Urbanisierung

Urbane Lebensräume stehen für eine Vielfalt der individuellen und gesellschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten, für Wachstum und Innovation. Allerdings stellen sie auch besondere Herausforderungen an die in ihnen lebenden Menschen. Inwiefern kann der urbane Lebensraum zentrale menschliche Bedürfnisse erfüllen? Wie kann das Leben in der Stadt lebenswert gestaltet werden?

Liebe Leserinnen und Leser,

mehr als zwei Drittel der Europäer leben heute in Städten und in den kommenden Jahren werden weltweit weiterhin Millionen von Menschen vom Land in die Stadt abwandern. Experten prophezeien die Entstehung neuer Megastädte, riesiger urbaner Ballungsräume – mit all ihren Chancen und Problemen. Denn urbane Räume stehen für Wachstum und Innovation, doch der weltweite Trend zur Urbanisierung stellt auch besondere Herausforderungen an die Natur und den Menschen. Inwiefern können urbane Räume die Lebensraumbedürfnisse von Menschen erfüllen? Wie kann das Leben in der Stadt lebenswert gestaltet werden? Welche psychologischen Faktoren können und sollten Stadtplaner beachten? Auf diese und weitere Fragen antwortet Dr. Majken Bieniok im Interview.

Dr. Majken Bieniok arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für kognitive Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. In ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit dem Thema „Die ideale Metropole – Ein Konzept in Theorie und Praxis am Beispiel von Berlin“. Heute forscht sie unter anderem im Bereich der Metropolenforschung.

Darüber hinaus finden Sie im Thema des Monats Juni interessante Literaturtipps zur Umweltpsychologie im Allgemeinen sowie zum Verhältnis von Mensch und natürlicher und bebauter Umwelt. Außerdem haben wir für Sie wieder interessante Downloads, Links und Veranstaltungstipps zusammengestellt.

Auch die Print-Ausgabe von „report psychologie“ beschäftigt sich im Juni mit dem Thema Lebensraum: Unter dem Titel „Heimat in Zeiten der Globalisierung“ geht es im Fokus um „Heimat und Identität“, um „Heimat als Menschenrecht“, die „psychischen Kosten der Globalisierung und Mobilität“ sowie „Diversity Management“ in internationalen Teams.

Ausreichend Zeit an ihrem persönlichen Lieblingsplatz wünschen

Alenka Tschischka
Chefredakteurin „report psychologie“

und

Susanne Koch
Online-Redaktion

 

Foto © Beboy/fotolia.com

5 Fragen an...

Majken Bieniok

Inwiefern können urbane Räume die Lebensraumbedürfnisse von Menschen erfüllen? Wie kann das Leben in der Stadt lebenswert gestaltet werden? Welche psychologischen Faktoren können und sollten Stadtplaner beachten? Auf diese und weitere Fragen antwortet Dr. Majken Bieniok im Interview.

Dr. Majken Bieniok arbeitet als Studiengangskoordinatorin des Studiengangs Psychologie am Touro College Berlin, ist Gründungsmitglied der Urban Research Group des Georg Simmel Zentrums für Metropolenforschung und assoziierte Forscherin am Institut für kognitive Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Lesen Sie hier das gesamte Interview

Literatur

Das Konzept der idealen Metropole in Theorie und Praxis am Beispiel von Berlin


Im Zuge der Globalisierung ändern sich die vielfältigen urbanen Lebensbedingungen kontinuierlich, wodurch der Bedarf an sinnvollen Entwicklungskonzepten für Städte und besonders Metropolen verstärkt wird. Stadtentwicklungskonzepte sind jedoch häufig von wirtschaftlichen Interessen und theoretischen Modellen geprägt. Sie laufen daher Gefahr, an den realen Bedürfnissen der Bewohner vorbei zu gehen. Ziel dieser Untersuchung ist es, einen Beitrag für eine bedürfnisorientierte Stadtentwicklung und somit auch zur Vorbeugung negativer individueller und sozialer Entwicklungstendenzen zu leisten. Hauptziel der Arbeit ist die Identifikation der erwünschten und unerwünschten Entwicklungstendenzen einer Metropole, indem Metropolenmerkmale, lebensraumbezogene Bedürfnisse, deren Zusammenhang sowie die Relevanz von Metropolenmerkmalen für Berliner Stadtplaner bestimmt werden.

Majken Bieniok
Das Konzept der idealen Metropole in Theorie und Praxis am Beispiel von Berlin
2012, 209 Seiten
ISBN 978-3-631-63381-6


Inhaltverzeichnis

Leseprobe

Bestellmöglichkeit

Georg Simmel und die aktuelle Stadtforschung


Georg Simmel hat mit seinem Aufsatz „Die Großstädte und das Geistesleben“ aus dem Jahr 1903 den Anstoß für die sozialwissenschaftliche Stadtforschung gegeben. Für Simmel verkörperten Großstädte den Sitz der Moderne: Orte, an denen sich durch Arbeitsteilung und Spezialisierung eine besondere Produktivkraft herausbildet. Orte, an denen das Individuum einen bis dahin unbekannten Grad an persönlicher Freiheit erlangt. Mit diesem Buch, einem Herausgeberwerk des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung, gehen die Autoren der Frage nach, welche Relevanz Simmel für die heutige Stadtforschung besitzt. Insbesondere wird das interdisziplinäre Potenzial des Simmelschen Ansatzes aufgezeigt.

Harald A. Mieg, Astrid O. Sundsboe, Majken Bieniok (Hrsg.)
Georg Simmel und die aktuelle Stadtforschung
2012, 297 Seiten
ISBN 978-3-531-17034-3


Bestellmöglichkeit

Der Lebensraum des Großstadtkindes


Die Studie von Martha Muchow und Hans Heinrich Muchow „Der Lebensraum des Großstadtkindes“, die 1935 zum ersten Mal erschien, ist mittlerweile ein Klassiker. Imbke Behnken und Michael-Sebastian Honig geben dieses Buch neu heraus und nehmen Texte hinzu, die Anregungen für künftige Forschungen in der Tradition von Martha und Hans Heinrich Muchow bieten.

Martha Muchow, Hans Heinrich Muchow
Der Lebensraum des Großstadtkindes
Herausgegeben von Imbke Behnken und Michael-Sebastian Honig
2012, 212 Seiten
ISBN 978-3-7799-1554-6


Inhaltverzeichnis

Leseprobe

Bestellmöglichkeit



Umweltpsychologie


Die Umweltpsychologie befasst sich mit sogenannten Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen als Beziehungen zwischen der physikalisch-materiellen und soziokulturellen Außenwelt sowie menschlichem Erleben und Verhalten. Das Buch gibt einen gut strukturierten, klar verständlichen Überblick über die Themen und Entwicklungen dieser noch recht jungen Teildisziplin der Psychologie und macht deutlich, dass die Umweltpsychologie ein sehr relevantes Forschungs- und Anwendungsfeld der Zukunft ist.

Jürgen Hellbrück, Elisabeth Kals
Umweltpsychologie
2012, 144 Seiten
ISBN 978-3-531-17131-9


Bestellmöglichkeit

Mensch und Umwelt


Das in dem Buch vorgestellte Wissen über die Beziehung der Menschen zur Umwelt behandelt die Einflüsse und Wirkungen der Umwelt – Themen im Grenzbereich mehrerer Wissenschaften. Methodisch wird dies durch die Vielfalt der Inhalte und deren Verbindungen in der Stresstheorie vermittelt. Die Inhalte reichen von Beiträgen der Geographie, Biologie, Medizin, Meteorologie und Psychologie bis zu komplexen Themen, zum Beispiel Umwelt und Gesundheit oder Mensch und Raum. Themen sind auch die Objektbeziehungen und Umwelteinflüsse auf die Entwicklung. Einwirkungen der Natur werden besonders durch die Wirkungen von Klima und Wetter, Energie (zum Beispiel Strahlen) und chemischen Stoffen vermittelt. Schall und Lärm, Dichte und Enge sowie psychisch-körperliche Umwelt-Syndrome verweisen auf psychische Stressoren. Praktische Aspekte zeigen sich in den Bereichen Wohnen, Stadt und Ortsidentität sowie Lern- und Arbeitsumwelt.


Thilo Eisenhardt
Mensch und Umwelt
Die Wirkungen der Umwelt auf den Menschen
2008, 309 Seiten
ISBN 978-3-631-57813-1


Bestellmöglichkeit

Umweltgerechtigkeit


Umweltgerechtigkeit ist ein Querschnittsthema, das zahlreiche Disziplinen anspricht, von Public Health über Stadt- und Raumplanung, Geographie, Umwelt- und Sozialwissenschaften bis hin zu Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Der Diskussion in Deutschland fehlt es bislang weitgehend am transdisziplinären Austausch mit dem notwendigen Praxisbezug. Dieses Grundlagenwerk schließt die Lücke und vermittelt erstmals einen integrierten, fach- und politikübergreifenden Einblick in die Probleme, aber auch Potenziale von Umweltgerechtigkeit. Orientiert am Policy Cycle werden dargestellt: theoretische Konzepte, empirische Daten und Analysen, die Entwicklung von Handlungsstrategien, konkrete Beispiele bereits implementierter Projekte und Programme und die Evaluation von Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit. Systematisch werden Forschungsansätze und Handlungsfelder verbunden, sodass das Handbuch sowohl für Wissenschaftler und Studierende als auch für in der Praxis tätige Akteure, Politik und Verwaltung theoretisches Wissen für praktisches Handeln zugänglich macht.


Gabriele Bolte, Christiane Bunge, Claudia Hornberg, Heike Köckler, Andreas Mielck (Hrsg.)
Umweltgerechtigkeit
Chancengleichheit bei Umwelt und Gesundheit: Konzepte, Datenlage und Handlungsperspektiven
2012, 440 Seiten
ISBN 9783456850498


Bestellmöglichkeit

Die dritte Haut


Die dritte Haut bezeichnet den Lebens- und den Erfahrungsraum, den sich der Mensch im Verlauf seiner evolutionären Geschichte nach und nach angeeignet hat und in dem er sich als einzelner konkret im Alltag verhält, in dem er empfindet, erlebt und in dem er handelt. Dieser psychische Erfahrungsraum erstreckt sich zwischen den beiden Polen des Schutzraums auf der einen Seite, wo sich Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit ausbilden können und des Machtraums auf der anderen Seite, von wo aus Distanz, Achtung und Angst ausgehen; als Beispiele dafür werden ein berühmtes Privathaus, das Kaufman-Haus, sowie der Palast von Persepolis angeführt. Im Verlauf der lebenslangen menschlichen Entwicklung werden die unterschiedlichen Räume individuell erfahren, erlebt, gedeutet und zu eigen gemacht. Diese reichen von den realen Räumlichkeiten eines Zuhauses, der Wohnung, der Stadt, des Landes, des Globus bis zu den unbegrenzten Räumen der Phantasie, der Kunst und der Medien.

Walter Schurian
Die dritte Haut
Psychologie der Erfahrungen im Raum
2006, 220 Seiten
ISBN 978-3-631-36336-2


Bestellmöglichkeit

Architekturpsychologie


Diese Einführung in die Architekturpsychologie soll Interesse wecken an einem spannenden und komplexen Themengebiet. Sie will sensibilisieren für verschiedene Facetten der Beziehung zwischen Menschen und der von ihnen geschaffenen Umwelt. Sie liefert Erklärungsansätze für unterschiedlichste Phänomene und verweist anhand zahlreicher Beispiele auf praktische Konsequenzen für die Gestaltung.
Der Text umfasst vier Teile: Im ersten Abschnitt wird der theoretische Hintergrund von Mensch-Umwelt-Beziehungen aus psychologischer Perspektive beleuchtet. Der zweite Teil legt den Fokus auf Wahrnehmung und Erleben von Umwelten. Hier finden sich unter anderem Kapitel zu kognitiven Karten, zu Raumsymbolik, Ortsidentität und Ortsbindung sowie Raum und Farbe. Im dritten Teil wird menschliches Handeln und Verhalten in der Umwelt betrachtet. Die Kapitel beschäftigen sich unter anderem mit Territorialität und Privatheit sowie Dichte und Enge (Crowding). Der letzte Teil widmet sich Methoden der Architekturpsychologie. Partizipative Ansätze der Planung und Gestaltung sowie ausgewählte Studien und Methoden bilden dessen Kern.

Peter G. Richter (Hrsg.)
Architekturpsychologie
Eine Einführung
2004, 360 Seiten
ISBN 3-89967-119-8


Bestellmöglichkeit

Architektur


Wie wirkt Architektur? Warum wird ein Bauwerk als schön oder als hässlich empfunden? Warum wirkt die eine Wohnung anheimelnd, die andere kalt und ungemütlich? Architektur – Baukunst und Gebrauchsarchitektur – ist in jedem Fall eine psychologische Betrachtung wert. Wissenschaftlich fundiert fasst die Autorin die Forschungsbefunde zu den verschiedenen Umwelten wie Büros, Schulen, Bibliotheken, Museen, Krankenhäusern, Gärten und Cafeterias zusammen. Weiterhin wird die gebaute Umwelt aus der Sicht von Kindern und Älteren sowie von pflegebedürftigen Menschen analysiert. Aus den Erkenntnissen werden Empfehlungen für die Umweltgestaltung abgeleitet. Das Buch leistet damit einen wichtigen Beitrag zur optimalen baulichen Gestaltung der verschiedenen Lebensbereiche. Anschaulich und verständlich geschrieben, mit zahlreichen Bildern und Fotos illustriert, ist es eine spannende Lektüre für jeden Leser. Ähnlich wie der Musikunterricht zur Steigerung der Hörfähigkeit beiträgt, geht es der Architekturpsychologie darum, den Menschen sehfähiger für seine Umwelt zu machen.

Antje Flade
Architektur
Psychologisch betrachtet
2008, 334 Seiten
ISBN 9783456846125


Bestellmöglichkeit

Wohnen


Zu wohnen ist von grundsätzlicher Bedeutung für den Menschen. Das Buch stellt die Beziehungen zwischen den Bewohnern und ihrer Wohnumwelt in den Mittelpunkt. Es informiert über Wohnbedürfnisse, Wohnzufriedenheit, Privatheit und Nachbarschaft, über Wohndichte, Lärmeffekte, Wohngemeinschaften, über die Möglichkeiten einer nutzerorientierten Wohnbauplanung sowie über nachbarschaftliche Beziehungen und Konflikte. Umfassend und gut verständlich dargestellt, erhält der Leser zahlreiche Wohn-Tipps, die seine Entscheidungs- und Handlungskompetenz verbessern, was sich positiv auf seine Wohn- und damit auf die gesamte Lebenszufriedenheit auswirken wird. Für Fachleute bietet das Buch fundierte Hinweise zu einer verstärkten Nutzerorientierung beim Planen und Bauen. Die vorliegende zweite Auflage wurde vollständig überarbeitet und erweitert. Aufgenommen wurden neue aktuelle Fragestellungen, darunter das Verhältnis zwischen Wohnen und räumlicher Mobilität, das Wohnen von Familien und älteren Menschen, die Bedeutung der Natur in der Wohnumwelt, die psychologischen Folgen von Wohnungslosigkeit und Möglichkeiten, energiesparend zu wohnen. Auch Trendthemen wie Feng Shui und die psychologische Bedeutung von Haustieren kommen zur Sprache.

Antje Flade
Wohnen
Psychologisch betrachtet
2006, 262 Seiten
ISBN 9783456843049


Bestellmöglichkeit

Natur


Für die Menschen der westlichen Welt, die den größten Teil ihres Lebens naturfern in Gebäuden und Städten verbringen, hat Natur eine hohe Anziehungskraft. Natur verkörpert das Ursprüngliche und Unverfälschte. Bei einer psychologischen Betrachtung der Natur geht es deshalb weniger um die objektive physische Natur als vielmehr um subjektive Naturbilder und idealisierte Natur. Grundlagen des Buches sind das umweltpsychologische Konzept der Mensch-Umwelt-Interaktion und die empirische Forschung, wie sich der Mensch über sein Erleben und Verhalten mit der Natur in Beziehung setzt. Den Fragen, wie Menschen Natur und Landschaft erleben und wie sie sich gegenüber der Natur verhalten, wird in vier Kapiteln nachgegangen. Zu Beginn geht es um begriffliche Bestimmungen und die vielfältigen Arten von Mensch-Natur-Beziehungen sowie um methodische Fragen einer psychologischen Naturforschung. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Naturerleben. Es wird die Frage untersucht, warum eine Landschaft schön ist, wie der Erholeffekt von Natur zustande kommt und wie Menschen Naturkatastrophen und die Wildnis erleben. Im dritten Kapitel werden die verschiedenen materiellen und immateriellen Arten der Naturnutzung erörtert. Der Mensch nutzt nicht nur die natürlichen Ressourcen, sondern auch den Erholeffekt von Natur. Die grüne Natur liefert Bausteine für die Gestaltung von Innen- und Außenräumen, von Siedlungen und Städten. In einer besonderen Weise nutzt der Mensch die Natur, wenn er sich davon anregen und inspirieren lässt. Im abschließenden Kapitel wird der Frage nachgegangen, welche Ansätze die Psychologie liefert, um die Natur vor Übernutzungen, schädigenden Belastungen und ihrem Verschwinden im Lebensraum des Menschen zu bewahren. Dazu wird ein Blick auf verschiedene Ansätze der Einstellungs- und Verhaltensänderung und auf die Leitbilder der Nachhaltigkeit und der „green city“ geworfen.

Antje Flade
Natur
Psychologisch betrachtet
2010, 255 Seiten
ISBN 9783456848778


Bestellmöglichkeit


Natur für die Seele


Ein Waldspaziergang hat im Gegensatz zu einem Stadtbummel einen positiven Einfluss auf den Herzrhythmus und den arteriellen Blutdruck und stärkt das Immunsystem. Durch unser allzu modernes Leben haben wir allerdings vielleicht vergessen, wie wichtig die Natur für uns und unseren Körper ist. Ebenso wie unser körperliches und seelisches Wohlbefinden beeinflusst die uns umgebende Natur auch unsere sozialen Interaktionen. Dabei genügt es schon, ein wenig Natur zu uns in die Wohnung hereinzuholen oder ins Arbeitsumfeld zu integrieren. Dieses Werk bietet interessante, spannende und humorvolle Aha-Einblicke in die Umweltpsychologie. Und es animiert dazu, das eigene Leben mit etwas mehr Natur zu bereichern.

Nicolas Guéguen, Sébastien Meineri
Natur für die Seele
Die Umwelt und ihre Auswirkungen auf die Psyche
2013, 303 Seiten
ISBN 978-3-642-34820-4


Bestellmöglichkeit

Der rastlose Mensch


Die Mobilitätspsychologie untersucht das Erleben von Mobilität und das Mobilitätsverhalten. In diesem Rahmen werden die aktuellen Fragestellungen im Bereich Mobilität und Verkehr aus psychologischer Perspektive betrachtet. Im Fokus sind die individuellen Wahrnehmungen, Kognitionen, Einstellungen, Motive und Absichten sowie die Umweltbedingungen als Einflussfaktoren des Mobilitätserlebens und -verhaltens. Darüber hinaus werden die gesellschaftlichen, sozialen und psychologischen Kosten des Verkehrs analysiert. Wie mit gestalterischen und psychologischen Maßnahmen die ungünstigen Folgen des Verkehrs reduziert werden können, wird über die Fachgrenzen hinausgehend geschildert. Am Schluss wird versucht, die künftigen Entwicklungen im Bereich Mobilität und Verkehr und deren Auswirkungen auf den Menschen abzuschätzen.

Antje Flade
Der rastlose Mensch
Konzepte und Erkenntnisse der Mobilitätspsychologie
2013, 278 Seiten
ISBN 978-3-531-18503-3


Bestellmöglichkeit

Downloads

Leben und Wohnen in städtischen Regionen


Im Beitrag „Leben und Wohnen in städtischen Regionen“ beschreibt Prof. Dr. Marcel Hunecke das Leben in der Stadt aus umweltpsychologischer Perspektive: deren Wirkung auf den Menschen, die charakteristischen Stressoren sowie stadtspezifisches Verhalten.

Download



Leben in der Stadt


Mehr als 25 Millionen Menschen leben in deutschen Großstädten. Die aktuelle Debatte um steigende Angebotsmieten in einigen Ballungsräumen zeigt, wie sensibel die Öffentlichkeit auf Veränderungen der städtischen Wohn- und Lebensbedingungen reagiert. Diese detailliert zu analysieren, ist Aufgabe der Stadtforschung. Die Veröffentlichung „Leben in der Stadt“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung geht auf Grundlage kommunalstatistischer und sozio-ökonomischer Daten den Fragen nach: Wie stark prägt der demografische Wandel Städte unterschiedlicher Größe? Welchen Einfluss hat er auf die Struktur der Haushalte? Wie zufrieden sind die Menschen mit ihrem Wohnumfeld und der Bezahlbarkeit des Wohnens? Und wie nehmen sie Umweltbeeinträchtigungen wahr?

Download


Jugend macht Stadt


Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität öffentlicher Räume und ihre Nutzungsvielfalt insbesondere für Kinder und Jugendliche hat einen hohen Stellenwert in der Stadtentwicklung. Im Programm „Jugendliche im Stadtquartier“ wurden vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung deutschlandweit 32 Modellvorhaben zu innovativen Beteiligungsformen gefördert: Jugendliche diskutierten die langfristige Entwicklung ihrer Stadt, beteiligten sich am Entwurf von Flächennutzungsplänen und gestalteten Freiräume zu Treffpunkten im öffentlichen Raum.

Download


Links

BDP Sektion „Gesundheitspsychologie, Umweltpsychologie, Schriftpsychologie“


Auf den Seiten der Sektion „Gesundheitspsychologie, Umweltpsychologie, Schriftpsychologie“ des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) finden interessierte Leser unter anderem Informationen zur Umweltpsychologie als Fach, als Forschungs- und Berufsfeld sowie ausgewählte Links.

Zur Website


Umweltpsychologie


Auf diesen Seiten finden interessierte Leser verschiedenste Informationen rund um das Fachgebiet der Umweltpsychologie: von den Methoden über verschiedene Forschungsprojekte, Literaturhinweise bis hin zu den in Deutschland in diesem Bereich tätigen Institutionen.

Zur Website


Urbanophil


Urbanophil ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz und Hauptwirkungsort in Berlin. Das im Jahr 2006 gegründete Netzwerk setzt sich zusammen aus jungen Stadtforschern verschiedener Disziplinen: unter anderem Stadtplanung, Städtebau, Architektur, Geographie, Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Geschichte.
Der Verein begibt sich „auf die Suche nach Entwicklungen im Kontext des Urbanen“. Er begreift Städte „als besondere Lebensräume, Spielwiese, Nährboden für Ideen und Experimente – Pool unterschiedlichster Lebensgefühle“ und möchte für das Urbane begeistern sowie eine Plattform für den Austausch zwischen Fachleuten und Öffentlichkeit bieten.

Zur Website


Sportification


Auf den Seiten des Planungsbüros „complizen“ finden sich Informationen rund um die (sportliche) Umnutzung beziehungsweise Zwischennutzung von Brachen und leerstehenden Gebäuden: „Sportification“.

Zur Website


Veranstaltungen

3. bis 5. Juli 2014

14. Internationale Migrationskonferenz „Migration und Mobilität“, Köln


Migration und Mobilität werden vielfach als unterschiedliche Phänomene wahrgenommen und diskutiert. Von Migration wird eher dann gesprochen, wenn es um Arbeitskräftewanderungen aus nicht europäischen Ländern, aus Drittstaaten oder um Flucht und Asyl geht. Als Mobilität werden zum einen innereuropäische und speziell inner-EU-Wanderungen und generell auch Wanderungen von Hochqualifizierten bezeichnet. Dies verweist darauf, dass Fragen von Migration und Mobilität immer auch in Macht- und Herrschaftsverhältnisse eingebunden sind. Im aktuellen Kontext von globaler Finanzkrise, Umweltkatastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen hat die Frage nach der Unterscheidung von Migration und Mobilität an Bedeutung gewonnen.
Im Rahmen der Konferenz soll das Verhältnis von Migration und Mobilität aus verschiedenen interdisziplinären und internationalen Perspektiven und in unterschiedlichen Kontexten analysiert und diskutiert werden. Dabei geht es unter anderem um Fragen nach Grenzen von Migration und Mobilität, alltagsbezogene und soziale Mobilität und Migration, theoretische und historische Perspektiven, empirische Untersuchungen, Institutionen und soziale Praktiken, Kommunikationsformen und Netzwerke, soziale Milieus, Lebensstile, Identitätskonstruktionen und Erinnerungskulturen.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung


10. und 11. Juli 2014

Workshop „Current developments in critical urban studies”, Berlin


Unter dem Titel „Current developments in critical urban studies” lädt die Urban Research Group des Georg-Simmel-Zentrums für Metropolenforschung am 10. und 11. Juli 2014 zu einem Workshop nach Berlin. Diskutiert werden sollen neue Methoden und Konzepte rund um aktuelle Stadtforschung und die Einbeziehung von interdisziplinären Ansätzen – auch jenseits des Mainstreams.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung


27. bis 28. Februar 2015 und 13. bis 14. März 2015

Seminar „Urban Psychology – Erleben und Verhalten in der gebauten Umwelt“, Zürich


Das Seminar „Urban Psychology“ vermittelt empirisch fundierte Erkenntnisse, wie Menschen die gebaute Umwelt erleben und sich darin verhalten. Die Teilnehmer erhalten Denkanstösse, wie Gebäude und Städte nutzerfreundlich entwickelt werden können – um deren Wert zu steigern. Fragen der „Urban Psychology“ lauten beispielsweise: Gibt es Eigenschaften von Straßenzügen oder Gebäuden, die allgemein als schön empfunden werden? Kann Ortsidentität geschaffen werden – wenn ja, wie? Mit welchen Maßnahmen lassen sich Passantenströme beeinflussen? Welche Veränderungen mögen wir und wie kann Widerständen gegen bauliche Veränderungen vorgebeugt werden? In der „Urban Psychology“ werden solche Fragen mittels quantitativen und qualitativen Methoden untersucht. Das Center for Urban & Real Estate Management (CUREM) macht mit diesem Kurs ein noch junges Forschungsgebiet der Praxis zugänglich und liefert damit interessante Anregungen für Investoren und Gestalteren der gebauten Umwelt. Die Inhalte werden stets mit Bezug zu einer ökonomischen Denkweise – im Sinne eines bestmöglichen Einsatzes knapper Ressourcen – behandelt.
Das Angebot richtet sich an Gestalter und Entscheidungsträger aus den Bereichen Architektur, Immobilien Investment Management, Raumentwicklung, Städtebau, Immobilien Projektentwicklung, Standort- und Gebietsmanagement.

Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung