung. Man kann – in der klassischen Formulierung dieses Buches – „nicht nicht kommunizieren“. Der Mensch beginnt von den ersten Tagen seines Lebens an, die Regeln der Kommunikation zu erlernen, obwohl diese Regeln selbst ihm kaum jemals bewusst werden. Watzlawicks Standardwerk der Kommunikationswissenschaft handelt von den pragmatischen Wirkungen der Kommunikation im zwischenmenschlichen Verhalten und deren Störungen.

Paul Watzlawick, Janet H. Beavin, Don D. Jackson
Menschliche Kommunikation
Formen, Störungen, Paradoxien

2011, 323 Seiten
ISBN 9783456949703

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Im Spiegel der Sprache


„Ich spreche Spanisch zu Gott, Italienisch zu den Frauen, Französisch zu den Männern und Deutsch zu meinem Pferd.“ Die scherzhafte Vermutung Karls V., dass verschiedene Sprachen nicht in allen Situationen gleich gut zu gebrauchen sind, findet wohl auch heute noch breite Zustimmung. Doch ist sie aus sprachwissenschaftlicher Sicht haltbar? Sind alle Sprachen gleich komplex, oder ist Sprache ein Spiegel ihrer kulturellen Umgebung – sprechen „primitive“ Völker „primitive“ Sprachen? Und inwieweit sieht die Welt, wenn sie „durch die Brille“ einer anderen Sprache gesehen wird, anders aus?

Das Buch des Linguisten Guy Deutscher ist eine Tour durch Länder, Zeiten und Sprachen. Auf seiner Reise zu den aktuellsten Ergebnissen der Sprachforschung geht Guy Deutscher mit Captain Cook auf Känguruh-Jagd, prüft mit William Gladstone die vermeintliche Farbblindheit der Griechen zur Zeit Homers und verfolgt Rudolf Virchow in Carl Hagenbecks Zoo auf dem Kurfürstendamm im Berlin des 19. Jahrhunderts. Mitreisende werden nicht nur mit einer glänzend unterhaltsamen Übersicht der Sprachforschung, mit humorvollen Highlights, unerwarteten Wendungen und klugen Antworten belohnt. Sie vermeiden auch einen Kardinalfehler, dem Philologen, Anthropologen und – wer hätte das gedacht – auch Naturwissenschaftler allzu lange aufgesessen sind: die Macht der Kultur zu unterschätzen.

Guy Deutscher
Im Spiegel der Sprache
Warum die Welt in anderen Sprachen anders aussieht

2013, 320 Seiten
ISBN 978-3-406-60689-2

Leseprobe

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Sinn und Unsinn von Kompetenzen


Ist „Kompetenz“ nur ein Modebegriff oder bedeuten Kompetenz-Konzepte mehr als allgemeine Fähigkeiten? Am Beispielfeld von Sprache, Medien und Kultur wird die theoretische, bildungswissenschaftliche und pädagogischpraktische Rolle von Kompetenzen eingehend diskutiert. Durch den inhaltlich wie formal homologen Aufbau der einzelnen Beiträge eignet sich der Band auch als Grundlage für ein einsemestriges Seminar im Bachelor- oder Masterabschnitt bildungswissenschaftlicher Studiengänge.

Joachim Grabowski (Hrsg.)
Sinn und Unsinn von Kompetenzen
Fähigkeitskonzepte im Bereich von Sprache, Medien und Kultur

2014, 220 Seiten
ISBN 978-3-8474-0055-4

Inhaltsverzeichnis

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Miteinander reden 1-3


Beruf, Beziehung, Alltag: Ständig müssen wir mit anderen kommunizieren. Und immer wieder entstehen dabei Probleme; selbst scheinbar einfache Situationen bergen Tücken. Oft gelingt es nicht, uns verständlich zu machen, geschweige denn, uns durchzusetzen. Und ebenso oft begreifen wir unser Gegenüber nicht. Gespräche werden zum Streit, ohne dass uns so recht klar ist, warum. Friedemann Schulz von Thun zeigt, welche Erkenntnisse die Kommunikationspsychologie bietet, damit wir persönlich und sachlich besser miteinander klarkommen.

Der erste Band erklärt, wie zwischenmenschliche Kommunikation abläuft. Was sind die typischen Probleme? Und wie können wir sie beheben?

Der zweite Band stellt die unterschiedlichen Kommunikationsstile vor, die Menschen haben. Wie gehen wir damit jeweils am besten um? Und wie können wir das Wissen um unseren eigenen Kommunikationsstil für unsere Persönlichkeitsentwicklung nutzen?

Band drei schließlich stellt das Modell des „Inneren Teams“ vor. Die Erkenntnis dahinter: Wer sich selbst versteht, kommuniziert besser.

Friedemann Schulz von Thun
Miteinander reden 1-3
2010, 320 Seiten
ISBN 978-3-499-17489-6

Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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Sprachentwicklung beim Kind


Übersichtlich gegliedert und klar aufgebaut, wird der Erwerb von Wortschatz und Grammatik im Rahmen der neurokognitiven Entwicklung des Kindes dargestellt. Nach grundlegenden Ausführungen über das System Sprache geht die Autorin auf die einzelnen Bereiche des Spracherwerbs ein: die frühe Sprachwahrnehmung, den Aufbau der Grammatik, des Wortschatzes und der Wortbedeutung. Weitere Themen sind der Einfluss der Erwachsenensprache, biologische Grundlagen und Lernmechanismen des Spracherwerbs. Am Schluss des Buches wird die Streitfrage erörtert, ob Sprache sich aus angeborenen Strukturen entfaltet, oder ob sie als Teil der gesamten kognitiven Entwicklung und im sozialen Kontext gelernt wird.

Gisela Szagun
Sprachentwicklung beim Kind
2013, 352 Seiten
ISBN 978-3-407-85967-9

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Wie das Kind sprechen lernt


Ein berühmter Psychologe wollte mehr darüber wissen, wann und wie das Kind die Sprache erwirbt: Er stellt fest, dass dieser Lernprozess eingebettet ist in ein „System der Weitergabe unserer Kultur“: Nach Bruner lernt das Kind nicht nur, wie es sich ausdrücken soll, sondern auch und gleichzeitig, welche Normen und Werte unter denen gelten, an die es sich mit seinen Worten wendet. Als Bruners Buch „Wie das Kind sprechen lernt“ erstmals erschien, dominierte die Linguistik der Chomsky-Schule. Dass Spracherwerb etwas mit kulturgebundener Kommunikation – vor allem mit derjenigen zwischen Eltern und Kind – zu tun haben könnte, war kein Thema. Bruners Thesen wirkten daher wie eine Befreiung. Sein Buch hatte eine enorme Wirkung auf Wissenschaft und Praxis. Bruners Text ist – nicht zuletzt wegen seiner eleganten und leicht fasslichen Diktion – zum festen Bestand der Studienliteratur für alle geworden, die erkennen wollen, wie das Kind sprechen lernt.

Jerome Bruner
Wie das Kind sprechen lernt
2008, 144 Seiten
ISBN 978-3-456-83891-5

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Sprachförderung und Sprachdiagnostik


Mit Blick auf die Bildungsanforderungen und sozialen Disparitäten in Kita und Schule eine evidenzbasierte Praxis der Sprachförderung und Sprachdiagnostik zu ermöglichen – dies hat sich die Forschungsinitiative FiSS zum Ziel gesetzt. In koordinierter Kooperation bearbeiten Forschungsprojekte aus Sprachwissenschaft und Psychologie, Pädagogik, Didaktik und Neurowissenschaften ein breites Spektrum an Fragestellungen mit unterschiedlichen empirischen Zugangsweisen und vielfältigen Lösungsansätzen. In diesem Band geben die Projekte Einblicke in ihre Forschungsarbeit, reflektieren das Problemfeld und stellen ausgewählte Ergebnisse vor. Die Gegenstände reichen von der Beschreibung sprachlicher Fähigkeiten und deren Veränderung bei Kindern mit unterschiedlichem sozialen und migrationsbezogenen familiären Hintergrund bis zu Fragen der Qualifizierung, der Diagnostik und der Förderung, wobei sie rezeptive wie produktive, mündliche und schriftliche Kompetenzen mit einschließen. In der interdisziplinären Zusammenschau vertiefen sie die für ein begründetes und zielgerichtetes Handeln notwendigen Kenntnisse über Anforderungen und Wirkvariablen sprachlicher Bildung in Bildungsinstitutionen und Familien.

Angelika Redder, Sabine Weinert (Hrsg.)
Sprachförderung und Sprachdiagnostik
Interdisziplinäre Perspektiven

2013, 320 Seiten
ISBN 978-3-8309-2911-6

Inhaltsverzeichnis

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Sprech- und Sprachstörungen


Sprech- und Sprachstörungen kommen im Kindesalter häufig vor und können die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung eines Kindes nachhaltig beeinträchtigen. Zur Verbesserung der Entwicklungsprognose sind ein rechtzeitiges Erkennen sprachgestörter Kinder und eine intensive Förderung und Therapie erforderlich. Der Leitfaden gibt einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Sprech- und Sprachstörungen des Kindesalters. Einleitend wird die normale Sprachentwicklung dargestellt und es wird auf Besonderheiten bei mehrsprachigem Aufwachsen eingegangen. Symptomatik, Ursachen und Verlauf der verschiedenen Störungsbilder werden beschrieben. Aufgrund ihrer besonders großen klinischen Relevanz wird insbesondere ausführlich auf Sprachentwicklungsstörungen und Stottern eingegangen. Der Leitfaden beschreibt störungsspezifische Leitlinien zur Diagnostik, Verlaufskontrolle und Behandlung von Sprech- und Sprachstörungen. Verbreitete diagnostische Verfahren und deren indikationsgerechter Einsatz werden vorgestellt. Die Ausführungen zur Therapie machen die Vielfalt der Behandlungsoptionen deutlich. Zudem wird ausführlich auf Möglichkeiten der Früherkennung, Frühförderung und Prävention eingegangen. Materialien zur Diagnostik und Therapie erleichtern die Umsetzung der Leitlinien in die klinische Praxis.

Waldemar von Suchodoletz
Sprech- und Sprachstörungen
Leitfaden der Kinder- und Jugendpsychotherapie

2013, 186 Seiten
ISBN 978-3-8017-2230-2

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Sprachauffälligkeiten bei zweisprachigen Kindern


Die Möglichkeit einer zweisprachigen Erziehung bietet Kindern enorme Chancen für ihr Leben. Leider erfüllen sich für viele zweisprachig aufwachsende Kinder und deren Eltern diese Zukunftshoffnungen nicht. Viele zweisprachige Kinder erlernen die Sprachen nicht in ausreichender Kompetenz und versagen deshalb in der Schule. Die Fachkräfte, die mit den sprachauffälligen zweisprachigen Kindern arbeiten oder in Kontakt kommen, benötigen mehr Kenntnisse darüber, wie sie die Sprachkompetenzen zuverlässig feststellen können, Lernersprache und Sprachauffälligkeit unterscheiden, Eltern beraten und Therapien effektiver durchführen können. Das vorliegende Buch bietet neben allgemeinem Hintergrundwissen zum Zweispracherwerb auch neue interessante Ansätze zur Entstehung und Vorbeugung von Sprachauffälligkeiten bei zweisprachigen Kindern. Ein neues und effektives Therapiekonzept für sprachauffällige zweisprachige Kinder wird vorgestellt. In der Praxis bewährte Vorlagen zur mehrsprachigen Diagnostik und Elternberatung ermöglichen den direkten und kompetenten Einstieg in die Diagnostik, Beratung und Therapie bei sprachauffälligen zweisprachigen Kindern.

Claudia Jenny
Sprachauffälligkeiten bei zweisprachigen Kindern
2011, 182 Seiten
ISBN 978-3-456-84997-3

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Wenn Sprachen sterben


In den kommenden hundert Jahren wird die Hälfte der rund 6.000 Sprachen, die es noch auf der Welt gibt, verschwinden. Die meisten davon werden untergehen, ohne vorher dokumentiert zu werden. Noch enthält jede von ihnen das Denken, Wissen und die Kultur derer, die sie sprechen. Dieses Buch beleuchtet die Konsequenzen für unser gemeinsames intellektuelles und geistiges Erbe. Nicholas Evans fragt nach dem Verlust, den der massive Sprachentod für die Menschheit bedeutet, und findet bei der Suche nach der Antwort eine ganze Reihe von Themen, die höchstes Interesse verdienen: Wieso gibt es überhaupt so viele Sprachen auf der Welt? Wäre eine nicht genug? Was wissen wir über den Zusammenhang von Denken und Sprechen? Denkt man in unterschiedlichen Sprachen unterschiedlich? Kann die Varietät der Sprachen Auskunft über die Welt und die Geschichte geben? Wie lassen sich bedrohte Sprachen, die es noch nicht in die Schriftlichkeit geschafft haben, vor ihrem Tod dokumentieren, und warum sollte man das tun? Können kleine Sprachen es ermöglichen, alte Schriften zu entziffern? Evans ist einer der weltweit prominentesten Sprachwissenschaftler. Sein Buch lebt vom Reichtum an Beispielen, die er vor Ort präsentiert – von Australien, Asien und Afrika bis Amerika und Europa. Es vermittelt faszinierende Einsichten in das, was Sprachen eigentlich sind.

Nicholas Evans
Wenn Sprachen sterben
Und was wir mit ihnen verlieren

2014, 416 Seiten
ISBN 978-3-406-65327-8

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

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Downloads

Die Macht der Sprache


„Die Macht der Sprache“ war über zwei Jahre Thema weltweiter Veranstaltungen des Goethe-Instituts in Kooperation mit dem Stifterverband für die deutsche Wissenschaft. Reflektiert wurde die Rolle von Sprache in einer globalisierten Welt. Eine gleichnamige vom Goethe-Institut herausgegebene Publikation präsentiert eine Auswahl der vielfältigen Ergebnisse.

Download der Publikation „Die Macht der Sprache“

Spracherwerb unter mehrsprachigen Entwicklungsbedingungen


Nicht alleine durch die modernen Kommunikationsmedien und Verkehrsmittel, sondern insbesondere auch durch die weltweiten Migrationsbewegungen wird Mehrsprachigkeit zunehmend zu einem Alltagsphänomen für immer mehr Menschen. Dies gilt auch für Kinder, deren persönlicher und medialer Lebensalltag mehrsprachiger wird und die dadurch eine „natürliche“ Multilingualität entwickeln, die später in der Schule durch Sprachunterricht (im Sinne der instruierten Multilingualität) zumeist selektiv für einige dieser Sprachen verstärkt bzw. beeinflusst wird. Natürliche Multilingualität existiert seit langem auch in mehrsprachigen Familien, Grenzregionen und Ländern. Dem letzten Aspekt ging ein Fachartikel in report psychologie am Beispiel des mehrsprachigen Landes Luxemburg empirisch nach.

Download des Fachartikels

Fluter: Thema Sprache


In jedem Moment sprechen auf der Erde Millionen Menschen miteinander, es wird immer gelesen und geschrieben. Die Allgegenwart von Sprache ist ebenso faszinierend wie ihre Vielfalt. Das Universum der Sprachen ist immer in Bewegung, auch heute und in unserer westlichen Gesellschaft. Wenn wir den Blick auf ihre pragmatischen Dimensionen der gegenseitigen Verständigung, des Aushandelns öffentlicher Angelegenheiten lenken, werden die Spannungen und offenen Fragen sichtbarer. In die jeweiligen Sprachen sind kulturelle Vorstellungen eingeprägt, ihre Beherrschung entscheidet über die Teilhabe am öffentlichen Leben. Und die fixe Vorstellung der Reinheit und Einheit von Sprache, Staat und Volk kann so mächtig werden, dass sich an ihr entlang immer wieder Konflikte anheizen lassen.

Download des Fluter-Heftes „Thema Sprache“

Leichte und Einfache Sprache


Die Konzepte der Leichten und Einfachen Sprache zielen darauf, sprachliche Hürden für diejenigen abzubauen, die Alltags- oder auch Fachsprachen (etwa „Amtsdeutsch“, Wissenschaftssprachen) nicht oder nur schwer verstehen. Während Leichte Sprache insbesondere seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland 2009 an Bedeutung gewonnen hat, erhält Einfache Sprache seit den jüngsten Erkenntnissen über das Ausmaß des funktionalen Analphabetismus besondere Relevanz. Leichte und Einfache Sprache werden oftmals synonym verwendet, obwohl Ausgangslage, Regeln und Zielgruppen sich unterscheiden. Erstere fokussiert Menschen mit kognitiven Behinderungen oder Lernschwierigkeiten. Letztere konzentriert sich auf Menschen mit geringen Lese- und Schreibkompetenzen; niedrigschwellige Angebote sollen den Zugang zur Schriftsprache und den Spaß an Büchern erleichtern.

Download der Informationsschrift der Bundeszentrale für politische Bildung
 

Sprache


Sprache ist allgegenwärtig – durch sie verleihen wir unseren Gedanken Ausdruck und sind in der Lage, zu kommunizieren. In der Politik spielt Sprache eine besondere Rolle. Durch ihren Gebrauch kann sie zu einem politischen Instrument werden. So sind Auseinandersetzungen um Inhalte meist verknüpft mit einem Wettstreit um die "richtige" Benennung von Dingen oder die "wahre" Bedeutung von Worten. Dies zeigte jüngst auch die Debatte um die Bezeichnung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr. Auch in der parlamentarischen Demokratie ist Sprache nicht automatisch "demokratisch" im Sinne von ideologie- oder gar herrschaftsfreier Kommunikation. Vielmehr gewährleisten demokratische Öffentlichkeit und Meinungsfreiheit den Wettstreit konkurrierender Sprachdeutungen (und Ideologien).

Download der Informationsschrift der Bundeszentrale für politische Bildung

Links

Schreibkompetenz


Schreiben können ist mehr als die Fähigkeit, die Buchstaben eines Schriftsystems flüssig zu Papier oder zu Tastatur zu bringen und dabei orthographische Regeln zu beachten. Erfolg-reiches Schreiben heißt, Ziele zu erreichen: Die Adressaten von Texten sollen nach der Lektüre etwas Neues oder Anderes wissen, können, glauben oder tun als zuvor. Ein deutsches Forschungsprojekt untersucht die Teilfähigkeiten, die zu einer allgemeinen Schreibkompetenz beitragen.

Zur Website des Projektes

Veranstaltungen

19. und 20. Juni 2015

79. Kongress der Deutschsprachigen Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde e.V., Hannover


Am 19. und 20. Juni 2015 lädt die Deutschsprachige Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde (DGSS) in das Leibnitzhaus der Universität Hannover zu ihrem 79. Jahreskongress. Thema in diesem Jahr: „Langzeittherapie: Umsetzung – Verantwortung – Grenzen“.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung

9. und 10. Oktober 2015

Seminar „Körpersprache : Die Macht des non-verbalen Ausdrucks“, Bonn


Gerade Menschen in hochqualifizierten Berufen sind gewohnt, sich fachlich zu qualifizieren und ihre Schwerpunkte auf Inhalte zu legen. Dabei wird oft übersehen, dass ab der ersten Sekunde der Begegnung zwischen Menschen Kommunikation stattfindet. „„Man kann nicht nicht kommunizieren“ (Paul Watzlawick). Die Körpersprache übernimmt dabei die wichtigste Rolle. Erst wenn Körpersprache, Stimme und Rhetorik perfekt aufeinander abgestimmt sind, überzeugen wir durch Authentizität. In Coaching und Beratung entscheiden bereits der erste Blickkontakt und Handschlag über das Gelingen der Beziehung und somit auch über den Erfolg des Coaching-Prozesses. Die Teilnehmer lernen, die eigene Körpersprache zu analysieren und gekonnt einzusetzen sowie die Körpersprache von Klienten richtig zu deuten. Seminarthemen sind unter anderem die Grundlagen der Wahrnehmung, neurobiologische Prozesse und die Bedeutung von Spiegelneuronen sowie eindeutige Signale statt doppelter Botschaften.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung